Spatzenlyrik

Ein Gedicht von Kurt Hoffmann aus Hamburg

Der Spatz: eine Inspiration

Der Spatz

Der fröhlich, kesse, dreiste Spatz,

schon lange vor Sonnenaufgang,

zwitschert er, auf Mauerspitzen

und Dächer und Erker und Rinnen

der süße kleine, kecke braune Fratz.

 

Unscheinbar sein Gefieder,

auch trällert er keine Lieder,

doch ist er ein äußerst netter,

froher und geselliger Schatz,

unser kleiner, graubraune,

lebensfrohe, kesse Spatz.

 

Auch als Sperling ist er bekannt,

frisch, munter, fröhlich, frech,

frisst er uns fast aus der Hand.

Er macht sich wenig Sorgen,

lebt in den lieben Tag hinein,

ist glücklich und denkt auch

nicht an nächsten Morgen.

 

Streit mit Artgenossen,

machen ihn kaum verdrossen.

Wenn man ihnen, den Spatzen,

eine Weile gar zuhört und schaut,

dass sie folgendes uns fragend

zurufen, man dann wohl glaubt.

 

Sie pfeifen es uns von ganz oben

herunter, vom sonnigen Dach und

so glaubt man es, zu hören, Tschirp,

tschirp,Tschirp: "Mensch, hast

du heute schon gelacht, oder heute

schon jemanden Freude gebracht?"

 

So ist nun unser quirlige Spatz, unser

frechsüßer, lieblicher, pfiffiger Schatz,

mit seinem unscheinbaren, gräulich-

braunen Gefieder, wenn er uns beehrt,

mit seinem tschirp, tschirp, tschirp,

freuen wir uns gar immer wieder.

Der letzte Schrei?

Die Gefahr, dass der Ruf der Schreiadler in Deutschland verstummt, ist größer denn je. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg leben nur noch etwa einhundert Brutpaare!

Bitte helfen Sie als Schreiadler-Pate das Überleben des kleinsten heimischen Adlers in Deutschland zu sichern!