7. Rotwildsymposium der Deutschen Wildtier Stiftung: Save the date!

Das 7. Rotwildsymposium der Deutschen Wildtier Stiftung findet vom 25. bis zum 27. September 2014 an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns statt. Partner des Symposiums sind in diesem Jahr das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Stiftung Wald und Wild in Mecklenburg-Vorpommern.

Das Thema des 7. Rotwildsymposiums ist der ethische Umgang mit unseren großen Wildtieren. Ethik und Moral unterscheiden den menschlichen Jäger vom tierischen Fressfeind. Dabei gründen die ethischen Handlungsweisen beim Umgang mit Wildtieren auf der Empathiefähigkeit des Menschen. Er kann Gefühlsäußerungen der Wildtiere wahrnehmen und ist in der Lage, Mitgefühl zu empfinden. Die Grenzen ethischen Handelns werden beim Umgang mit Wildtieren allerdings erreicht, wenn Handlungen des Menschen die natürlichen Prozesse in Ökosystemen massiv manipulieren. Dieses nur scheinbar ethische Handeln geht damit zu Lasten anderer Teile des Ökosystems.

Doch die Messlatte für „gutes“, also für moralisches Handeln, wird in Deutschland je nach Wildtier unterschiedlich angesetzt. Wie wäre es sonst möglich, dass die Ausbreitung von Wolf und Biber bejubelt, die des Rothirsches aber verboten wird? Wo liegt der moralische Unterschied zwischen „Prädatorenkontrolle“ im Sinne des Niederwildes und „Schalenwildreduktion“ im Sinne des Waldbaus? Und wieso glauben wir, Rehe füttern zu müssen, Bussarde jedoch nicht? Ist damit nicht Georg Orwells „Farm der Tiere“, auf der alle Tiere gleich, aber manche gleicher sind, in unserem Land allgegenwärtig?  

Das 7. Rotwildsymposium der Deutschen Wildtier Stiftung stellt die Frage nach der Gleichheit der Wildtiere. Es schlägt einen Bogen über die verschiedenen Facetten eines ethischen und moralischen Umgangs mit unseren großen Wildtieren und beleuchtet die jagdpraktischen Aspekte des Tier- und Artenschutzes, die „richtiges“ oder „gutes“ Handeln ausmachen. Themen sind dabei u.a. der Muttertierschutz, das Nachsuchenwesen oder die Weiterbildung der Jäger.

 Foto oben: Hajotthu, CC BY 3.0