Die Gefahr, dass der Ruf der Schreiadler in Deutschland verstummt, ist größer denn je. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg leben nur noch etwa einhundert Brutpaare!
Bitte helfen Sie als Schreiadler-Pate das Überleben des kleinsten heimischen Adlers in Deutschland zu sichern!
Steckbrief Schreiadler
Wie erkenne ich ihn?
Der Schreiadler ist der kleinste in Deutschland heimische Adler und misst nur 61 bis 66 Zentimeter, bei einer Flügelspannweite zwischen 146 und 168 Zentimetern. SIE ist bis zu 800 Gramm schwerer als ER kann maximal 2,2 Kilogramm wiegen. Mit seinen geraden, brettartigen Flügeln ist der Schreiadler ein typischer Vertreter seiner Art. Das Federkleid des Schreiadlerpaares ist überwiegend schokoladenfarbig mit einem hellen Kopf, Nacken und Oberflügeldecken. Charakteristisch ist die v-förmige, weiße Binde auf den Schwanzfedern.
Welche Geräusche gibt er von sich?
Schreiadler – da ist der Name natürlich Programm. Er ist der ruffreudigste unter den Adlern. „Tjück, tjück, tjück“ diesen klangvollen Ruf stoßen die Eltern vor allem bis zum Schlüpfen der Jungtiere aus. Beim Girlandenflug, dem Balzflug der Schreiadler, ähnelt der Ruf des Männchens einem lang gezogenen Pfiff oder Quietschen: „Wiiiik“!
Wo lebt er?
Ein Schreiadler ist ein empfindsames Wesen. An seinen Lebensraum stellt er die allerhöchsten Ansprüche. Nur in großen, ruhigen, strukturreichen und unzerschnittenen Laub- und Mischwäldern mit einem hohen Grundwasserspiegel fühlt sich der Schreiadler wohl. Damit er ausreichend Gelegenheit zu Jagd hat, sollte sich an das Bruthabitat ein wenig bewirtschaftetes Feuchtgrünland anschließen.
Dementsprechend klein ist das spezielle Brutgebiet des Schreiadlers im eng besiedelten Europa noch: es erstreckt sich vom Nordosten Deutschlands (daher auch der Name „Pommernadler“ über Weiß- und Westrussland bis nach Moskau. Weitere Vorkommen erstrecken sich vom Baltikum bis zum Balkan. Jedes Jahr im September macht er sich auf eine gefährliche, an die 10.000 Kilometer weite Reise ins südliche Afrika, um dort zu überwintern.
Wie kann ich ihn beobachten?
Schreiadler sind akut vom Aussterben bedroht! Die verbleibenden Horste werden geheim gehalten. Ein Schreiadler-Tourismus muss auf jeden Fall vermieden werden. Es besteht nicht nur die Gefahr, den sensiblen Vogel zu stören und damit den Nachwuchs zu gefährden, sondern auch Eier- und Jungvogeldiebe könnten ihr Unwesen treiben.
Was frisst er?
Kleinsäuger wie junge Hasen, Wühlmäuse, Kleinvögel und Amphibien fressen junge wie erwachsene Schreiadler. Kurioserweise jagt der Flugkünstler überwiegend zu Fuß und trägt seine Beute im Schnabel davon.
Was bedroht ihn?
2007 brüteten in Deutschland nur noch 103 Paare. Damit zählt der Schreiadler zu den vom Aussterben bedrohten Arten und steht auf der Roten Liste. Grund für den dramatischen Rückgang seit dem 19. Jahrhundert ist vor allem der Verlust des Lebensraums. Der Mensch nutzt die Natur zu intensiv für die Land- und Forstwirtschaft. Hierzu wird unter anderem der Grundwasserspiegel gesenkt und der Schreiadler findet zu wenig Nahrung. Kriminelle stellen auch heute noch Greifvögeln und ihren Eiern nach. Dazu gehört auch die illegale Haltung von Schreiadlern.
Wie kann ich ihm helfen?
Um den Schreiadler zu retten unterhält die Deutsche Wildtier Stiftung ein umfassendes Schutzprogramm. Im Vordergrund steht vor allem die Sicherung und Optimierung des Lebensraums und der Zugwege. Als Sofortmaßnahme greift das Schutzprogramm mit dem Jungvögelmanagement unterstützend in den speziellen Brutvorgang der Schreiadler ein. Helfen Sie der Deutschen Wildtier Stiftung den faszinierenden Adler zu retten und werden Sie Pate für einen Schreiadler!



