Die Gefahr, dass der Ruf der Schreiadler in Deutschland verstummt, ist größer denn je. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg leben nur noch etwa einhundert Brutpaare!
Bitte helfen Sie als Schreiadler-Pate das Überleben des kleinsten heimischen Adlers in Deutschland zu sichern!
Hätten Sie´s gewusst?
Kunstflieger mit der schönsten Frisur im Vogelreich
Der Kiebitz hat einen Hang zur Selbstdarstellung und ist dabei einer der coolsten Vertreter unter den Vögeln. Mit großartigen Flugshows, seinen „schä-wit“-Rufen und der charakteristischen Haartolle beeindruckt das Kiebitz-Männchen die holde Kiebitz-Weiblichkeit. Doch auch die Damen haben allerhand drauf. Für das erste Kiebitz-Ei holt die niederländische Königin einen kleinen Schatz aus der Truhe. Gefährliche Nesträuber werden von der Vogelfrau mit dem Drama „Der sterbende Kiebitz“ hinter das Licht geführt.
Tollkühne Flugkünste eines lässigen Fliegers
Gemächlicher Flug, lockerer Flügelschlag! So ziehen Kiebitze am Himmel ihre Bahnen. Man könnte fast meinen, sie geraten vor lauter Entspannung ins Straucheln. Doch weit gefehlt! Plötzlich schießt das Kiebitzmännchen pfeilschnell, laut rufend und mit dem Kopf voran in die Tiefe. Zur Krönung schlägt er in der Luft Purzelbäume. Kurz vor dem Aufprall schafft er es dann, dem sicheren Tod mit ein paar kräftigen Flügelschlägen zu entgehen. „Wit-wit-wit!“ ruft er während des Aufsteigens. Auch sein Flügelschlag ist geräuschvoll. Doch Kiebitze nutzen ihre Flugkünste nicht nur zur Balz, sondern auch zur Verteidigung. Sie attackieren sogar Kühe mit ihren Sturzflügen, wenn die Wiederkäuer dem Gelege der Bodenbrüter zu nahe kommen. Hilft das alles nicht, wird so lange auf dem Rücken der Rindviecher herumgetrampelt, bis der Nachwuchs vor den Hufen gerettet ist.
Der gesellige Flieger und seine kostbaren Eier
Was wäre ein Kiebitz ohne Publikum? Er ist ein geselliges Tier. Während der Brutzeit bilden sich lockere Kolonien aus bis zu 20 Brutpaaren. Den Rest des Jahres über schätzt der Kiebitz auch die Gesellschaft anderer Vögel wie Uferschnepfen oder Rotschenkeln. Die Ehe eines Kiebitz-Paares hält nie länger als eine Saison. Ab März entzückt das Männchen seine auserwählte Kiebitz-Dame mit eindrucksvollen Interpretationen der Show „Nestbau“: Erst drückt er eine Mulde ins Gras, dann wirft er theatralisch Nistmaterial über den Rücken in die Mulde. Vor der Paarung tanzen Kiebitze einen „Pas de Deux“: Sie verbeugen sich viele Male voreinander und spreizen die Schwanzfedern. Kiebitzeier galten früher übrigens als Delikatesse. Angeblich soll die niederländische Königin Beatrix noch heute für das erste Kiebitz-Ei des Jahres dem Eier-Lieferanten ein silbernes Gegenstück dafür geben.
Begabte Schauspieler
Der Kiebitz ist ein gutaussehender Charakterdarsteller. Sein auffälliger, schwarzer Federschopf, die sogenannte Holle, wirkt wie ein Federhütchen auf dem Kopf des gewitzten Tieres. Der schwarze Rücken und die Flügeldecken haben einen prächtigen, metallisch-grünen Schimmer. Als Bodenbrüter ist Kiebitz-Nachwuchs besonders vielen Gefahren schutzlos ausgeliefert. Doch gegen angreifende Raubtiere haben sie eine grandiose Überlebensstrategie parat: Bei Gefahr stoßen die Eltern ein Warnsignal aus. Der Nachwuchs weiß Bescheid und druckt sich regungslos auf den Boden. Das perfekte Tarnkleid macht sie nahezu unsichtbar. Die Eltern spielen jetzt den „Sterbenden Kiebitz“. Hilflos taumeln sie umher, lassen sich fallen oder flattern linkisch hin und her. Raubtiere halten den vermeintlich verletzten Vogel für leichte Beute und lassen sich leicht von den Küken ablenken.



