Inmitten der fruchtbaren Landschaft am Rande der Uckermark, die auch „Toskana des Nordens“ genannt wird, liegt Wildtierland Gut Klepelshagen, das Naturerlebnisprojekt der Deutschen Wildtier Stiftung. Auf eigenen Flächen von 2.000 Hektar wird dort neben Naturbildung auch wildtierfreundliche Landwirtschaft betrieben.
Zum Schutz des Lebensraumes für Rothirsch und Reh, Feldlerche und Fuchs, Vögel, Insekten und anderen Wildtieren wird in Wildtierland Gut Klepelshagen sehr verantwortungsvoll und bewusst mit Natur umgegangen. Von dem hohen ökologischen Standard profitieren Nutztiere und Wildtiere gleichermaßen. Hier werden neue landwirtschaftliche Methoden entwickelt und ausprobiert, um die Interessen von Mensch und Wildtier in Einklang zu bringen.
Zu Wildtierland Gut Klepelshagen gehört auch die Gourmet Manufaktur, ein kleiner exquisiter Fleischverarbeitungsbetrieb. Wer die Gourmet-Produkte probiert, schmeckt den Unterschied sofort. Es ist das Fleisch glücklicher Tiere aus artgerechter Haltung! Anders als in konventionellen Betrieben, wachsen die Kälber der Galloway- und Deutsch-Angus-Rinder bei ihren Müttern auf. Nach acht Monaten wechseln sie in eine Jungtierherde. Sie grasen auf artenreichen Wiesen und werden nach gut zweieinhalb Jahren direkt vor Ort und damit ohne quälende Tiertransporte geschlachtet. Die robusten Rasseschweine leben in luftigen Stallungen und kleinen Hütten an frischer Luft. Sie werden nur mit Getreideschrot, Klee und Luzerne aus der hofeigenen Biolandwirtschaft gefüttert und wachsen ganz natürlich auf. Denn in Wildtierland Gut Klepelshagen werden keine Schnellmastmittel, Fisch- oder Tiermehle verwendet. Die Tiere leben doppelt so lange wie in der üblichen Masthaltung. Deshalb schmeckt ihr Fleisch außergewöhnlich aromatisch.
Dass 15 Jahre wildtierfreundliche Landwirtschaft erfolgreich sind, haben die Ergebnisse des 11. GEO-Tags der Artenvielfalt, der im Juni 2009 in Wildtierland Gut Klepelshagen stattfand, bewiesen. 80 Experten, die im Auftrag des Magazins GEO zwei Tage lang in Wildtierland Gut Klepelshagen unterwegs waren, konnten über 1.800 verschiedene Tier- und Pflanzenarten nachweisen. Von über 170 nachgewiesenen Pilzarten Gut Klepelshagen wurden fünf erstmals in Mecklenburg-Vorpommern gesichtet, viele sind deutschlandweit auf der Roten Liste zu finden. Insgesamt wurden 96 Vogelarten erfasst. Die vom Aussterben bedrohte Trauerseeschwalbe (Chlidonias niger) ist schon seit Jahren in Wildtierland Gut Klepelshagen heimisch. Außerdem haben die Experten den stark gefährdeten Wendehals (Jynx torquilla) und den gefährdeten Grünspecht (Picus viridis) beobachtet.
Es ist offensichtlich: Das ökologische Bewirtschaftungskonzept von Wildtierland Gut Klepelshagen lohnt sich!