Die Gefahr, dass der Ruf der Schreiadler in Deutschland verstummt, ist größer denn je. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg leben nur noch etwa einhundert Brutpaare!
Bitte helfen Sie als Schreiadler-Pate das Überleben des kleinsten heimischen Adlers in Deutschland zu sichern!
Tod im Schreiadler-Horst: Küken gefressen!
Rubrik: News ArchivDramatische Momente vor der Live-Kamera der Deutschen Wildtier Stiftung
Was sich in vielen Schreiadler-Horsten häufig unter Ausschluss der Öffentlichkeit abspielt, konnte in diesem Jahr auf der Website der Deutschen Wildtier Stiftung erstmals per Mausklick verfolgt werden. Im lettischen Naturreservat Teici waren zwei Webcams live geschaltet. „Leider hat sich in beiden Adlerhorsten ein Drama abgespielt“, sagt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. In dem einen Horst waren die Eier unbefruchtet, in dem anderen ist das Küken gefressen worden.
Die Mitarbeiter der Deutschen Wildtier Stiftung warteten 40 Tage lang geduldig darauf, dass die Schreiadler-Küken schlüpfen. „Wir haben beobachtet, dass das Schreiadler-Weibchen die Eier regelmäßig wendet und vom Männchen gefüttert wird, aber der Stichtag zum Schlüpfen des Kükens war Pfingsten bereits um eine Woche überschritten“, sagt Goris. Jetzt gibt es traurige Gewissheit – die Eier waren unbefruchtet! „Dr. Bergmanis, unser Mitarbeiter im Schreiadler-Schutzprogramm, hat über Pfingsten den Horst kontrolliert und dabei traurige Gewissheit erlangt.“ Inzwischen haben auch die Altvögel den Horst verlassen.
Doch es kommt noch schlimmer: Ein weiteres Küken, das in dem anderen Horst bereits vor einigen Tagen geschlüpft war, wurde in der Nacht zu Dienstag von einem Baummarder gefressen. Es trug schon sein Flaumfederkleid und wurde von den Altvögeln regelmäßig mit Mäusen und Fröschen gefüttert. „Das Küken hatte sich bereits prächtig entwickelt“, sagt Goris. „Um die Besucher unserer Website zu erfreuen, hatte Dr. Bergmanis die zweite Kamera über Pfingsten direkt in die Küken-Kinderstube geschaltet – doch die Freude währte nicht lange.“ Am Dienstagmorgen war der Horst ebenfalls leer.
Schreiadler sind sehr selten und stark bedroht. „Der Verlust eines Kükens ist immer furchtbar, denn in Deutschland ist der Schreiadler mit seinen knapp hundert Brutpaaren vom Aussterben bedroht“, sagt Eva Goris.
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