„Sozialer Wohnungsbau“ für den Wald
Projekte zum Schutz von Schwarzspechthöhlen
Der Schwarzspecht, der größte europäische Specht, spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem Wald. Nur er ist in der Lage, genügend große Baumhöhlen zu zimmern, in denen schließlich seine „Nachmieter“ ausreichend Platz finden. Im Gegensatz zum Schwarzspecht selbst sind viele seiner über 50 Nachnutzer in ihrem Bestand gefährdet. Dazu gehören die Hohltaube, der Raufußkauz, der Siebenschläfer oder sogar die Schellente. Sie sind auf den Schwarzspecht als Zimmermann des Waldes angewiesen, denn die Höhlen anderer Spechtarten wären ihnen zu klein.
Der Verlust an Höhlenbäumen bedeutet somit einen Verlust an biologischer Vielfalt. Diese Gefahr wird immer größer, da die Nachfrage an Holzprodukten steigt. Genau wie der Schwarzspecht, bevorzugt auch die Möbel- und Papierindustrie alte Bäume mit einem umfangreichen Stamm. Erschwerend hinzukommt, dass in den Wäldern der Holzindustrie Rotbuchen gefällt werden, ehe sie eine Stammstärke erreichen, die für den Schwarzspecht nutzbar ist. Seine Höhlen sind rechtlich geschützt. Dennoch kommt es aus Unachtsamkeit oder Unwissenheit immer wieder vor, dass Bäume mit Großhöhlen gefällt werden. Der Schwarzspecht spielt also eine bedeutende Rolle im Ökosystem Wald.
Das Engagement der Deutschen Wildtier Stiftung für den Schwarzspecht und seine Höhlen stützt sich auf drei Pfeiler: Forschung, Höhlenbaumschutz und Öffentlichkeitsarbeit, über die Sie sich auf den folgenden Seiten informieren können.
