Begrenzter Lebensraum

Rotwildverbreitungskarte Deutschland 2011

Für den Rothirsch wird es eng!

Rotwild besiedelt heute nur noch einen Bruchteil seines einstigen Verbreitungsareals. Dies sind in Deutschland etwa 25 Prozent der Landesfläche. Die derzeitige Verbreitung des Rotwildes hat die Deutsche Wildtier Stiftung 2010 in einer Verbreitungskarte zusammengefasst und auf Grundlage von Daten aus 2009 aktualisiert und verfeinert. 2011 wurde die Karte um die Vorkommen in den Randgebieten ergänzt. Die Karte zeigt für Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Sachsen die amtlichen Rotwildgebiete und die geschätzte Rotwilddichte in diesen Gebieten. Die Dichte wurde anhand der Flächenangaben und der Abschüsse ermittelt. In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein lassen sich die Abschüsse flächenmäßig nicht eindeutig zuordnen. Für diese Länder wurde die Dichte anhand der Landesjagdstrecke geschätzt.

In Deutschland sind die Rotwildvorkommen in neun Bundesländern durch Rechtsverordnungen festgelegt. Die so genannten Rotwildgebiete sprenkeln wie Tintenflecken die Landkarte. Jedes Stück Rotwild, das sich außerhalb der amtlich festgesetzten Rotwildgebiete aufhält, muss per Gesetz erlegt werden. Wanderungen zum genetischen Austausch, die Vergrößerung des Verbreitungsgebiets oder ein Neuaufbau von Populationen sind deshalb unmöglich. Mit Ausnahme der Stadtstaaten haben nur das Saarland, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Brandenburg keine amtlichen Grenzen für die Rotwildverbreitung festgelegt.



Lexikon Rothirsch
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