Die Gefahr, dass der Ruf der Schreiadler in Deutschland verstummt, ist größer denn je. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg leben nur noch etwa einhundert Brutpaare!
Bitte helfen Sie als Schreiadler-Pate das Überleben des kleinsten heimischen Adlers in Deutschland zu sichern!
Steckbrief Schwarzspecht
Ordnung: Spechtartige (Piciformes) → Familie: Spechte (Picidae) → Unterfamilie: Echte Spechte (Picinae) → Gattung: Schwarzspechte (Dryocopus) → Art: Schwarzspecht (Dryocopus martius)
Wie erkenne ich ihn?
Wie zu vermuten ist das Gefieder des Schwarzspechts einfarbig schwarz. Auffällig sind der kräftige, gelbliche Schnabel und der knallrote Scheitel des Männchens. Das „Käppchen“ des Weibchens ist etwas kleiner und sitzt nur am Hinterkopf. Der Schwarzspecht ist krähengroß und damit der größte einheimische Specht. Der Schwarzspecht fliegt oft in einem wellenförmigen Bogenflug. Mit seinen raschen Flügelschlägen erinnert er im Flug an den Eichelhäher.
Welche Geräusche gibt er von sich?
Schwarzspechte „trommeln“: Dabei hacken sie mit schnellen Schlägen an abgestorbenen Ästen. Ein Trommelwirbel dauert etwas zwei bis drei Sekunden und besteht aus etwa 40 Einzelschlägen! Durch das Trommeln, verbunden mit weithin hörbaren Rufen, zeigen die Tiere – ihrer Konkurrenz oder dem Objekt ihrer Begierde ihren Standort an: Sie signalisieren, dass dieser Platz besetzt ist oder werben eine Partnerin. Kennen Sie auch die Rufe des Schwarzspechtes? Lernen Sie ihn verstehen:
- Standortruf
- Flugruf
- Balz- und Revierruf
- Typische Rufreihe
- Trommelwirbel
Wo lebt er?
In Deutschland ist der Schwarzspecht in großen Wäldern allgemein verbreitet. Allerdings benötigt er dicke, glattrindige und astfreie Baumstämme für seine Höhlen, die bis 60 Zentimeter tief sein können. Am liebsten zimmert der Specht seine Höhlen in alte Kiefern oder Buchen. In die Höhle legt das Weibchen im April vier Eier, die zwölf bis 14 Tage von beiden Elternteilen bebrütet werden. Nach weiteren vier Wochen werden die Jungen flügge. Ein Spechtpaar braucht viel Platz: 500 bis 1200 Hektar misst ein Spechtrevier.
Wie kann ich ihn beobachten?
Als erstes werden höchstwahrscheinlich Ihre Ohren auf den Schwarzspecht aufmerksam. Doch wer geduldig ist und sich ruhig verhält, der kann aus gebührendem Abstand auch mit einem Fernglas das Leben einer Schwarzspechtfamilie beobachten.
Was frisst er?
Der Schwarzspecht ist ein Insektenliebhaber. Sein Leibgericht sind Ameisen. Daneben goutieren ihm auch andere Holzbewohner wie Insektenlarven, Käfer oder Spinnen.
Was bedroht ihn?
Der vergleichsweiße große Schwarzspecht hat nur wenige natürliche Feinde. Gefährlich sind für ihn jedoch z.B. der Marder, der Habicht und der Uhu. Bedrohter ist die Spechtart durch die Möbel- und Papierindustrie. Um den menschlichen Holzbedarf zu decken, werden Rotbuchen, die bis zu 350 Jahre alt werden können, schon nach 140 Jahren gefällt. Die Folgen: Es mangelt an Tot- und Altholz und damit an für den Höhlenbau geeigneten Bäumen. Das gefährdet nicht nur den Schwarzspecht, sondern auch andere Arten! Denn der Schwarzspecht ist eine Schlüsselart im Wald, da er als Einziger Baumhöhlen großer Dimensionen zimmert, die auch von anderen Arten als „Nachmieter“ bewohnt werden.
Wie kann ich ihm helfen?
Wichtigste Schutzmaßnahme für den Schwarzspecht und damit für alle seine „Nachmieter“ ist der langfristige Schutz der Höhlenbäume. Obwohl sie rechtlich geschützt sind, werden sie oft übersehen und gefällt. Um sie bis an ihr natürliches Lebensende zu erhalten, markiert die Deutsche Wildtier Stiftung Schwarzspecht-Höhlenbäume und arbeitet dabei mit Förstern und Waldbesitzern zusammen. Helfen Sie der Deutschen Wildtier Stiftung bei ihrer Schwarzspechtarbeit und werden sie Spechtbaum-Pate!



