Die Gefahr, dass der Ruf der Schreiadler in Deutschland verstummt, ist größer denn je. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg leben nur noch etwa einhundert Brutpaare!
Bitte helfen Sie als Schreiadler-Pate das Überleben des kleinsten heimischen Adlers in Deutschland zu sichern!
Hätten Sie´s gewusst?
Viele Väter, Rabenmütter und der Mythos vom Osterhasen
Ostern steht vor der Tür. Endlich ist wieder Frühling! Die Sonne scheint jetzt länger und häufiger, die ersten Blumen blühen, die Vögel wollen Hochzeit machen und zwitschern munter. Für den Feldhasen beginnt jetzt die Paarungszeit. Er ist in größeren Gruppen auf Wiesen und Äckern zu beobachten. Es ist auch die Zeit für ein mystisches Tier: Der Osterhase hat Hauptsaison. Traditionell erledigt der Feldhase den Job mit Eier färben und verstecken. Aber was ist dran am Mythos Osterhase? Der Feldhase gibt viele Rätsel auf.
Viele Väter, viele Hasenkinder
Bei der Partnerwahl ist die Häsin resolut! Sie entscheidet, welcher Rammler als Hasenvater in Frage kommt. Dabei geht es immer um das beste Erbgut. Der Hase muss seine Ausdauer und Kraft in spektakulären Wettläufen und Boxkämpfen unter Beweis stellen. Der Partner und Samenspender kann trotz körperlicher Fitness nicht mit der Treue der Häsin rechnen. Selbst innerhalb eines Wurfs kommen Mehrfach-Vaterschaften vor. Innerhalb kürzester Zeit paart sich die Häsin mehrmals. Das allein ist nicht ungewöhnlich: Doch dass sie während der Tragezeit trächtig werden kann und sich Embryonen unterschiedlicher Entwickelungsstadien in ihrer Gebärmutter befinden, ist ein kleines Wunder der Natur. Das nennt man Superfötation. Obwohl Hasen in den ersten Lebenswochen von ihrer Mutter nur einmal täglich wenige Minuten lang gesäugt werden, ist die Häsin keine Rabenmutter. Im Gegenteil: Sie ist nur vorsichtig! Ihre Abwesenheit verhindert, dass Fressfeinde die Junghasen in der Erdmulde entdecken können.
Der Feldhase und die Ostereier
Der Mythos Osterhase hat mehrere Ursprünge. Schon die alten Griechen gaben ihrer Liebesgöttin Aphrodite die fruchtbaren Feldhasen als heiliges Tier an die Seite. Mit ihrem regen Sexualleben und vier Trächtigkeiten mit drei Jungen im Jahr werden Feldhasen ihrem Ruf gerecht. Eier waren schon im Altertum ein Fruchtbarkeitssymbol. All das hat den Hasen mit der Zeit zum Osterhasen gemacht. Den Job als alleiniger „Eierbringer“ hat er jedoch noch nicht so lange. In Westfalen hat früher der Fuchs die Eier gebracht, in der Schweiz der Kuckuck, in Schleswig-Holstein, Oberbayern und Österreich der Hahn und in Thüringen der Storch.
Gesucht: Meister Lampe
Der Rückgang der Feldhasenpopulation hat verschiedene Gründe. Ein wesentlicher Aspekt ist der Verlust geeigneter Lebensräume. Feldhasen brauchen Büsche, Hecken und hohes Gras, um sich zu verstecken. Der Einsatz großer landwirtschaftlicher Maschinen gefährdet Junghasen, die sich bei Gefahr im Gras ducken und auf ihre Tarnung vertrauen. Außerdem werden Feldhasen zu Opfern im Straßenverkehr. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Seit einigen Jahren wächst die Feldhasenpopulation wieder. Dr. Klaus Hackländer stellte im Rahmen seines von der Deutschen Wildtier Stiftung geförderten Habilitationsprojektes fest, dass in Gebieten mit hohem Brachflächenanteil die Anzahl der Feldhasen zunimmt. Denn hier finden Hasenmütter genau die Nahrungspflanzen, die ihre Milch nährstoffreich machen.





