Die Gefahr, dass der Ruf der Schreiadler in Deutschland verstummt, ist größer denn je. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg leben nur noch etwa einhundert Brutpaare!
Bitte helfen Sie als Schreiadler-Pate das Überleben des kleinsten heimischen Adlers in Deutschland zu sichern!
Steckbrief Schwarzstorch
Ordnung: Schreitvögel (Ciconiiformes)→ Familie: Störche (Ciconiidae) → Unterfamilie: Typische Störche (Ciconiinae) → Gattung: Eigentliche Störche (Ciconia)→ Art: Schwarzstorch (Ciconia nigra)
Wie erkenne ich ihn?
Er ist etwas kleiner als der Weißstorch, hat überwiegend schwarzes Gefieder, das je nach Lichteinfall einen metallischen grünlich-violetten oder kupferfarbenen Glanz hat. Nur seine Brust, der Bauch und die Unterschwanzdeckfedern sind weiß. Beine und Schnabel sind rötlich. Seine Flügelspannweite kann zwei Meter erreichen. Ausgewachsene Tiere wiegen bis zu drei Kilogramm.
Welche Geräusche gibt er von sich?
Der Schwarzstorch ist äußerst stimmbegabt. Er klappert wie der Weißstorch, doch sein Repertoire an lauten und leisen Rufen geht weit darüber hinaus. Sein sehr lautes, melodisches „fliie-höö“ ist ein typischer Balzruf, aber er kann auch aggressiv fauchen und in Angstsituationen ein tiefes „uuuaaa“ von sich geben.
Wo lebt er?
Er braucht urwüchsige, reich strukturierte und feuchte Wälder. Extensiv genutzte Wiesen und kleinere Fließgewässer sind wichtige Nahrungshabitate für den Schwarzstorch. Er meidet weites Offenland und die Nähe des Menschen. Zwischen 7.800 und 12.000 Brutpaare leben in Europa – das ist etwa die Hälfte des Weltbestandes. Rund 500 Brutpaare siedeln in Deutschland. Der Langstreckenzieher überwintert im östlichen und westlichen Afrika, wohin er im August aufbricht.
Wie kann ich ihn beobachten?
Schwarzstörche brüten bereits wieder häufiger in Deutschland. Sie sind sehr störungsempfindlich, deshalb werden die Brutgebiete geheim gehalten. Es besteht die Gefahr, dass er sein Brutgeschäft sofort abbricht, wenn er sich gestört fühlt.
Was frisst er?
Kleinere Fische, Amphibien und Wirbellose spielen bei der Ernährung eine große Rolle. Wasserinsekten wie Schwimm- und Wasserkäfer, Larven von Libellen und Köcherfliegen stehen ebenfalls auf seinem Speiseplan. Schwarzstörche verschmähen auch Moose und Wasserpflanzen nicht.
Was bedroht ihn?
Zu seinen natürlichen Feinden zählen Baum- und Steinmarder, aber auch Vögel wie Kolkrabe, Uhu und Habicht. Wegen seines schwarzen Gefieders wurde der Schwarzstorch als Verkünder von Unglück, Krankheit und Krieg gefürchtet und Jahrhunderte lang vom Menschen verfolgt. Heute spielt der Verlust von Lebensräumen durch das Trockenlegen von Feuchtgebieten und die Intensivierung der Landwirtschaft eine wesentliche Rolle.
Wie kann ich ihm helfen?
Auf einer Fläche von 15.000 Hektar in der nördlichen Lüneburger Heide verbessert die Deutsche Wildtier Stiftung gemeinsam mit dem Niedersächsischen Forstamt Sellhorn die Lebensbedingungen für den Schwarzstorch. Dort werden Brutplätze geschaffen, Nahrungsteiche und Tümpel angelegt und Kunsthorste als Nisthilfen aufgestellt. Das zweijährige Projekt wird wissenschaftlich begleitet, um die Erkenntnisse auch auf andere Brutplätze übertragen zu können.


