Rettet den Spatz

Kleine Spatzen-Retter

Über unser Projekt

Die Deutsche Wildtier Stiftung setzt sich mit ihrem Projekt „Rettet den Spatz!“ für den Schutz des Haussperlings ein. Mit der Janosch-Spatzenkiste werden der Spatz und seine Gefährdung zu einem Thema in der Naturbildungsarbeit mit Kindern. Diese Vogelerlebnis-Kiste kann deutschlandweit von Kitas und Schulen ausgeliehen werden. In Hamburg und Berlin werden Kita- und Grundschulkinder in konkreten Projekten für das Thema sensibilisiert und in die Umsetzung von Schutzmaßnahmen mit eingebunden.

Warum hat es der Spatz schwer?

Dem Spatz fehlen Nahrung und Nistmöglichkeiten – vor allem in der Stadt. Denn die modernen Entwicklungen im Siedlungsbereich machen ihm das Leben schwer. Neue und sanierte Gebäude mit glatten Fassaden bieten keine Nischen, die als Brutplatz dienen können.
Als Hauptursache für seinen Bestandsrückgang gilt jedoch der Mangel an Insekten als notwendige Nahrung für die Jungen. Naturnahe, „verwilderte“ Grünflächen und einheimische Vegetation werden immer weniger. Exotische Pflanzen und artenarmes Einheitsgrün sind für Spatzen jedoch nutzlos, denn sie bieten keine Nahrung für heimische Insekten. Zusätzlich lässt der Einsatz von Pestiziden die Insektennahrung knapp werden.

Durch Naturbildung zum Spatzen-Retter

Ein Ziel der Deutschen Wildtier Stiftung ist es, langfristig der Naturentfremdung von Kindern entgegenzuwirken. Der Spatz eignet sich hervorragend für die Naturbildungsarbeit, denn einerseits ist er durch seine vorwitzige Art und sein Auftreten in Gruppen bekannt und beliebt. Andererseits gehen seine Bestände zurück und Schutzmaßnahmen sind erforderlich.

Rettet den Spatz

Der Spatz ist mein Lieblingsvogel!

Janosch

Unsere Projekte:

Die Janosch-Spatzenkiste - Hamburger Spatzenretter - Berliner Spatzenretter

Lernen mit dem Spatz

Wir zeigen Kindern die Welt des Spatzen – denn nur was sie kennen und schätzen, werden sie auch schützen. Mit der Janosch-Spatzenkiste lernen Kinder die Vögel vor ihrer Haustür kennen. Diese Vogelerlebniskiste kann von Kitas und Grundschulen für sechs Wochen ausgeliehen werden. Neben Wissenswertes zum Spatz, Ideen für Unterrichtsaktionen, Spielen und Kopiervorlagen bietet die Janosch-Spatzenkiste viele praktische Anregungen, wie man gemeinsam mit den Kindern unseren gefiederten Nachbarn helfen kann. Durch das Aufhängen von sogenannten Spatzen-Reihenhäusern (speziell für Spatzen entwickelte Nisthilfen) und die insekten- und vogelfreundliche Gestaltung ihres Schulhofs oder Kita-Gartens kann aktiver Artenschutz betrieben werden. Indem sich die Kinder spielend mit dem Spatz und anderen Vögeln beschäftigen, lernen sie die ökologischen Zusammenhänge kennen.

Handbuch zur Janosch-Spatzenkiste
Das Handbuch enthält Vorschläge und Anleitungen zur Materialverwendung der Janosch-Spatzenkiste im Unterricht oder Kita-Alltag, Wissenswertes zum Spatz, Erklärung von Spielen, Anregungen und Tipps wie mit einer Kindergruppe der Spatz erforscht werden kann, Lieder und Texte etc.

Handbuch zur Janosch-Spatzenkiste

  • Handbuch zur Janosch-Spatzenkiste
    Handbuch zur Janosch-Spatzenkiste

    Autor: Deutsche Wildtier Stiftung

    Jahr: 2018

    Herunterladen

Naturbildungsmappe „Die Spatzen pfeifen’s von den Dächern!“
In unserer Naturbildungsmappe finden Pädagogen weiterführende Inhalte, Kopiervorlagen und vorgefertigte Unterrichtsblätter, um Kindern im Vor- und Grundschulalter den Spatz näher zu bringen.

