Steckbrief Gartenkreuzspinne

Gesponnenes Meisterwerk: die Gartenkreuzspinne in ihrem Netz


Ordnung
: Webespinnen (Araneae) → Familie: Echte Radnetz- oder Kreuzspinnen (Araneidae) → Unterfamilie: Echte Radnetzspinnen (Araneinae) →  Gattung: Kreuzspinnen (Araneus) → Art: Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus)

Wie erkenne ich sie?

Wie der Name schon sagt, hat die Gartenkreuzspinne ein aus fünf Flecken bestehendes Kreuz auf dem Hinterleib. Weibchen und Männchen sind schon durch ihre Größe deutlich voneinander zu unterscheiden: SIE kann mit zirka 15 Millimetern dreimal so groß sein wie ER. Die Farbe variiert. In Gebirgsregionen können Gartenkreuzspinnen fast schwarz sein, ansonsten sind sie gelbbraun bis dunkelrot. 

Welche Geräusche gibt sie von sich?

Spinnen können durchaus Geräusche von sich geben. Es handelt sich um brummende, zischende oder kratzende Laute, die der Mensch allerdings nicht hören kann. Sie sollen Fressfeinde abschrecken. Doch Spinnen kommunizieren auch untereinander, z.B. um Paarungsbereitschaft zu signalisieren. Sie erzeugen die Laute mit ihren Gliedmaßen. Die Lautäußerung selbst wird als Stridulation bezeichnet.

Wo lebt sie?

Gartenkreuzspinnen sind weit verbreitet. Die Europäer unter ihnen bauen ihre Netze noch hoch oben am Nordkap in Skandinavien. Andere bevorzugen südliche Gefilde und leben rund ums Mittelmeer. Sie bauen ihre Netze an Waldwegen und Lichtungen und in Gartenhecken und Büschen. Das Radnetz hängt häufig zwischen den Zweigen von Bäumen und Sträuchern.

Wie kann ich sie beobachten?

Die meisten Spinnen sind im Hochsommer von Juli bis September leicht zu beobachten. Sie mögen es allerdings gar nicht, wenn man mit ihrer komplexen Fadenkonstruktion in Berührung kommt. Die kleineren Männchen halten sich eher am Rande des Netzes auf. Sie sind deshalb leicht zu übersehen. Eine Lupe ist bei Spinnen-Exkursionen sehr hilfreich.

Was frisst sie?

Die Gartenkreuzspinne lauert ihrer Beute meist in der Mitte des Netzes auf. Außerhalb des Netzes hat sie Schlupfwinkel, die sogenannten Retraite. Von dort aus ist sie über einen Signalfaden mit dem Netz verbunden. Insekten, die sich in den klebrigen Fäden des Netzes verheddern, registriert sie deshalb sofort. Mit einem Giftbiss lähmt die Spinne ihre Beute, Fliegen und Schmetterlinge, Heuschrecken und Wespen. Dann speichelt sie die Nahrung mit Verdauungssekreten ein, die die Opfer zu Brei auflösen. Der Experte spricht von Außenverdauung. Der nahrhafte Insektenbrei wird dann von der Spinne eingesaugt. Ein kleiner Klumpen unverdaulicher Reste ist alles, was von der Beute übrig bleibt.

Was bedroht sie?

Eigentlich ist eine Spinne im Netz vor Feinden gut geschützt. Doch für Vögel sind Spinnen eine willkommene Mahlzeit, die sie im Vorbeifliegen mal eben aus dem Netz picken können. Allerdings haben Spinnen einige Abwehr-Tricks drauf: Sie können das Netz in heftige Schwingungen versetzen und sich so Feinden gegenüber „unsichtbar“ machen.

Wie kann ich ihr helfen?

Gartenkreuzspinnen sind nicht gefährdet. Trotzdem ist die Art nach der Bundesartenschutz-Verordnung geschützt. Zerstören Sie nie mutwillig ein Netz und lassen Sie den Spinnen ihren Lebensraum. Sie bedanken sich auf ihre Art und fangen Ihnen lästige Schädlinge und Plagegeister weg.

Der letzte Schrei?

Die Gefahr, dass der Ruf der Schreiadler in Deutschland verstummt, ist größer denn je. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg leben nur noch etwa einhundert Brutpaare!

Bitte helfen Sie als Schreiadler-Pate das Überleben des kleinsten heimischen Adlers in Deutschland zu sichern!