Die Gefahr, dass der Ruf der Schreiadler in Deutschland verstummt, ist größer denn je. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg leben nur noch etwa einhundert Brutpaare!
Bitte helfen Sie als Schreiadler-Pate das Überleben des kleinsten heimischen Adlers in Deutschland zu sichern!
Hätten Sie´s gewusst?
Immobilienhai, Tuning und ein antiker Unglücksvogel
Was wäre der Wald ohne den Schwarzspecht? Sicherlich um so manche Art ärmer. Die Höhlen der Spechte beziehen auch andere, seltene Wildtiere. Um dieser wichtigen Aufgabe gerecht zu werden, ist auch der Schwarzspecht ein Meisterwerk der Natur. Stoßdämpfer, Widerhaken und Hornhaut an ungewöhnlicher Stelle machen den Specht zu einem einzigartigen Vogel. Kein Wunder, dass schon die alten Griechen und Römer den punkigen Schwarzspecht verehrten – und fürchteten.
Intelligenter Immobilienhai und Recyclingkönig
Keine Spechtart ist so intelligent, wie der Schwarzspecht: Schon seine Rufe sind vielfältiger als die seiner Kollegen. Intelligent ist auch der Siedlungsplan von Mutter Natur. Denn das Wichtigste für die junge Liebe eines Spechtpaares, ist die gemeinsame Wohnungssuche. Gegenseitig zeigen sich verliebte Schwarzspechte ihre schon vorhandenen Höhlen oder zimmern sich in hämmernder Eintracht einen Neubau. Die Gestaltung des Interieurs ist übrigens die Sache des Männchens. Und da Schwarzspechte sich meistens nur einen Sommer lang treu sind, bleiben genügend Immobilien zur Weitervermietung frei. Bis zu 60 verschiedene Arten ziehen als Nachmieter in die Baumhöhlen. Darunter viele bedrohte Arten wie der Siebenschläfer, die Hohltaube, die Schellente, der Waldkauz, der Baummarder sowie verschiedene Fledermausarten. Damit hat der Schwarzspecht als Zimmermann des Waldes eine Schlüsselposition im Ökosystem Wald inne.
Sein zweites Standbein hat der Schwarzspecht in der Recyclingbranche. Bei der Nahrungssuche zerkleinert er morsches Totholz und beschleunigt so den Nährstoffkreislauf des Waldes.
„Getunter“ Presslufthammer mit gefährlicher Zunge
Mit rund 15 Anschlägen pro Sekunde hämmert der heimwerkende Waldbewohner mit seinem Schnabel ins Holz. Damit er von dieser Höchstleistung weder Verletzungen, noch Kopfschmerzen davon trägt, schützen ihn in Kopf und Schnabel integrierte Stoßdämpfer. Vermutlich ist der Schwarzspecht kein guter Küsser. Widerhaken und Hornhaut an der Zunge ermöglichen es ihm, verletzungsfrei Beutetiere aus Holzritzen hervorzuziehen.
Punker der Antike
Mit dem knallroten Irokesenschnitt voran! So fechten Schwarzspecht-Männchen ihre Revierkämpfe aus. Wechselseitig treiben sich die Kontrahenten spiralförmig den Stamm hinauf. Dabei strecken und schwenken sie ihren auffälligen Kopfschmuck. Reichen diese Drohgebärden nicht aus, können ausgefochtene Scheinduelle schnell in tatsächliche Hackkämpfe übergehen. Auch der lateinische Name des Schwarzspechts zeigt sich kämpferisch: Dryocopus martius ist vom römischen Kriegsgott Mars abgeleitet. Und kein geringerer als der Schwarzspecht war es, der der Sage nach Romulus und Remus, gemeinsam mit der Wölfin, mit Nahrung versorgte. Im antiken Griechenland galt der Schwarzspecht als Orakelvogel. Seine Rufe und Flugbahnen sagten den alten Griechen die Zukunft voraus. Ein schwarzer Specht von links verhieß übrigens Unglück!



