Steckbrief Wasserfrosch

Stimmgewaltiger Teichbewohner: der Wasserfrosch


Ordnung:
Froschlurche (Anura) → Familie: Echte Frösche (Ranidae) → Unterfamilie: Haarfroschverwandte (Astylosterninae) → Gattung: Frösche (Rana) → Art: Wasserfrosch (Rana esculenta)

Wie erkenne ich ihn?

Der gras- bis dunkelgrüne Wasserfrosch wird bis zu zwölf Zentimeter lang. Auf dem Rücken hat er dunkle Flecken und oft eine helle Linie. Die weiße Bauchseite hat eine graue Marmorierung. Er ist auch unter dem Namen Teichfrosch bekannt.

Welche Geräusche gibt er von sich?

Für seine stimmgewaltigen Quak-Konzerte hat er zwei weißliche Schallblasen, die er an den Mundwinkeln aufbläst. Der Wasserfrosch kann abgehackt meckern, aber auch anhaltend schnarren. Von Ende Mai bis in den August hinein ist er besonders häufig zu hören. Je wärmer es wird, desto lauter und häufiger quaken die Frösche.

Wo lebt er?

Der Wasserfrosch gehört zu den häufigsten Amphibien in Deutschland. Er ist in Europa weit verbreitet. Lediglich in Südost- und Nordeuropa sucht man ihn vergebens. Er bevorzugt flaches Land: In Höhen über 300 Meter tummelt er sich nur selten. Am wohlsten fühlt er sich an kleineren und mittleren Seen und Teichen mit vielen Pflanzen.

Wie kann ich ihn beobachten?

Am Uferrand, im seichten Wasser und auf Seerosen sitzt der Wasserfrosch gern in der Sonne. Schattige Gewässer dagegen meidet er. Während der Paarungszeit von April bis Juni unternimmt der Frosch auch ausgiebige Landgänge. Bei diesen Wanderungen wird er häufig zum Verkehrsopfer beim Überqueren von Straßen.

Was frisst er?

Als Kaulquappe bevorzugt der Wasserfrosch zunächst pflanzliche Nahrung, die er mit seinen scharfen, hornigen Kiefern abraspelt. Später nimmt er tierische Nahrung wie Wasserflöhe, Insektenlarven, Regenwürmer, Schnecken und kleinere Amphibien zu sich. Er lauert an der Wasseroberfläche und fängt sie dann mit einem sportlichen Sprung oder durch plötzliches Zuschnappen.

Was bedroht ihn?

Der Wasserfrosch hat viele Feinde. Die Kaulquappen werden von räuberischen Wasserkäfern und Fischen gefressen. Die Frösche stehen bei Raubfischen, Ringelnattern, Graureihern und vielen anderen Vögeln auf der Speisekarte. Auch Fischotter nehmen gern einen Frosch-Snack ein. Die größte Gefahr droht durch das Trockenlegen oder die Verschmutzung der Gewässer. Wandernde Jungfrösche werden häufig auf der Straße überfahren.

Wie kann ich ihm helfen?

Froschtunnel und Krötenwanderwege in der Nähe von Laichgewässern retten viele Frösche vor dem Verkehrstod. Auch die Sportfischerei kann sich auf Froschpopulationen verheerend auswirken, wenn die Gewässer für die Angler mit größeren Fischen besetzt werden. Die Verschmutzung von Laichgewässern ist unbedingt zu vermeiden.

Der letzte Schrei?

Die Gefahr, dass der Ruf der Schreiadler in Deutschland verstummt, ist größer denn je. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg leben nur noch etwa einhundert Brutpaare!

Bitte helfen Sie als Schreiadler-Pate das Überleben des kleinsten heimischen Adlers in Deutschland zu sichern!