Alles nahm in der Nordheide seinen Anfang. Bereits in den 1960er Jahren erwarb der Hamburger Unternehmer Haymo G. Rethwisch im niedersächsischen Fintel die ersten Flächen, die er konsequent in Lebensräume für Wildtiere umgestaltete. Damit war Rethwisch seiner Zeit weit voraus, denn vor 50 Jahren dachten nur wenige Menschen in ökologischen Zusammenhängen.
1990 gründete Haymo G. Rethwisch dann die „WILDTIERLAND gemeinnützige Gesellschaft für ökologische Landschaftskultur und -forschung mbH“. Zu diesem Zeitpunkt standen bereits mehr als 130 Hektar Land für heimische Wildtiere zur Verfügung. 1992 folgte die boco-Stiftung, benannt nach der „boco GmbH & Co. KG“, dem Unternehmen des Stifters. In Fintel war obendrein eine Forschungsstation entstanden, deren Trägerschaft die boco-Stiftung ein Jahr nach ihrer Gründung übernahm. Mitte der 1990er Jahre erwarb die Familie Rethwisch zudem Gut Klepelshagen, in unmittelbarer Nähe zu Wildtierland. Das Gut und seine Gourmet-Manufaktur sind mittlerweile genauso Stiftungseigentum wie Wildtierland. Im Jahr 1999 erhielt die Stiftung dann ihren heutigen Namen: Deutsche Wildtier Stiftung.
Mit der Jahrtausendwende kamen immer neue Aufgabenfelder auf die Deutsche Wildtier Stiftung zu. Die Bandbreite der Themen erweiterte sich von Jahr zu Jahr. Wildtierpolitik und Umweltbildung stehen heute stärker im Vordergrund. Der Ausbau der Forschungsstation Gut Klepelshagen und das Naturerlebnisprojekt Wildtierland in Mecklenburg-Vorpommern haben in den vergangenen Jahren eine wachsende Rolle gespielt.
Die Geschichte der Stiftung war immer sehr eng mit dem Engagement von Menschen verbunden. Zu den Pionieren in der Anfangszeit gehörte die Biologin Dr. Erika Vauk-Hentzelt. Sie hat die Forschungsstation Fintel geleitet. Viele Jugendliche haben bei Frau Dr. Vauk-Hentzelt ein „Freiwilliges Ökologisches Jahr“ (FÖJ) absolviert, wurden bei Diplomarbeiten unterstützt und mit viel Liebe an die heimische Tierwelt herangeführt. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen macht der Biologin auch heute noch viel Freude. Trotz der hervorragenden Arbeit in Fintel schloss die dortige Forschungsstation der Deutschen Wildtier Stiftung 2005, um die Standorte in Hamburg und Klepelshagen zu stärken.
2007 startete die Deutsche Wildtier Stiftung mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ein fünfjähriges Schutzprogramm für den stark bedrohten Schreiadler. Im darauf folgenden Jahr erhielt die Deutsche Wildtier Stiftung Auszeichnungen für ihre Kampagnen „Rettet den Spatz – Gebt ihm ein zu Hause!“ und die Meisterwerk-Kampagne.
Damit sich die Deutsche Wildtier Stiftung auch in Zukunft für unsere heimischen Wildtiere einsetzen kann, benötigen wir Ihre Hilfe. Helfen Sie Rothirsch, Spatz, Feldhase & Co. Mit einer Spende!