Dschungel? Wildtierland!

Der 11. GEO-Tag der Artenvielfalt in Wildtierland Gut Klepelshagen

24 Stunden lang erforschten Experten die Artenvielfalt Wildtierlands

Seit 1999 lädt die Zeitschrift GEO jährlich zum GEO-Tag der Artenvielfalt. Experten und interessierte Laien sind aufgerufen zu einer „Inventur“ der heimischen Fauna und Flora. Dabei gilt es, innerhalb von 24 Stunden exakt zu bestimmen und zu dokumentieren, was in einem ausgewählten Untersuchungsgebiet lebt und wächst.

Im Juni 2009 fand die Hauptveranstaltung des 11. GEO-Tags der Artenvielfalt im Naturerlebnisprojekt der Deutschen Wildtier Stiftung statt. 80 renommierte Experten und interessierte Laien fanden an nur einem Tag über 1.800 verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Viele Arten wurden nicht nur zum ersten Mal in Wildtierland Gut Klepelshagen gefunden: Sie sind Erstfunde in ganz Mecklenburg-Vorpommern! Sogar bedrohte Arten konnten nachgewiesen werden. Offensichtlich trägt die wildtierfreundliche Land- und Forstwirtschaft in Wildtierland Gut Klepelshagen Früchte.

Trotz des regnerischen Wetters konnte sich die Ausbeute sehen lassen: Begeistert waren die Fachleute vor allem über den Nachweis der Schleimpilzart Gloetinia juncorum, aber auch über die Schlauchpilzarten Miladina lechitina, Pachyella babingtonii, Mollisia pilosa und Cyathicula starbaeckii, die deutschlandweit auf der Roten Liste zu finden sind. 

Insgesamt erfassten die Forscher 96 Vogelarten. Die vom Aussterben bedrohte Trauerseeschwalbe (Chlidonias niger) ist schon seit Jahren in Wildtierland Gut Klepelshagen heimisch und wurde auch am GEO-Tag der Artenvielfalt mehrfach gesichtet. Außerdem haben die Experten den stark gefährdeten Wendehals (Jynx torquilla) und den gefährdeten Grünspecht (Picus viridis) beobachtet.

Begleitend zu den Veranstaltungen riefen die Deutsche Wildtier Stiftung und GEO zwischen 2006 und 2009 jedes Jahr einen Schülerwettbewerb aus. Eine Vielzahl großartiger Einsendungen erreichte die Jury. Zu den Siegern zählten ein selbst gebasteltes Brettspiel aus Fimo zum Thema Artenvielfalt, ein Herbarium mit selbst gestalteten Forscherbüchern und die Filmreportage über ein Schulgartenprojekt. Alle Gewinnerklassen verbrachten eine aufregende Woche voller Naturerlebnisse in Wildtierland Gut Klepelshagen.


Der letzte Schrei?

Die Gefahr, dass der Ruf der Schreiadler in Deutschland verstummt, ist größer denn je. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg leben nur noch etwa einhundert Brutpaare!

Bitte helfen Sie als Schreiadler-Pate das Überleben des kleinsten heimischen Adlers in Deutschland zu sichern!