Die Gefahr, dass der Ruf der Schreiadler in Deutschland verstummt, ist größer denn je. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg leben nur noch etwa einhundert Brutpaare!
Bitte helfen Sie als Schreiadler-Pate das Überleben des kleinsten heimischen Adlers in Deutschland zu sichern!
Hätten Sie´s gewusst?
Von wegen „Dreckspatz“ und „Spatzenhirn“
Mit Staubbädern befreit der Spatz sein Gefieder von Parasiten. Dabei haben die Menschen ihn beobachtet und als „Dreckspatz“ beschimpft. Doch Spatzen sind sehr reinliche Vögel. Gern nehmen sie auch ein Bad im kühlen Nass. Bei der Nestpflege ist er ebenfalls pingelig: Schmutz wird umgehend entfernt. Auch mit der Bezeichnung „Spatzenhirn“ tun ihm die Menschen unrecht. Sein Gehirn ist sehr leistungsfähig. Da der Spatz sich gut anpasst, muss sein Gehirn auf die verschiedenen Situationen flexibel reagieren können.
Treu wie ein Spatz
Spatzen bleiben meist ihr Leben lang mit einem Partner zusammen. Beim Nestbau übernimmt er das Zimmern, sie die Innenausstattung. Ein kunstvoller Architekt ist der Spatz allerdings nicht. Sein Nest wirkt irgendwie zusammengeschustert. Als Baumaterial nimmt er, was er kriegen kann: Stroh, Heu, Haare und Federn, aber auch Kunststoffreste. Nur eins ist ihm wichtig: Die Nistmulde für den Nachwuchs muss schön weich ausgepolstert sein. So treu wie seinem Partner ist der Spatz übrigens auch seinem Nistplatz. Die Küken schlüpfen nach zwei Wochen Brutzeit und wiegen nur zwei Gramm. Damit sind sie nicht einmal so schwer wie ein Stück Würfelzucker. Während der Aufzucht fliegen die Eltern täglich bis zu 400 Mal ins Nest, um die gefräßigen Jungvögel pro Tag mit etwa 250 Insekten zu füttern. Spatzen ziehen in einem Jahr bis zu vier Bruten auf. Trotzdem überleben nur 20 Prozent der Jungspatzen ein volles Jahr.
Obdachlos und bedroht
Wer heute einen Spatzen sieht, kann sich glücklich schätzen. In den meisten Regionen Deutschlands ist der Spatzenbestand in den letzten 25 Jahren um bis zu 50 Prozent zurückgegangen. Deshalb steht der sympathische Vogel bereits auf der Vorwarnstufe der Roten Liste. Ein Grund dafür ist der Verlust an Brutplätzen, z.B. durch Gebäudesanierungen. Der kleine Höhlenbrüter findet keine Nischen mehr, in denen er sich niederlassen kann. Andere Gründe sind der Nahrungsmangel durch die veränderte Landwirtschaft, der Rückgang offener Nutztierhaltung und teilweise auch die Zunahme des Straßenverkehrs. Dabei können gerade Garten- und Hausbesitzer viel für den Spatz tun, indem sie Nisthilfen anbringen und heimische Sträucher und Büsche pflanzen.
Spatzenkinder brauchen Insekten
Der Spatzennachwuchs braucht eiweißreiches Insekten-Futter wie Käfer, Blattläuse und Larven, um groß und stark zu werden. Mit Brot- und Kuchenkrümeln kommen Spatzenkinder nicht zurecht. Während der Pflanzzeit im Herbst gehen Jungvögel auf Wohnungssuche. Sie inspizieren Mauernischen, andere Hohlräume und Nistkästen auf der Suche nach Brutmöglichkeiten. Ein artenreicher Garten mit Hecken aus heimischen Sträuchern wie Weißdorn, Hartriegel und Heckenrosen sieht nicht nur schön aus: Er hilft dem kleinen Vogel auch. Hier findet er Verstecke und gleichzeitig ein reichhaltiges Nahrungsangebot mit Insekten und Früchten. Gartenbesitzer sollten Wildpflanzen, zumindest in einigen Ecken und an Wegen, stehen lassen, denn hier finden Vögel fast das ganze Jahr über Nahrung.



