Die Gefahr, dass der Ruf der Schreiadler in Deutschland verstummt, ist größer denn je. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg leben nur noch etwa einhundert Brutpaare!
Bitte helfen Sie als Schreiadler-Pate das Überleben des kleinsten heimischen Adlers in Deutschland zu sichern!
Steckbrief Fischotter
Ordnung: Raubtiere (Carnivora) → Familie: Marderartige (Mustelidae) → Unterfamilie: Otter (Lutrinae) → Gattung: Fischotter (Lutra) → Art: Europäischer Fischotter (Lutra lutra)
Wie erkenne ich ihn?
Der Fischotter hat einen breiten flachen Kopf mit kleinen Augen und Ohren. Die Beine sind, im Gegensatz zum muskulösen Schwanz, sehr kurz. Zwischen den Zehen hat der Otter Schwimmhäute. Das Säugetier wird inklusive des Schwanzes bis zu 1,5 Meter lang und kann zwischen fünf und zehn Kilogramm auf die Waage bringen. Sein Fell ist sehr dicht, wärmend und wasserundurchlässig. Am Rücken ist es dunkelbraun, am Bauch etwas heller und im Bereich von Kehle und Kinn weißgrau.
Welche Geräusche gibt er von sich?
Fischotter sind sehr musikalisch: Pfeifen, Trillern, Knurren, Quieken und Kreischen gehören zu ihrem Repertoire.
Wo lebt er?
Fischotter sind anspruchsvoll und brauchen saubere Gewässer wie natürlich gewachsene Flüsse, Seen oder Bäche, die über eine reiche Ufervegetation verfügen. Überlebenswichtig ist dabei ein Baumbestand mit Höhlen im Wurzelbereich. Hier verbringen Fischotterjunge ihre ersten sechs Lebenswochen. In Deutschland wird der Fischotterbestand auf etwa 700 Tiere geschätzt. Die vitalsten Populationen befinden sich in den neuen Bundesländern: östlich der Elbe im Lausitzer Teichgebiet, im südlichen Teil des Bezirks Frankfurt/Oder sowie in der Mecklenburger/Brandenburger Seenplatte und am Schaalsee (Mecklenburg-Vorpommern/Schleswig-Holstein).
Wie kann ich ihn beobachten?
Um einen Fischotter zu Gesicht zu bekommen braucht es vor allem eine große Portion Glück. In der Morgendämmerung kann der sehr seltene Fischotter bei der Nahrungssuche gesichtet werden. Wird der Fischotter nicht bedroht, sieht man ihn auch tagsüber. Augen auf, wer einen u-förmigen Wasserstrudel bemerkt! Ursache könnte der Schwanz eines Fischotters sein.
Was frisst er?
Überwiegend Fisch, aber auch Mäuse, Muscheln, Krebse, Schnecken oder Frösche und davon insgesamt 500 bis 1000 Gramm täglich: das macht den Fischotter satt.
Was bedroht ihn?
Um zu Überleben braucht der Fischotter weiträumige Landschaften mit natürlich verlaufenden Flüssen, Feuchtwiesen, Auwäldern und Seen. Gerade diese gibt es nur noch selten. Viele Regionen in Deutschland sind durch Straßen und Wege zerschnitten. Tragischerweise scheut der Fischotter Brücken. Er schwimmt nicht unter ihnen hindurch, sondern klettert an Land, überquert die Straße und geht auf der anderen Seite wieder ins Wasser zurück. Diese Wanderungen sind sehr gefährlich – viele Tiere werden dabei zu Verkehrsopfern. Der Fischotter ist auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere!
Wie kann ich ihm helfen?
Neben der Erhaltung und Ausweitung seines Lebensraumes und der Verbesserung der Wasserqualität kann dem Fischotter auch im Straßenverkehr geholfen werden. Zum Unterqueren von Brücken nimmt er von Menschen angelegte Wege im Uferbereich an, die so genannten „Otterstege“. Auch dichte Bepflanzung und Leitzäune verhindern, dass die Tiere auf die Straße laufen und dort überfahren werden. Mit Ihrer Hilfe handeln wir und beseitigen die Gefahrenpunkte an Straßenbrücken. Denn jeder überfahrene Fischotter ist ein großer Verlust. Helfen Sie dem Fischotter und werden Sie sein Pate!


