Luchs - Rückkehr in den Pfälzerwald

Ein Projekt zur Wiederansiedlung

Ein Luchs im Pfälzerwald

Der Pfälzerwald soll wieder Heimat für den Luchs werden. Zusammen mit den französischen Nordvogesen, bildet er ein rund 310.000 Hektar umfassendes und waldreiches Biosphärenreservat. Ein idealer Lebensraum für den Luchs. Mit finanzieller Hilfe durch die Europäische Kommission wird die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz bis zum Jahr 2020 bis zu 20 Luchse aus Wildfängen auswildern. Die Deutsche Wildtier Stiftung ist Partner in diesem ehrgeizigen Projekt.

Luchs und Mensch

Die wichtigste Voraussetzung für einen dauerhaften Erfolg des Luchsprojektes ist die Akzeptanz der Menschen vor Ort für die Rückkehr dieses faszinierenden Raubtieres. So sind die Sorgen von Schafhaltern, die um ihre Tiere fürchten, genauso ernst zu nehmen, wie die der Jäger, die Angst um ihr Wild haben. Auch Wanderer und Spaziergänger, die Luchs-Angriffe fürchten, müssen aufgeklärt werden. Um Vorurteile abzubauen, wurde ein projektbegleitendes Gremium - das deutsch-französische „Luchsparlament“ - eingerichtet. Parallel dazu wird mit Luchsfesten, Ausstellungen und Exkursionen umfassend über das faszinierende „Pinselohr” informiert.

Luchse im Pfälzerwald

Auswilderung der Pinselohren

Im Luchsprojekt Pfälzerwald werden 20 Luchse ausgewildert, die nicht aus Gehegen, sondern aus freier Wildbahn stammen. Die Tiere werden in der Slowakei und in der Schweiz eingefangen, wo die Population stabil ist. Hinsichtlich ihrer Genetik werden die Luchspopulationen im Vorfeld untersucht. Die gefangenen Tiere werden mit Sendern ausgestattet, um Wanderbewegungen und Lebensweisen zu erfassen. Diese Sender fallen nach einem festgelegten Zeitraum vom Hals der Tiere ab. Zusätzlich werden die Tiere gechipt, um sie später einwandfrei identifizieren zu können. Nach dem Fang, den notwendigen Untersuchungen und einer Quarantänezeit in einem Auffanggehege geht es für die Luchse dann in die Freiheit des Pfälzerwaldes.

Auswilderung des Patenluchses "Luna"

Zum Auftakt des Projekts wurden am 30. Juli 2016 im Pfälzerwald drei Luchse aus der Slowakei, darunter auch der Patenluchs der Deutschen Wildtier Stiftung "Luna", in die Freiheit entlassen. Vorsichtig öffneten die Biologen die Transportboxen der scheuen Raubkatzen. Die Tiere zögerten nur Sekunden, verschwanden dann neugierig im Dickicht des Waldes. "Jetzt kommt es drauf an, ob sich die Luchse in ihrer neuen Heimat schnell eingewöhnen", so ein Biologe der Deutschen Wildtier Stiftung.

Die Luchsauswilderung im Video

Wissen rund um den Luchs

Das Projekt im Pfälzerwald soll Wissenslücken schließen und neue Erkenntnisse zum Luchs bringen. Durch das Auswerten der Sender und Fotofallen, persönlicher Beobachtungen vor Ort sowie Untersuchungen möglicher Totfunde werden viele Informationen zusammenkommen. Sie tragen dazu bei, herauszufinden, wo sich die Tiere aufhalten, wie groß ihre Streifgebiete sind, ob sie sich erfolgreich paaren, was sie fressen und wie sie auf den Menschen und sein Handeln in ihrem Lebensraum reagieren. Dieses Wissen wird helfen, zukünftig noch erfolgreicher an der Auswilderung von Luchsen in Deutschland und Europa zu arbeiten.

Luchs

Steckbrief Luchs

Der Luchs hat ein fantastisches Hörvermögen. Seine Haarpinsel an den Ohrenspitzen und sein auseprägter Backenbart unterstützen ihn dabei.

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Totholz bietet zahlreichen Tieren Lebensraum.

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