Neues aus Wildtierland

Hier können Sie lesen, welche Aktionen und Ereignisse in Wildtierland Gut Klepelshagen stattgefunden haben.

Besuch von Vertretern der Partei Die LINKE

Klaus Ernst (3. v.re.) und Prof. Dr. Wolfgang Methling (2.v.re.) in Wildtierland Gut Klepelshagen


Im Juli informierten sich Klaus Ernst, MdB, Vorsitzender der Partei Die LINKE und Prof. Dr. Wolfgang Methling, Umweltminister in Mecklenburg-Vorpommern von 1998 bis 2006 für Die LINKE in Wildtierland Gut Klepelshagen über die Arbeit der Deutschen Wildtier Stiftung.


Rettung von Wildtieren aus der Luft mit Oktokopter getestet

Im Rahmen der Mähtodforschung auf dem Gut Klepelshagen wurde Mitte Juni eine neuartige Methode zur Suche nach Wildtieren aus der Luft erprobt. Dazu wurde eine Wärmebildkamera, die von einem ferngesteuerten Fluggerät, dem Oktokopter, getragen wird verwendet. Mithilfe der Kamera können Wildtiere im Offenland detektiert werden. Die beiden Ingenieure Martin Israel und Thomas Schwarzmeier vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die diese Methode entwickelt haben und der Biologe Jens-Peter Kiel,

Leiter des Bereichs Naturschutz und Monitoring der Deutschen Wildtier Stiftung in Wildtierland, begaben sich auf die gemeinsame Suche. Ausgerüstet mit Laptop, GPS und dem sogenannten Oktokopter, einem Helikopter mit acht Rotoren, ging es hinaus auf die hügeligen Grünlandflächen der Endmoränenlandschaft Brohmer Berge.

In fünf Minuten kontrolliert der Oktokopter des Herstellers ascending technologies auf vorprogrammierter Route systematisch bis zu einem Hektar Grünland. So wurden während der frühen und späten Stunden des Tages fast 20 Hektar Ackerfutterfläche nach Kitzen und bodenbrütenden Vögeln abgesucht. Die dabei im Wärmebild gesichteten Kitze konnten nun über die angezeigten Koordinaten mit einem GPS-Gerät zielgerichtet aufgesucht werden. Bei diesem Praxisversuch wurden sieben Kitze gefunden, von denen einige mit Ohrmarken zum späteren Wiedererkennen markiert werden konnten. Die Liegeplätze der Kitze wurden in eine Karte übertragen und die Vegetationsstruktur am Fundort charakterisiert. Ein besonderer Fund war die Beobachtung eines Kitzes beim Säugen im hohen Gras. Weder das Kitz noch die Ricke war vom Boden aus in der dichten Vegetation zu sehen, doch mithilfe der Kamera konnten die drei Forscher das heimliche Geschehen aus der Luft beobachten.

Das Erstaunliche der Methode ist die nicht-invasive Form der Suche. Der Oktokopter summt wie ein Bienenschwarm davon und wird von den Wildtieren nicht als Bedrohung wahrgenommen. Für die Aufnahmen beträgt die Flughöhe 50 Meter. Der Oktokopter kann auch per Hand gesteuert werden und bei Bedarf näher an die Tiere heranfliegen. Wir konnten bei unseren Aufnahmen keine Flucht vor dem Flugobjekt beobachten. Die Oktokopter-Technik ist eine erhebliche Erleichterung zur Rettung von größeren Wildtieren wie beispielsweise den Rehkitzen vor dem grausamen Mähtod.


Fischadler in Wildtierland

Endlich: ein Fischadler-Paar ist unserer Einladung gefolgt und hat sich im Kunsthorst am Hinterwiesenweiher niedergelassen. Allen Anschein nach brüten die Adler. Wir freuen uns auf den Nachwuchs!



Elsbeere in Wildtierland gepflanzt

Die Elsbeere ist Baum des Jahres 2011

Die Elsbeere ist der Baum des Jahres 2011. Grund genug, für die Deutsche Wildtier Stiftung gemeinsam mit der Wildnisschule am Stettiner Haff und der Geschäftsstelle für Zertifizierung außerschulischer Lernorte in MV, eine Elsbeere in Wildtierland zu pflanzen.

Manfred Häusler von der Wildnisschule hat den Baum von Koblentz bei Pasewalk zu Fuß nach Wildtierland gebracht und unterwegs sogar im Wald übernachtet. Am Ostermontag wurde die Elsbeere dann eingepflanzt. 60 Menschen beteiligten sich an der Aktion und ließen den freudigen Anlass mit Kaffee und Kuchen ausklingen.

Die Elsbeere kennen nur noch die wenigsten Deutschen, denn der schöne Baum mit der leuchtend gelben bis rötlichen Herbstfärbung ist hierzulande selten geworden. Dabei eignet sich das Holz der "Ruhrbirne", wie die Elsbeere früher auch genannt wurde, vorzüglich zur Möbelherstellung. Die Früchte der Elsbeere werden vor allem im Elsass zu einem beliebten Schnaps verkocht. Elsbeeren werden 15 bis 20 Meter hoch, die Blüten sind weiß und bilden lockere Dolden. Der Baum des Jahres 2011 kann bis zu 100 Jahre alt werden.


Dr. Dieter Martin, Leiter der Forschungsstation Wildtierland Gut Klepelshagen geht in den Ruhestand

Am 30. März wurde Dr. Dieter Martin nach mehr als 10 Jahren neben- und hauptberuflicher Arbeit für die Deutsche Wildtier Stiftung in den Ruhestand verabschiedet. „Er hat Wildtierland zu dem gemacht, was es heute ist: Ein Paradies für heimische Wildtiere und ein Anziehungspunkt für Menschen, die an Natur interessiert sind“, sagt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. „Auch die Wiederansiedlung der sehr seltenen Trauerseeschwalben haben wir Dr. Martin zu verdanken.“

Aus Anlass der Verabschiedung von Dr. Dieter Martin veranstaltete die Deutsche Wildtier Stiftung gemeinsam mit der Landeslehrstätte für Naturschutz und nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern ein Symposium zum Thema „Waldnaturschutz“ in der Botschaft der Wildtiere in Klepelshagen stattfindet.


Der letzte Schrei?

Die Gefahr, dass der Ruf der Schreiadler in Deutschland verstummt, ist größer denn je. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg leben nur noch etwa einhundert Brutpaare!

Bitte helfen Sie als Schreiadler-Pate das Überleben des kleinsten heimischen Adlers in Deutschland zu sichern!