Friedländer Große Wiese muss Wildtierparadies bleiben!

Gibt es noch Hoffnung oder steht die Friedländer Große Wiese doch vor einem ökologischen GAU?

Hamburg, 16. Januar 2019

Einzigartiger Lebensraum

Das etwa 250 Quadratkilometer große Niederungsmoor am Galenbecker See im Osten von Mecklenburg-Vorpommern ist einer der wichtigsten Lebensräume für Zugvögel in Norddeutschland. Hier rasten jährlich Hunderttausende Kraniche und Wildgänse, erholen sich von ihren Langstreckenflügen und suchen Nahrung auf Ackerflächen und Wiesen. Die Friedländer Große Wiese ist ganzjährig ein großartiger Lebensraum für zahlreiche Wat- und Wasservögel!

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Alle Kriterien für Schutzgebiet-Status erfüllt

Doch jetzt steht das Vogelparadies erneut kurz vor dem Aus. Zwölf Windkrafträder, jedes über 200 Meter hoch, sollen hier gebaut werden. Die Deutsche Wildtier Stiftung und der NABU MV haben bereits per Anwalt eine Einwendung gegen das Vorhaben eingereicht.
Der Streit um die Friedländer Große Wiese dauert bereits seit Jahren an: Wie lange müssen Natur- und Artenschützer noch kämpfen, bis endlich eine Entscheidung gegen den Windpark und zugunsten des Artenschutzes getroffen wird?
„Die Friedländer Große Wiese erfüllt eindeutig alle Kriterien eines Vogelschutzgebietes und sollte längst gemäß der EU-Vogelschutzrichtlinie geschützt sein“, so Professor Dr. Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. „Die Landes- und Bundesregierung hätten längst handeln und eine Entscheidung gegen den Windkraftausbau fällen müssen, um das wertvolle Vogel-Habitat für die Zukunft zu bewahren.“

Feldgänse fühlen sich auf der Friedländer Große Wiese wohl. Hier können die Vögel rasten und finden Nahrung (Foto: Tetzlaff)

"Artenschutz vor Bebauung - Natur vor Profit"!

Noch bis zum 23. Januar 2019 können Bürger ihre Stellungnahmen gegen die Ausweisung eines Windeignungsgebietes beim Regionalen Planungsverband abgeben. „Je mehr Bürger sich gegen die Windkraft auf der Friedländer Große Wiese positionieren, desto besser“, sagt Vahrenholt. Einen Teilerfolg durch eine Stellungnahme konnte die Deutsche Wildtier Stiftung bereits erzielen. „Eines der zwei geplanten Windeignungsgebiete auf der Fläche wurde aufgrund unserer eingereichten ornithologischen Hinweise aus der Planung genommen.“
Jetzt gilt es am Ball zu bleiben, nicht locker zu lassen – so der Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. Die Bürgerinitiative Freie Friedländer Wiese kämpft seit Jahren um den wertvollen Lebensraum. „Artenschutz vor Bebauung – Natur statt Profit“ lautet ihr Motto. Diesen Sonnabend soll es eine letzte Mahnwache in Ferdinandshof geben, um die Öffentlichkeit für eine artenreiche Zukunft einer „Freien Friedländer Wiese" aufzurütteln.