Naturbildungsmappe Die Spatzen pfeifen's von den Dächern

  • Naturbildungsmappe "Die Spatzen pfeifen's von den Dächern"

    Autor: Deutsche Wildtier Stiftung

    Jahr: 2018

    Herunterladen
Die Janosch-Spatzenkiste im Einsatz

Bestellung der Janosch-Spatzenkiste
Sie können die Janosch-Spatzenkiste telefonisch unter Telefon: 040 970 7869-0 oder per E-Mail: Spatz@DeWiSt.de bestellen. Die Kosten für die 6-wöchige Ausleihe betragen 25 Euro zzgl. 14,99 Euro Rückversandkosten. Zusammen mit der Janosch-Spatzenkiste erhalten Sie eine Rechnung und einen Retourschein für den Rückversand mit der Deutschen Post.

Feedback von Pädagogen

„Die Spatzenkiste hat uns sehr viel Spaß gemacht. Unsere Kita-Kinder haben viel gelernt und bewegen sich draußen sehr viel aufmerksamer, herzlichen Dank!“ (Kindergarten der ev.-luth. Friedenskirche, Hamburg Jenfeld)

Leihmaterial mit Verbleib in der Janosch-Spatzenkiste

  • Anleitung: Das Handbuch zur Janosch-Spatzenkiste mit Vorschlägen und Anleitungen zur Materialverwendung der Spatzenkiste im Unterricht oder Kita-Alltag, Wissenswertes zum Spatz, Erklärung von Spielen, Anregungen und Tipps, wie mit einer Kindergruppe der Spatz erforscht werden kann, Lieder und Texte etc.
  • Zum Spielen: Würmersuche, Gedächtnisspiel, Nesterbau, Orientierung auf dem Vogelzug
  • Zum Anfassen: echtes Spatzennest, Federn, Knochen, nachgebildete Spatzeneier, lebensgroße Haussperlingsfigur, Spatzenpfeife
  • Zum Unterscheiden: Körner als Spatzennahrung
  • Zum Verstehen: CD mit Vogelstimmen und dazugehörige Bestimmungsbücher
  • Zum Basteln: Vorlagen für einen lebensgroßen Papier-Spatz und für ziehende Vögel
  • Weiterführende Materialien: Spatzen-Handpuppe zur Einführung des Themas für kleinere Kinder, Becherlupen um sich Insekten oder die Nahrung der Spatzen näher anzusehen, Fernglas für Spatzenbeobachtungen, Kompasse für Draußenaktivitäten

Geschenkartikel zum Verbleib in der Schule oder Kita

Für jedes Kind:

  • Postkarte „Rettet den Spatz!“ vom Kinderbuchautor Janosch

Für die Schule oder Kita:

  • DIN A2-Poster „Rettet den Spatz!“ vom Kinderbuchautor Janosch
  • Pflanzensamen als Nahrung des Spatzen – zum Anschauen, Verfüttern oder Aussäen
  • Singvogel-Bastelvorlagen: 5 Arten in Originalgröße
  • Ratgeber zu den Themen Vogelfütterung, Fährten und Spuren, Wildbienen, Greifvögel, Erste Wildtierhilfe und Schmetterlinge der Deutschen Wildtier Stiftung
  • Spatzen-Flyer

Hamburger Spatzenretter

2017 bis 2019: Der Spatz braucht Deine Hilfe!
Unter dem Projekttitel „Der Spatz braucht Deine Hilfe!“ möchten wir Hamburger Schüler für den Spatz und die heimische Vogelwelt begeistern, denn die Hamburger Spatzen pfeifen längst nicht mehr von allen Dächern. Dank der Förderung durch die BürgerStiftung Hamburg können wir in den Schuljahren 2017/2018 und 2018/2019 jeweils sechs Grundschulen in Hamburg ein kostenloses Naturbildungsangebot ermöglichen. Der Fokus liegt auf der vogelfreundlichen Gestaltung des Schulgeländes und den damit verbundenen Naturerfahrungen für die Schüler. Der Spatz soll nicht nur buchstäblich auf den Schulhof, sondern vor allem in den Unterricht einziehen, damit die Kinder ein (Verantwortungs-)Bewusstsein für die Natur vor ihrer Haustür entwickeln. Naturerfahrungen und Naturbildung tragen dazu bei, dass Kinder sich zu starken Persönlichkeiten entwickeln, die die Natur als Lebensgrundlage achten. Denn nur was man kennt und schätzt, wird man auch schützen.

