Reihenhaus, Lavendel und Staubbad

Hier fühlt sich der Spatz wohl

Einheimische Pflanzen, Nischen zum Nisten und ab und zu ein Bad: so mag´s der Spatz!


Der Spatz braucht mehr Nistmöglichkeiten und genügend eiweißreiche Nahrung für seine Jungen. Bei beidem können wir Menschen ihm helfen:

  • Brutplätze schaffen, zum Beispiel durch das Anbringen von Nistkästen
  • artenreiche Gärten mit einheimischen Sträuchern und Wildkräutern anlegen
  • auf Pflanzenschutzmittel und andere Gifte verzichten

Wohnraum für obdachlose Spatzen: das Spatzen-Reihenhaus

Der Spatz lebt am liebsten im Schwarm und nistet auch nicht gern allein. Er gehört zu den Koloniebrütern. Deshalb hat die Deutsche Wildtier Stiftung speziell für den Haussperling ein „Spatzen-Reihenhaus“ für zwei Spatzenpaare entwickelt, das für 29,90 Euro zuzüglich Versand bei der Stiftung bestellt werden kann. Übliche Nisthilfen werden zwar auch angenommen, aber in Kolonien konnten höhere Nachwuchsraten und kürzere Brutzeiten nachgewiesen werden.


Des Spatzen Schlaraffenland: ein vogelfreundlicher Garten

Dichte Hecken aus einheimischen Sträuchern wie Weißdorn, Hartriegel, Heckenrosen oder Nutzpflanzen wie die Brombeere helfen dem kleinen Vogel. Hecken und Sträucher dienen als Versteck und bieten ihm ein reiches Nahrungsangebot an Insekten und Früchten. Auch blühende Pflanzen wie Lavendel oder Margeriten machen einen Garten spatzenfreundlich: Sie locken die Insekten an, die der Spatz als Futter für seine Jungen braucht.

Mit dem Einsatz chemischer Schädlingsbekämpfung im Garten und auf Feldern wird dem Spatzen die Nahrungsgrundlage genommen. Das gilt auch für die Versiegelung von Flächen mit Asphalt und Beton und monotone Rasenflächen.


Spatzen-Wellness: Bäder in Wasser und Staub

Der Spatz liebt und braucht seine Staubbäder im feinen Sand, um sein Gefieder von Parasiten frei zu halten. Aber er mag es auch nass: Eine einfache Schale mit Wasser im Garten an einer gut einsehbaren Stelle kann als Trink- und Badeplatz dienen.


Was dem Spatzen nützt, hilft auch anderen einheimischen Vogelarten

Vielen Vögeln fehlen inzwischen Nistmöglichkeiten und sie finden keine geeignete Nahrung für ihre Jungen. Der Schutz für den Spatzen ist deshalb zugleich auch Schutz für andere einheimische Vogelarten wie Haus- und Gartenrotschwänze, Mauersegler, Blau- und Kohlmeisen. Ein spatzen- und vogelfreundlicher Garten bietet auch Bienen, Schmetterlingen, Hummeln und anderen Wildtieren einen guten Lebensraum.



Spatz
Der freche Spatz ein schützenswerter Vogel? Und ob! Heute steht der beliebte Vogel bereits auf der Vorwarnstufe der Roten Liste. Mit der Kampagne "Rettet den Spatz - Gebt ihm ein Zuhause" engagiert sich die Deutsche Wildtier Stiftung für den Haussperling.Zu dieser Seite

Spatz
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