Die Deutsche Wildtier Stiftung setzt sich dafür ein, Wildtiere in ihren Lebensräumen zu fördern und erlebbar zu machen. Für den Rothirsch kann diese Maxime nicht ohne Veränderungen der üblichen Jagdpraktiken und -gesetze realisiert werden.
Rotwild ist in offenen, steppenartigen Landschaften beheimatet und wandert gerne über weite Strecken. Die Nutzung der Landschaft durch den Menschen, falsche Bejagung und das Einsperren in reservatsähnliche Rückzugsgebiete machten ihn gezwungenermaßen zum Waldbewohner.
Um dem Rothirsch ein artgerechteres Leben in Deutschland zu ermöglichen, hat die Deutsche Wildtier Stiftung ihre Forderungen an die Jagd in dem Positionspapier „Der Rothirsch im Visier“ ausgeführt. Das Papier diente im Jahr 2008 als Diskussionsgrundlage für das 4. Rotwildsymposium der Deutschen Wildtier Stiftung.
Die Kernforderungen
- Verkürzung der Jagdzeiten
- Einhalten des Nachtjagdverbotes
- Ausweisen von Wildruhezone
Ziel der Forderungen ist es, den Druck durch Bejagung auf den Rothirsch zu senken. Die Art ist sehr lernfähig und weiß, an welchen Orten und zu welchen Tageszeiten Gefahr droht. Eine Umstellung der Jagd ermöglicht es ihnen, sich freier zu bewegen und gemäß ihren natürlichen Rhythmus zu leben. In ihrem Naturerlebnisprojekt Wildtierland hat die Deutsche Wildtier Stiftung die Interessen des Rothirsches und des Menschen bereits erfolgreich in Einklang gebracht.