Ein Jahr mit dem Spatz

Der Spatz soll die Kinder über mindestens ein Jahr hinweg im Unterricht und Schulalltag begleiten. Dadurch beschäftigen sie sich kontinuierlich auf verschiedene Weise mit dem Thema. Wir empfehlen, das Projekt klassen- und fächerübergreifend durchzuführen. Zu Beginn des Projekts findet in den Schulen eine Fortbildung der Pädagogen/innen durch die Umweltpädagogin Anke Jörck statt. Sie informiert über den Spatz, seine Gefährdung und Schutzmöglichkeiten, stellt die Janosch-Spatzenkiste und deren Einsatzmöglichkeiten vor und gibt Tipps für die Unterrichtsgestaltung. Am Ende wird das Schulgelände gemeinsam begutachtet, um zu besprechen, was bei der Anbringung von Nisthilfen, dem Aufstellen des Futterhäuschens und dem Einpflanzen der Sträucher beachtet werden muss und wo die einzelnen Elemente am besten ihren Platz finden können.

Projektumfang

  • Projektstartschuss mit einer etwa 3-stündigen Fortbildung aller interessierten Pädagogen/innen durch die Umweltpädagogin Anke Jörck in der jeweiligen Schule
  • Die Ausleihe der Janosch-Spatzenkiste über die Projektlaufzeit

Geschenkartikel zum Verbleib in der Schule

  • Zwei Bausätze für die Nisthilfe „Spatzen-Reihenhaus“
  • Ein Pflanzen-Set mit vogelfreundlichen Sträuchern – fertig zum Einpflanzen
  • Ein Vogelfutterhaus inkl. Vogelfutter

Die Materialien bilden die Grundlage für die Umsetzung des Projekts und sollen den Lehrer/innen den Einstieg in das Thema erleichtern.

Ein Jahr der Spatzenbegleitung

Was bisher geschah...

Die Schüler/innen der sechs Grundschulen halten ihre Erfahrungen und Erlebnisse, die sie das Jahr über gemacht haben, in „Spatzen-Tagebüchern“ fest. Es wurden vogelfreundliche Sträucher, Blumen und Bäume gepflanzt, Nisthilfen gebaut, Futterhäuser aufgestellt, Vogelfutter selbst gemacht, Vögel regelmäßig beobachtet, Vogelstimmenrätsel veranstaltet, Spatzen gemalt und gebastelt, Samentüten zusammengestellt und verschenkt, Schulgärten als grüne Klassenzimmer genutzt, sogar Pläne zur komplett naturnahen Umgestaltung des gesamten Schulgeländes geschmiedet und vieles mehr.
Teamgeist und Kooperationsbereitschaft werden gestärkt, wenn die Schüler gemeinschaftlich die Nisthilfen bauen, für die Fütterung der Vögel verantwortlich sind und die Pflanzen gemeinsam einpflanzen und pflegen. Neben gezielten Unterricht auf dem vogelfreundlich gestalteten Außengelände, kommen die Kinder auch in den Pausen ungezwungen und ganz nebenbei in Kontakt mit den Pflanzen und Tieren, wodurch die Naturbeziehung unbewusst verstärkt wird. Die am Projekt beteiligten Pädagoginnen und Pädagogen bestätigen dies: Bei den Kindern hat sich das Bewusstsein für die Natur vor ihrer Haustür deutlich erhöht und sie haben ein Verantwortungsgefühl für die auf dem Schulhof lebenden Vögel entwickelt.

