In Wald und Offenland

Schutz der Schreiadler-Lebensräume

Nur wo Amphibien und Kleinnager zahlreich vorhanden sind, kann der Schreiadler sein Junges großziehen


Schreiadler sind in Deutschland vom Aussterben bedroht. Eine der Hauptursachen ist der Verlust geeigneter Lebensräume in seinen Brutgebieten. Daher ist die zentrale Aufgabe des Schreiadler-Schutzprogramms der Deutschen Wildtier Stiftung, die noch vorhandenen Brutgebiete für den Schreiadler in Nordostdeutschland zu sichern und möglichst neue geeignete Lebensräume zu schaffen.

In einem gemeinsamen Modellprojekt der Deutschen Wildtier Stiftung und des Bundesamts für Naturschutz (BfN) wurden Schreiadler-Lebensräume in Mecklenburg-Vorpommern erforscht. Zunächst erfassten Landschaftsplaner die Zustände der noch vorhandenen Lebensräume. Dabei berücksichtigten sie sowohl Waldbereiche, in denen der Schreiadler brütet, als auch Bereiche des Offenlandes, die dem Adler als Jagdrevier dienen. Die aktuellen Lebensraumbedingungen verglichen die Forscher anschließend mit einem optimalen Lebensraum. Dieser Vergleich zeigte vor allem im Offenland deutlich verschlechterte Bedingungen für den Schreiadler. Hier sollen nun mehr extensiv bewirtschaftete Grünlandflächen geschaffen werden, während in den Brutgebieten des störungsempfindlichen Schreiadlers die Waldnutzung eingeschränkt werden soll. Eine Bewertung von Naturschutzprogrammen ergab zudem, dass bestehende Förderprogramme von schreiadlergerechter Landwirtschaft unterfinanziert sind.

Wildtierland schaffen

Die Deutsche Wildtier Stiftung erhält von der Bundesregierung bundeseigene Flächen aus dem „Nationalen Naturerbe“ geschenkt. Das ist eine außerordentliche Chance, Wildtierparadiese zu schaffen!

Sie haben die seltene Chance, mit überschaubaren finanziellen Mitteln in Deutschland Wildtierland auf Dauer zu schaffen und damit eigene Verantwortung zu übernehmen. Bitte unterstützen Sie uns.