Die Gefahr, dass der Ruf der Schreiadler in Deutschland verstummt, ist größer denn je. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg leben nur noch etwa einhundert Brutpaare!
Bitte helfen Sie als Schreiadler-Pate das Überleben des kleinsten heimischen Adlers in Deutschland zu sichern!
Steckbrief Feldhamster
Ordnung: Nagetiere (Rodentia) → Familie: Wühler (Muridae) → Unterfamilie: Hamster (Cricetinae) → Gattung: Hamster (Cricetus) → Art: Feldhamster (Cricetus cricetus)
Wie erkenne ich ihn?
Feldhamster wiegen zwischen 200 und 500 Gramm, sind bis zu 30 Zentimeter lang und haben einen haarlosen Schwanz. Das Fell des Nagers ist vielfarbig und gescheckt. Häufig hat er eine gelbbraun-rötliche Oberseite und einen dunklen Bauch. Es gibt auch ganz helle und fast schwarze Feldhamster. Alle haben Backentaschen – die typischen „Hamsterbacken“ – in denen er Nahrung „hamstert“.
Welche Geräusche gibt er von sich?
Wenn Feldhamster sich angegriffen fühlen, versuchen sie, die Gegner durch lautes Zischen, Fauchen und Knurren einzuschüchtern. Sie können auch fiepen, quieken und brummen: Ihre Lautäußerungen sind recht vielfältig.
Wo lebt er?
Er bevorzugt offene Ackerlandschaft auf Löß- und Lehmböden, lebt auf Getreide- und Rübenfeldern. Doch er legt seinen Bau auch in Kleingärten und Randstreifen circa 1,5 Meter unter der Erde an. Der Bau besteht aus einer Vorratskammer, einem Wohnraum und einem Kotplatz. Über senkrechte Fallröhren lässt er sich in den Bau plumpsen, doch er hat auch flache Eingänge.
Wie kann ich ihn beobachten?
Hamster sind dämmerungs- und nachtaktiv. Deshalb bekommt man das Nagetier aus der Familie der Wühler kaum zu sehen. Außerdem ist der Feldhamster mittlerweile so selten, dass er in ganz Deutschland akut bedroht und streng geschützt ist.
Was frisst er?
Der Allesfresser futtert Getreide und Klee, Kartoffeln und Kohl, Zuckerrüben und Wildkräuter, aber er verschmäht auch Regenwürmer, Käfer und Feldmäuse nicht.
Was bedroht ihn?
Durch die Intensivierung der Landwirtschaft und die industrielle Feldbewirtschaftung ist der Hamster durch die schnelle Ernte vom Hungertod im Winter bedroht. Deshalb kann er nicht genügend Wintervorräte an Ähren- und Körnerresten hamstern, denn Stoppelfelder werden heute meist sofort umgepflügt. Obendrein findet er keine Deckung vor Feinden.
Wiesel und Iltis, Füchse und Katzen, aber auch Bussard, Uhu und Milan zählen zu seinen natürlichen Feinden.
Wie kann ich ihm helfen?
Landwirte können ihre Felder „hamstergerecht“ bewirtschaften, indem sie Klee und Luzerne anbauen, die dem Hamster ganzjährig Nahrung und Deckung bieten. Beim Anbau von Getreide hilft es ihm, wenn ein fünf Meter breiter Erntestreifen pro Hektar stehen bleibt und die Stoppeln erst nach dem 15. Oktober umgepflügt werden. Denn dann hat der Hamster bis zum Winterschlaf genug Deckung gehabt und konnte ausreichend Vorräte sammeln.