Feedback aus der Elbinselschule
„Zum Projektstart kamen die Umweltpädagogin Anke Jörck, die Deutsche Wildtier Stiftung und die BürgerStiftung Hamburg als Projektförderer in den Schulgarten der Elbinselschule Wilhelmsburg. Anke Jörck gab eine extra Stunde „Vogelkunde“ und wir erhielten die Janosch-Spatzenkiste sowie die Sträucher, Blumen und Bäume. Gemeinsam wird die Insektennahrung eingepflanzt. Schülerfrage: Schmecken die Blüten auch Würmern?
Später finden die Kinder in der Spatzenkiste die Figur eines Spatzen. Wir sprechen über Merkmale des Spatzen und malen diesen anhand einer Schablone aus der Kiste oder frei aus der Hand. Schülerfrage: Sehen alle Spatzen gleich aus?
Im Januar ging es um die Nahrung und die Frage „Was fressen Spatzen außer Würmer und Insekten? Dazu wurden die verschiedenen Körner aus der Spatzenkiste angeschaut und bestimmt. Erdnüsse wurden auf Draht aufgezogen und anschließend in die Bäume auf dem Schulhof gehängt. Auch die Viertklässler wollten uns dabei unterstützen und hängten selbst gebastelte Futterketten im Schulgarten auf. Das Futterhaus wurde im Winter regelmäßig befüllt und wir stellten Vogelfutter sogar selbst her: Kokosfett und Vogelfutter wurden gemixt und zu einer Kugel geformt.
Im März wurden die Spatzenreihenhäuser von den Erst- bis Drittklässlern zusammen gebaut. Mit Hilfe von Kompass und Zollstock planten die Drittklässler die Standorte für die Nisthilfen. Das erste Reihenhaus wurde an einen Baum vor das Klassenfenster gehängt, das zweite Haus an unser Häuschen im Garten. Für die Kinder waren die Nisthilfen ein Highlight und immer spannend zu beobachten, ob und wer denn nun wohl einziehen mag. Selbst in den Pausen und nach der Schulzeit wollten viele nochmal gucken, was sich denn getan hat. Eines der Häuser wurde schließlich von Meisen besetzt. Das Treiben im Spatzenreihenhaus wurde von den Kindern regelmäßig beobachtet.
Im April wurden Spatzenmobile für die Klassenzimmer und Spatzen aus Karton für die Fensterscheiben gebastelt. „Damit die Vögel nicht gegen die Scheiben klatschen“, sagt Merjorie aus der vierten Klasse. Im Kunstunterricht wurden sogar richtige Spatzenkunstwerke gebastelt und gemalt, die im Mai bei der „Kunstnacht an der Elbinselschule“ präsentiert wurden. Die Bilder fanden große Zustimmung bei den Schülern und Erwachsenen!“

Feedback aus der Stadtteilschule Wilhelmsburg
„Das Spatzenprojekt ist eine sinnvolle und interessante Lerneinheit für unsere Schüler/innen, denen oft der Bezug zur Natur fehlt und für die umweltpädagogische Themen umso notwendiger sind. Viele Kinder verbringen immer weniger Zeit draußen in der Natur und haben kaum Kontakt zu der Flora und Fauna und den Wildtieren unserer Region. Durch die Spatzenkiste und das vorhandene Material konnte den Kindern der Bezug zur Pflanzenwelt, die eng im Zusammenhang mit den Vögeln und Insekten steht, verständlich gemacht werden. Wir werden das Spatzenprojekt an der Stadtteilschule Wilhelmsburg weiterführen und hoffen, damit die Spatzenpopularität erhöhen zu können und den Schüler/innen dadurch ein Stück mehr Naturbildung mitzugeben. Vielen Dank, dass wir dabei sein durften!“

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Foto links: Die Nistkästen wurden von den Drittklässler und Umweltbotschaftern zusammengebaut.
Foto mitte: Samentüten wurden zusammengestellt und von den Umweltbotschaftern in den Klassen an interessierte Mitschüler verteilt.
Foto rechts: Der Janosch-Spatz hängt im Klassenzimmer der 3d der Stadtteilschule Wilhelmsburg.

Feedback aus der Clara-Grunwald-Schule
„Wir begannen in der Giraffenklasse (Vorschule 1./2.), indem wir uns die Modellfigur vom Spatz anschauten. Die Figur wurde in die Mitte des Sitzkreises gestellt und schnell gingen die Finger hoch. Es kamen Äußerungen wie „ Oh, ein Adler!“ oder „Wie süß, darf ich den mitnehmen?“. Hinter dem Rücken drückte ich dann auf die Spatzenpfeife, welche die Kinder aufhorchen ließ. Einige kannten das Geräusch und konnten es dem Vogel zuordnen. Ein Kind der Gruppe (19 Kinder) konnte den Vogel als Spatz benennen, was die Relevanz der Beschäftigung mit diesem Thema widerspiegelt.
So wurde das Thema der kommenden Wochen benannt mit der Information, dass die Anzahl des Spatzen immer weiter abnimmt. Auf die Frage, warum dies wohl so sei, war die häufigste Antwort „Weil Menschen ihn grillen wollen.“ Ein weiteres Beispiel, das die Bedeutung der Beschäftigung mit diesem Thema aufzeigt. Einige Kinder kamen auf das nicht vorhandene Futter. Bei Betrachtung des Posters, auf dem der Spatz auf der Parkbank sitzt, kamen die Kinder darauf, dass der Lebensraum des Spatzen beschränkt wird.
Die größeren Kinder haben bereits zu Beginn die Nistkästen und das Futterhaus zusammen gebaut und unser Hausmeister hat es mit einigen Kindern am Schulgarten aufgehängt, in dem sich auch die Pflanzen der Fortbildung befinden.
Meine Klasse war dann zuständig das Futterhaus gefüllt zu halten. Dafür gibt es nun einen wöchentlichen Dienst in der Klasse 2-3 Kinder machen sich mit der Leiter und dem Futter auf den Weg und befüllen das Haus. Für die Kinder ist dies ein Highlight!
In den folgenden Stunden behandelten wir ausschließlich das Material der Kiste und des Handbuches. Dabei achteten wir auf eine Balance zwischen praktischen Umsetzungen und den Erfahrungen draußen. Vor allem die Momente draußen, in denen wir die Vögel beobachtet haben, Futter suchten oder die Pflanzen pflegten prägten die Kinder.“

