Die Biologin Kerstin Seluga untersuchte im Rahmen ihrer Diplomarbeit den Status und die Lebensweise des Feldhamsters in den östlichen Bundesländern. Mit dieser Forschung in der Arbeitsgruppe Tierökologie des Fachbereiches Biologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zeigte Kerstin Seluga Wege zum zukünftigen Schutz der Feldhamster auf. Der einst als Schädling gnadenlos bekämpfte und als Pelzlieferant verfolgte Nager wird zunehmend seltener und ist nun vom Aussterben bedroht. Kerstin Seluga erstellte unter Anleitung von Prof. Dr. Michael Stubbe eine Übersicht zur Verbreitung und Größe des noch vorhandenen Bestandes und ermittelte die Rückgangsursachen.
Die Forschung der Diplom-Biologin Kerstin Seluga wurde von der Deutschen Wildtier Stiftung 1997 mit dem Forschungspreis ausgezeichnet. Mit diesem bis zu 50.000 Euro dotierten Preis unterstützt die Deutsche Wildtier Stiftung herausragende Nachwuchswissenschaftler. Durch den Forschungspreis möchte die Deutsche Wildtier Stiftung dazu beitragen, das Wissen über einheimische Wildtiere und ihre Lebensräume zu erweitern.