Liberaler Aufwind für Rotmilan und Fledermaus

Koalitionsvertrag in NRW stoppt den Ausbau der Windkraft zu Lasten der Wildtiere

Die Deutsche Wildtier Stiftung fordert einen Baustopp für Windenergieanlagen im Wald

Keine Windenergieanlagen im Wald ist eine zentrale Forderung der Deutschen Wildtier Stiftung - damit Wildtiere nicht zum Opfer der Energiewende werden!

Hamburg, 15. Juni 2017

Über 25.000 Windenergieanlagen drehen mittlerweile in Deutschland ihre Rotoren. Da der Raum knapp wird, haben viele Bundesländer sogar Waldgebiete für den Bau von Windenergieanlagen geöffnet. Opfer dieser Politik sind Schwarzstorch, Rotmilan und Fledermaus. Sie kollidieren mit den Anlagen oder geben ihre Brutplätze wegen zunehmender Störungen auf. „Keine Windenergieanlagen im Wald ist eine zentrale Forderung der Deutschen Wildtier Stiftung“, sagt Alleinvorstand Professor Dr. Fritz Vahrenholt.
Die neue Koalitionsregierung in Nordrhein-Westfalen hat jetzt ernst gemacht: Sonderbaurechte für Windenergieanlagen in Waldgebieten wird es künftig nicht mehr geben. Damit müssen Windenergieanlagen - wie andere Industrieprojekte auch - ein detailliertes Genehmigungsverfahren durchlaufen. „Das ist das faktische Aus für die Windenergieanlagen im Wald und damit die Rettung für Wildtiere in unseren Wälder“, bewertet Professor Vahrenholt die Entscheidungen im Koalitionsvertrag zwischen CDU und FDP.
Besonders die FDP hat sich gegen die zunehmende Zerstörung von Landschaften und die Bedrohung von Wildtieren stark gemacht. „Jetzt setzen wir auf den FDP-Vorsitzenden Christian Lindner mit Blick auf die politischen Weichenstellungen im Bund.“
Die Deutsche Wildtier Stiftung fordert einen Baustopp für Windenergieanlagen in allen Wäldern Deutschlands. Nur so werden Wildtiere nicht zum Opfer der Energiewende! Jahr für Jahr verenden allein 250 000 Fledermäuse und über 12 000 Greifvögel.