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Unsere Partner und Förderer

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Berliner Spatzenretter

In Berlin geht es ihm noch gut – dem Haussperling. Ganz anders als in anderen Großstädten wie München, Hamburg oder Köln. Er profitiert in Berlin von der Strukturvielfalt auf engstem Raum: Hecken als Versammlungsplätze, Parkanlagen und Cafés als Nahrungsgebiete und oft eine marode Gebäudesubstanz mit vielen Nischen und Überhängen, in denen er geschützt ein Nest bauen kann. Damit Berlin die „Hauptstadt der Spatzen“ bleibt, sollte bei der notwendigen Gebäudesanierung auch auf den Erhalt von Nistplätzen geachtet werden.

Da in Berlin viele Grundschulen auf dem Sanierungsprogramm stehen, setzen wir mit dem Projekt genau dort an.

Der Spatz verknüpft Naturbildung mit Naturschutz

Vogelexpertin findet mit Architekten Lösung
Das Projekt "Berliner Spatzenretter" startete mit unseren Partnern der Stiftung Naturschutz Berlin, der Digitalagentur Dotfly und Loupefilm im Frühjahr 2018. Es wird unterstützt von der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.
Ein umfassendes Monitoring an über 50 sanierungsbedürftigen Grundschulen in allen Berliner Bezirken legte den Grundstein. Die Erfassung zeigte, dass neben dem Haussperling auch andere Gebäudebrüter wie Star, Mehlschwalbe und Mauersegler Nistmöglichkeiten an einigen Schulen gefunden haben.

Der Spatz sollte eine Sanierung nicht verzögern, sondern von Beginn an Beachtung finden

Vogelschutzexpertin & Projektleitung Claudia Wegworth

Berliner Schüler und Lehrer werden Spatzenretter
Pädagogische Fachkräfte und ihre Schülerinnen und Schüler von den 15 am Projekt teilnehmenden Grundschulen werden dieses Jahr zu Spatzenpaten ausgebildet. Unsere Janosch-Spatzenkiste wird nach den Sommerferien für den Unterricht vier Wochen lang kostenlos zur Verfügung gestellt. In Workshops wurden die Pädagogen zum Thema Spatz bereits geschult und vorgefertigte Lehr- und Lernmaterialen, Spiele und Forschungsaufgaben zum Spatz vorgestellt. Schüler beobachten ihre Spatzen auf dem Schulgelände, begleiten die Sanierung ihrer Schule und nehmen so ihre Umwelt bewusster wahr. Sie lernen nicht nur etwas über die Lebensweise der Vögel in der Großstadt, sondern sie sind auch gefordert, selbst Verantwortung zu übernehmen und aktiv zu werden, um das Überleben ihrer Spatzenpopulation zu sichern. Die Vogelschutzexpertin und Projektleiterin Claudia Wegworth führt Pädagogen, Schülerinnen und Schüler gemeinsam über das Schulgelände und zeigt ihnen Möglichkeiten auf, wie es für den Spatz noch attraktiver gestaltet werden kann.

Berliner Spatzenretter-Plakette als Auszeichnung

Die Auszeichnung mit der Plakette „Berliner Spatzenretter“ wird für eine besondere Verantwortung und ein ausgezeichnetes Engagement der Schule für ihre Spatzen verliehen.

Weitere Informationen zum Projekt unter www.Berliner-Spatzenretter.de

Unsere Partner

  • Stiftung Naturschutz Berlin
  • DotFly
  • Loupefilm

Unsere Förderer

  • Deutsche Postcode Lotterie
Spatz

Spatz

Der Spatz sucht als sogenannter Kulturfolger die Nähe zum Menschen. Er lebt in enger Nachbarschaft zu uns und profitiert von menschlichen Strukturen.

Zum Steckbrief
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