Steckbrief Rothirsch

Freiheit für den Rothirsch! – Er wandert viel und ausgedehnt


Ordnung:
Paarhufer (Artiodactyla) → Familie: Hirsche (Cervidae) → Unterfamilie: Altwelthirsche (Plesiometacarpalia) → Gattung:  Rothirsche (Cervus) → Art: Rothirsch (Cervus elaphus)

Wie erkenne ich ihn?

Der ausgewachsene Rothirsch ist mit einer Schulterhöhe von bis zu 130 Zentimetern und einem Gewicht von maximal 250 Kilogramm das größte heimische Wildtier. Hirschkühe sind gut ein Drittel kleiner als die Männchen und tragen kein Geweih. Die weiblichen Tiere werden deshalb in der Jägersprache auch als Kahlwild bezeichnet. Der Begriff Rothirsch leitet vom rotbraunen Sommerfell ab. Im Winter ist es graubraun.

Welche Geräusche gibt er von sich?

Das Röhren brunftiger Hirsche ist sicherlich die bekannteste Lautäußerung männlicher Tiere. Rotwild kommuniziert jedoch mit einer Reihe sehr unterschiedlicher Laute. Kälber stoßen kurze, rhythmische Laute aus, wenn sie sich wohl fühlen.

Wo lebt er?

Rothirsche unternehmen gern ausgedehnte Wanderungen und sind ursprünglich in offenen Landschaften unterwegs. Sie legen mitunter über 100 Kilometer in wenigen Tagen zurück. Durch die Zerschneidung der Landschaft durch Straßen und Siedlungen, fehlende Ruhezone und erhöhten Jagddruck ziehen sich Rothirsche heute jedoch in die Wälder zurück. In den meisten Bundesländern dürfen Rothirsche nur in amtlich ausgewiesenen Verbreitungsgebieten vorkommen.

Wie kann ich ihn beobachten?

Es gibt eine Reihe von Rotwildgebieten in Deutschland. Vielerorts, wie im Naturerlebnisprojekt der Deutschen Wildtier Stiftung in Wildtierland, im südöstlichen Mecklenburg-Vorpommern werden geführte Ansitze angeboten. Die beste Beobachtungszeit ist während der Brunft im Herbst. In vielen Rotwildgebieten finden dann Veranstaltungen statt.

Was frisst er?

Rothirsche sind Wiederkäuer und reine Pflanzenfresser. Auf ihrem Speiseplan stehen vor allem Gräser. Sie fressen jedoch auch Kräuter und Knospen, Blätter und Baumrinde, Eicheln und Bucheckern sowie Ackerfrüchte wie Kartoffeln, Rüben, Mais und Hafer.

Was bedroht ihn?

Früher waren Bären und Wölfe eine Gefahr für den Rothirsch. Heute hat er in freier Wildbahn kaum Feinde und muss nur den Jäger und den Straßenverkehr fürchten.

Wie kann ich ihm helfen?

Die Deutsche Wildtier Stiftung fordert: Freiheit für den Rothirsch! Denn von ihm wird erwartet, dass er sich an Grenzen hält, die die Bundesländer verordnen. Außerhalb dieser -Rotwildverbreitungsgebiete müssen die Tiere erlegt werden. Auch Ruhezonen und ein Nachtjagd-Verbot werden von der Deutschen Wildtier Stiftung für den Rothirsch gefordert. Unterstützen Sie die Stiftung und Sie helfen so dem größten heimischen Wildtier.

Der letzte Schrei?

Die Gefahr, dass der Ruf der Schreiadler in Deutschland verstummt, ist größer denn je. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg leben nur noch etwa einhundert Brutpaare!

Bitte helfen Sie als Schreiadler-Pate das Überleben des kleinsten heimischen Adlers in Deutschland zu sichern!