Einheimische Wildtiere und die Artenvielfalt vor unserer Haustür zählen in Redaktionen nicht immer zu den Erfolgsthemen. Zwischen all den News aus Wirtschaft, Politik und Unterhaltung erscheinen Nachrichten über Fuchs, Hase und Igel wenig relevant. Dabei interessieren sich viele Leser für Tiere, ihre Lebensräume und biologische Zusammenhänge.
Weil bei uns viele Arten vom Aussterben bedroht oder schon ganz verschwunden sind, ist kritische Berichterstattung notwendig. Denn mit dem Verlust von Lebensräumen geht fast immer auch Lebensqualität für die Menschen verloren. Nicht zuletzt führt das zu erheblichen ökonomischen Verlusten. Der Deutsche Preis für Naturjournalismus von GEO und der Deutschen Wildtier Stiftung soll dem Leserinteresse und der Wichtigkeit dieser Themen Rechnung tragen. Er gilt dem Können und Engagement von Autoren, die einheimische Wildtiere und die Artenvielfalt vor unserer Haustür im Auge behalten.
Speziell für Veröffentlichungen in Kinder- und Jugendmedien wird der Sonderpreis „Der Wilde Rabe“ ausgelobt. Denn gerade bei Kindern hat das Wissen über heimische Wildtiere immer mehr abgenommen. Sie können heute mehr Handy-Klingeltöne unterscheiden als Vogelstimmen und halten „Knut“ für einen Kuschel-Eisbären.
Eingereicht werden können Texte aus Zeitschriften, Wochen- und Tageszeitungen sowie deren Online-Publikationen in deutscher Sprache (auch aus Österreich und der Schweiz). Buchbeiträge und wissenschaftliche Publikationen können nicht berücksichtigt werden. Pro Bewerber können maximal drei Texte eingereicht werden, Serienteile gelten jeweils als einzelner Text. Inhaltlich sollen sich die Beiträge einem oder mehreren Wildtieren sowie ganzen Lebensgemeinschaften widmen, die in Deutschland oder deutschsprachigen Nachbarländern heimisch sind.
Preiswürdig sind Texte, die durch erzählerisches Können das Interesse wecken und sich durch kritischen Sachverstand auszeichnen. Der Deutsche Preis für Naturjournalismus ist mit 5.000 Euro dotiert und wird gegebenenfalls geteilt. Der Sonderpreis „Der Wilde Rabe“ ist mit 1.000 Euro dotiert. Die Preisträger werden von einer unabhängigen Jury gekürt.
Die Jurymitglieder sind:
- Karen Korte, Gesellschaft Deutscher Tierfotografen, Geschäftsführerin
- Andrea Löbbecke, Deutsche Presse Agentur, Redakteurin (Schwerpunkt Wissenschaft)
- Martin Meister, GEO, Chefredakteur GEO International
- Jörg Michel, Berliner Zeitung, Korrespondent Bundesbüro (Schwerpunkt Umwelt)
- Birgit Radow, Deutsche Wildtier Stiftung, Geschäftsführerin
- Christian Schwägerl, Der Spiegel, Redakteur im Hauptstadtbüro
Die Preisträger der letzten Jahre:
- Sabine Böhne, STERN (2009)
- Susanne Stockmann, tz (2009)
- Dr. Pia Heinemann und Sabine Flatau, Berliner Morgenpost (2009)
- Jakob J.E. Vicari, Süddeutsche Zeitung (2008)
- Katharina Putzer und Claudia Sewig, Hamburger Abendblatt (2008)
Jetzt laufen die Bewerbungen für 2011
Die Beiträge sollen einem oder mehreren Wildtieren sowie Lebensgemeinschaften gewidmet sein, die in Deutschland oder deutschsprachigen Nachbarländern heimisch sind. Auf erzählerisches Können und kritischen Sachverstand wird Wert gelegt. Prämiert werden Texte aus Zeitschriften, Wochen- und Tageszeitungen sowie deren Online-Publikationen, die zwischen dem 1. November 2010 und dem 31. August 2011 in deutschsprachigen Medien (auch in den Nachbarländern Österreich und der Schweiz) veröffentlicht wurden. Jeder Bewerber kann maximal drei Texte einschicken. Die Preisträger werden von einer unabhängigen Jury unter Ausschluss der Öffentlichkeit ermittelt. Einsendeschluss ist der 31. August 2011.
Bewerbungen bitte mit dem Originalbeitrag und sieben Kopien unter Angabe des Mediums, Veröffentlichungsdatums sowie einer Kurzbiographie des Verfassers schicken an:
- Deutsche Wildtier Stiftung
Billbrookdeich 216
22113 Hamburg - Telefon 040 73339-1880
- Fax 040/7330278
- Info@DeWiSt.de