Lasst Abel leben!

Schreiadlerjunge vor dem Brudermord retten

Kain gegen Abel: Der Brudermord ist unter Schreiadlern eine angeborene Verhaltensweise


Der Schreiadlerbestand ist in Deutschland auf einen sehr kritischen Stand gesunken. Doch der Schutz von Lebensräumen und die politische Arbeit zur Sicherung der Zugwege brauchen Zeit, um wirksam zu werden. Deshalb hat sich die Deutsche Wildtier Stiftung zu einem dritten Baustein im Schreiadler-Schutzprogramm entschlossen: dem sogenannten „Jungvogelmanagement“.

Schreiadler legen in der Regel zwei Eier, aus denen im Abstand von einigen Tagen die Jungvögel schlüpfen. In den meisten Fällen verendet der jüngere Nestling („Abel“) wegen des ausgeprägten Aggressionstriebes des Älteren („Kain“) nach wenigen Tagen. Dies ist ein angeborenes Verhalten, das als „Kainismus“ bezeichnet wird.

Im Rahmen des Jungvogelmanagements sorgt die Deutsche Wildtier Stiftung dafür, dass auch der Zweitgeborene überlebt. Hierzu wird „Abel“ direkt nach dem Schlüpfen aus dem Horst entnommen und in einer Naturschutzstation in Brandenburg aufgezogen. Menschliche Prägung wird dabei vermieden. Erst nach dem Erlöschen des Aggressionstriebs des Erstgeborenen setzen Betreuer den jüngeren Vogel wieder in den Horst ein. Dort wird „Abel“ zusammen mit seinem älteren Geschwister friedlich vom Schreiadlerpaar groß gezogen, bis er flügge ist und den Horst verlässt.

Wildtierland schaffen

Die Deutsche Wildtier Stiftung erhält von der Bundesregierung bundeseigene Flächen aus dem „Nationalen Naturerbe“ geschenkt. Das ist eine außerordentliche Chance, Wildtierparadiese zu schaffen!

Sie haben die seltene Chance, mit überschaubaren finanziellen Mitteln in Deutschland Wildtierland auf Dauer zu schaffen und damit eigene Verantwortung zu übernehmen. Bitte unterstützen Sie uns.