Heute leben nur noch um die 50 Brutpaare in den bayerischen Alpen, dem letzten Rückzugsgebiet der Steinadler in Deutschland. Damit ist er hierzulande auf der Roten Liste gefährdeter Arten in der Kategorie „stark gefährdet“ zu finden.
Das Projektgebiet umfasst das UNESCO-Biosphärenreservat und den Nationalpark Berchtesgaden sowie die Salzburger Kalkalpen und Teile der Chiemgauer Alpen. In den Jahren 2005 und 2006 engagierte sich die Deutsche Wildtier Stiftung dort im Steinadler-Schutz. Ziel war es, den Bruterfolg und Lebensraum der Steinadler zu sichern.
Zu diesem Zweck beobachteten Biologen die 15 im Projektgebiet lebenden Tiere genau. Sie machten ihre Horste ausfindig, dokumentierten die Brutgebiete und den Bruterfolg. Steinadler dürfen während der Brut keines Falls gestört werden. Und so war es ein weiteres Ziel, auch die Öffentlichkeit zu sensibilisieren: Bergwacht, Bundeswehr, Polizei, Hubschrauberverbände, Touristenführer und andere wurden mit der Bitte um Ruhe für den Steinadler über die Standorte der Horste informiert. Ein bundesweiter Spenden-Aufruf mit prominenter Unterstützung von Reinhold Messner rundete das Projekt ab.