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Woldeforst
Die Heimat des bedrohten Schreiadlers
Der Woldeforst ist ein 113 Hektar großes Gebiet und liegt etwa 20 Kilometer nördlich von Demmin in Mecklenburg-Vorpommern auf einer Grobschotterebene im Dreieck der Urstromtäler von Peene und Trebel. Das Gebiet, das der Deutschen Wildtier Stiftung übertragen wurde, ist nicht zusammenhängend, sondern sehr stark parzelliert. Diese Flächen liegen im nördlichen Teil, des Drosedower Waldes, einem großen und geschlossenen Laubwaldgebiet.
Auf den frischen und nährstoffreichen Böden hat sich ein unbewirtschafteter Mischwald mit einer hohen Vielfalt hinsichtlich der Baumartenzusammensetzung und der Altersstruktur entwickelt. Eine reichhaltige, etwa 10-jährige Laubholznaturverjüngung wechselt sich mit fast 200-jährigen Altbeständen aus Buche, Eiche, Esche, Ulme und Ahorn ab.
Auch die große Nähe zur Treebetal-Niederung (EU-Vogelschutzgebiet), die mit den angrenzenden Oberläufen von Recknitz, Trebe und Tollense sowie den Mooren des Malchiner Beckens das wohl größte zusammenhängende Niedermoorgebiet Mitteleuropas darstellt, unterstreicht die Bedeutung dieses Objektes als unverzichtbarer Lebensraum für viele seltene Tierarten, insbesondere für den vom Aussterben bedrohten Schreiadler, der dort mit mehreren Brutpaaren vorkommt.
Die große Aufgabe in den nächsten Jahren besteht darin, nicht nur für Ruhe in den Lebensräumen zu sorgen, sondern auch zusätzliche Flächen anzukaufen (ca. 100 Hektar), damit die Schreiadler gute Bedingungen für die Aufzucht ihrer Jungen haben.



