Die Gefahr, dass der Ruf der Schreiadler in Deutschland verstummt, ist größer denn je. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg leben nur noch etwa einhundert Brutpaare!
Bitte helfen Sie als Schreiadler-Pate das Überleben des kleinsten heimischen Adlers in Deutschland zu sichern!
Das Eichhörnchen
Der buschige Schwanz ist ihr Erkennungsmerkmal: Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) gehören sicher zu den bekanntesten heimischen Nagetieren. „Man kann sie jetzt überall beobachten: beim Spaziergang im Park, auf dem Friedhof, im Wald – und natürlich auf dem Golfplatz“, sagt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. „Die Baumwipfel sind Heimat und Spielplatz der niedlichen Nager“, so Goris. „Geschickt springen sie von Baum zu Baum, benutzen bei ihren gewagten Sprüngen den bis zu 25 Zentimeter langen Schwanz als Steuer oder wie die Seiltänzer im Zirkus als Balancierstange.“ Beim Sprung nach unten dient der Schwanz manchmal auch als Fallschirm. Schnell klettern sie geschickt wieder am Baumstamm hoch, um wenig später kopfüber wieder hinunter zu huschen. Eichhörnchen sind viel in Bewegung. Sie können bei ihren Sprüngen von Ast zu Ast problemlos eine Distanz von bis zu fünf Metern überspringen. Beim Klettern halten sie sich mit ihren scharfen Krallen an der Rinde fest. Am Boden hingegen bewegen sie sich eher verhalten und hüpfen vorsichtig davon.
Eifrige Sammler
„Eichhörnchen sind tagaktiv. Deshalb bekommen wir Menschen sie so häufig zu Gesicht“, sagt die Sprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. Gerade jetzt im Herbst tauchen sie überall auf. Die flinken Eichhörnchen müssen schnell noch die letzten Wintervorräte zusammen zu sammeln. Der Goldene Oktober ist ihre Lieblings-Jahreszeit. Überall gibt es Nüsse und allerlei Samen, die neben Knospen und Blüten auf der Speisekarte der Eichhörnchen stehen. Für uns tödliche Giftpilze sind für die fröhlichen Nager eine Delikatesse. Ihr Sammeleifer ist ungebremst. Man hat schon 1000 Bucheckern bei einem Tier gefunden.
Wenn die Tage kürzer werden, sieht man die vorwitzigen Tiere immer seltener. Bei Regenwetter und an kalten Wintertagen verlassen sie ihr Nest nur ungern und lassen sich oft mehrere Tage lang nicht blicken“, erklärt Goris. Sie haben sich entweder in ihr kugelförmiges Nest, das aus Reisig und Moos gebaut ist und Kobel genannt wird, zurückgezogen oder sie nutzen verlassene Vogelnester und freie Spechthöhlen als Unterschlupf. Manchmal ziehen sie auch in Nistkästen ein, die Gartenfreunde eigentlich für Vögel aufgehängt haben.
Kuscheln beim Kälte
„Einen klassischen Winterschlaf halten Eichhörnchen allerdings nicht.“ Um gut über die dunkle Jahreszeit zu kommen, kuscheln sich bei großer Kälte manchmal mehrere Tiere eng zusammen. Dann benutzen sie ihren buschigen Schwanz als „Bettdecke“. Die Paarungszeit beginnt im Dezember und dauert bis in den Januar hinein. Die Männchen werben nicht gerade charmant um die Eichhörnchen-Damen. Sie jagen sie heftig, doch wenn die Weibchen sich dabei zu sehr aufregen, ahmen die Verehrer die Rufe junger Eichhörnchen nach und schon ist das Weibchen paarungsbereit. Im Februar/März werden dann drei bis fünf Jungen geboren. Sie sind nackt und blind und wiegen gerade mal zehn Gramm. Die Mutter versorgt sie drei Monate lang, füttert und verteidigt sie gegen Angreifer. Feinde wie Habicht, Bussard und Uhu bedrohen eher ausgewachsene Eichhörnchen, aber Baummarder werden dem Nachwuchs schnell gefährlich. In der Vogelwelt sind Eichhörnchen gefürchtete Fressfeinde. Die niedlichen Nager sind üble Nesträuber, obwohl sie sich eigentlich eher von Nüssen, Bucheckern, Kastanien und Beeren ernähren.
Wenn man Fotos von Eichhörnchen sieht, sind häufig die fuchsroten Exemplare abgebildet. Doch das Fell kann auch schwarzbraun und grau sein. „Die Grauen sind Eindringlinge aus Nordamerika, die die Roten zunehmend verdrängen“, sagt Eva Goris von der Deutschen Wildtier Stiftung. „Sie sind doppelt so groß und viel schwerer als die Roten. In Großbritannien haben die Grauen die Roten längst überrannt: auf ein fuchsrotes Tier kommen bereits 60 graue.“
Ganz allgemein gelten Eichhörnchen nicht als bedrohte Tierart. Sie sind in ganz Deutschland verbreitet und kommen zu allen Jahreszeiten bei uns vor. Eichhörnchen wiegen zwischen 250 und 400 Gramm und können bis zu zehn Jahre alt werden.
Eine Stimme für die Wildtiere.
Wildtiere in Deutschland schützen und Menschen für die Schönheit und Einzigartigkeit der heimischen Wildtiere begeistern – das ist das Anliegen der Deutschen Wildtier Stiftung. Das Wissen über unsere Natur darf nicht verloren gehen. Wir bieten deshalb gerade Kindern und Jugendlichen viele Angebote, damit sie Wildtiere erleben und mehr über sie erfahren. Mit konkreten Projekten erhalten wir Lebensräume von Wildtieren in Deutschland und setzen uns bei Politik und Wirtschaft für ihren Schutz ein. Im Naturerlebnisprojekt Wildtierland im südöstlichen Mecklenburg-Vorpommern erleben Besucherinnen und Besucher auf über 1.000 Hektar Fläche heimische Wildtiere, die ohne Zäune und Gehege in Freiheit leben. Darunter sind auch zahlreiche seltene Arten. Unsere wildtierfreundliche Land- und Forstwirtschaft gibt den Tieren ihre Lebensräume zurück. Schirmherr der gemeinnützigen Deutschen Wildtier Stiftung ist Bundespräsident a. D. Prof. Dr. Roman Herzog.
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