Fragen und Fakten

„Wie verwendet die Deutsche Wildtier Stiftung meine Spende?“, „Ist die Deutsche Wildtier Stiftung eine Tierschutzorganisation?“ – Antworten auf diese und andere Fragen rund um die Stiftung finden Sie auf den folgenden Seiten. Auch stellen wir hier einige Falschbehauptungen richtig, die vereinzelt in Publikationen erhoben und von der Online-Enzyklopädie Wikipedia übernommen wurden. Falls Sie nicht fündig werden oder weitere Fragen haben, können Sie sich gern unter info@deutschewildtierstiftung.de oder über unser Kontaktformular mit uns in Verbindung setzen.

IN WIKIPEDIA STEHEN BEHAUPTUNGEN, DIE EIN SCHLECHTES LICHT AUF DIE DEUTSCHE WILDTIER STIFTUNG WERFEN. HIER SIND DIE FAKTEN:

Die hier verwendete Zitate aus Wikipedia sind auf dem Stand von Mitte Oktober 2019. Da die Artikel immer wieder von Wikipedia-Autoren geändert werden, kann es sein, dass einige davon nicht mehr der aktuellen Version entsprechen.

Im Internet kursieren einige Gerüchte und Falschbehauptungen über die Deutsche Wildtier Stiftung. Im Prinzip ist das nichts Besonderes, viele bekannte Organisationen müssen mit so etwas leben. In unserem Fall sind es einige kompromisslose Verfechter der Windkraft, die versuchen uns in ihren Publikationen zu diskreditieren. Ihnen missfällt, dass die Deutsche Wildtier Stiftung sich gegen Windkraftanlagen in Wäldern und in empfindlichen Naturgebieten ausgesprochen hat. Leider werden Behauptungen aus solchen Pamphleten auch in der freien Enzyklopädie Wikipedia kritiklos zitiert. Im Fokus steht dabei unser Vorstand Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, der als Gegner der erneuerbaren Energien und als „Kohle-Mann“ hingestellt werden soll.

In Wahrheit war Vahrenholt einer der Pioniere der Windkraft. Bei der Deutschen Shell AG leitete er die Sparte der Erneuerbaren Energien. Ab 2001 leitete er das Windkraftunternehmen REpower Systems. Von Februar 2008 bis Juli 2012 war er Vorstandsvorsitzender des RWE-Tochterunternehmens RWE Innogy, einem der führenden Investoren in Windkraftwerke. Vahrenholt war in den 90er-Jahren Umweltsenator von Hamburg und veröffentlichte in den 70er-Jahren eines der wirkungsvollsten Bücher der damals noch jungen Umweltbewegung („Seveso ist überall“).

Unter dem Punkt „Kritik“ heißt es in Wikipedia: „Der Stiftung wird vorgeworfen, eine industriefinanzierte Astroturfing-Organisation zu sein, die sich nur als Umweltschutzorganisation tarne, deren eigentliches Ziel aber der Kampf gegen die Energiewende sei.“ Die Formulierung „wird vorgeworfen“ vermeidet es, Ross und Reiter zu nennen. Wer wirft uns das vor? Wir kennen diese Falschbehauptung lediglich aus einzelnen Websites und Zeitschriften, die keinesfalls eine verbreitete Meinung wiedergeben. „Astroturfing“ kommt aus dem Englischen und bezeichnet Tarnorganisationen, die eine versteckte Agenda haben. Die Passage in dem Wikipedia-Artikel will damit insinuieren, dass es uns nicht um den Schutz von Wildtieren geht, sondern um die Energiewende (mehr dazu hier).

Schon ein kurzer Blick auf unsere umfangreichen Naturschutzaktivitäten für Wildbienen, Feldhamster, Luchse, Wildkatzen, Schreiadler, Trauerseeschwalben usw. , unser Engagement in der Naturbildung, im Naturfilm, bei der Sicherung von Flächen für den Naturschutz und unseren wildtiergerechten Gutsbetrieb in Klepelshagen macht deutlich, dass wir keine „Tarnorganisation“ sind.

Die nächste Unterstellung folgt sogleich: „Die Zeitung ,Kontext‘ recherchierte, dass enge Verbindungen zum Energiekonzern RWE bestehen. Unter anderem ist Vorstand Vahrenholt ehemaliger RWE-Vorstand, zudem gibt es gemeinsame Projekte zwischen der Deutschen Wildtier Stiftung und RWE und 2017 gab es auch finanzielle Zuwendungen von RWE für die Wildtierstiftung. Die Höhe der Spenden ist unbekannt.“ Wiederum wird verschwiegen, dass Vahrenholt nicht für die Kohlesparte von RWE tätig war, sondern für die Windkraft. Dass „die Höhe der Spende unbekannt“ sei, stimmt nicht. Die Deutsche Wildtier Stiftung hat den Betrag veröffentlicht (presseportal.de/pm/37587/4103673). Es handelte sich um 1.000 Euro. Siehe auch Absatz: Hat die Deutsche Wildtier Stiftung Spenden der Kohleindustrie erhalten?

Als Nächstes wirft uns Wikipedia vor: „Kritisiert wird in diesem Zusammenhang zudem, dass sich die Deutsche Wildtier Stiftung im Gegensatz zu anderen Naturschutzverbänden nicht gegen die Abholzung des Hambacher Waldes durch RWE wendete.“ Wieder wird suggeriert, die Deutsche Wildtier Stiftung stünde heimlich mit der Kohleindustrie im Bunde. Tatsache ist: Die Deutsche Wildtier Stiftung hat begrenzte Ressourcen und muss Schwerpunkte setzen. Dies gilt für jede Organisation. Der Vorwurf, man würde dieses oder jenes Thema vernachlässigen, ist rein subjektiv. Wir überlegen uns sehr genau, wo wir mit unserer Kompetenz am nötigsten gebraucht werden und am meisten für die Wildtiere erreichen können (mehr dazu hier).

Grundsätzlich begrüßt die Deutsche Wildtier Stiftung die Nutzung Erneuerbarer Energien. Sie sollten jedoch nicht zu Naturzerstörungen führen, wie es heute teilweise der Fall ist. Windkraft? Ja. Aber nicht in den Wäldern und nicht in empfindlichen Natur- und Schutzgebieten. Biogas? Ja. Aber nicht ausschließlich auf Grundlage von Mais, sondern besser auf Basis von Reststoffen, Wildpflanzenanbau und Gülle.

Weiterhin wird bemängelt, dass die Deutsche Wildtier Stiftung Tiere zum „Tier des Jahres“ wählt, die gar nicht bedroht sind. Offenbar hat der Wikipedia-Autor den Sinn der 1992 ins Leben gerufenen Aktion „Tier des Jahres“ nicht verstanden. Es geht dabei darum, öffentliche Aufmerksamkeit auf ein heimisches Tier zu lenken. Dies kann aus unterschiedlichsten Gründen wichtig sein. Einer davon ist, dass die Art bedroht ist. Wir lenken mit dieser Aktion den Fokus aber auch auf Tiere, die zum Beispiel kaum wahrgenommen werden, besonders unbeliebt sind oder aus unserer Sicht ein falsches Image haben.

Schließlich bemängelt Wikipedia noch, dass wir in einer Publikation schrieben, etwa 100.000 Rehkitze würden jedes Jahr dem Mähtod zum Opfer fallen. Diese Zahl sei „erfunden“. Diese Zahl ist nicht „erfunden“, sondern basiert mangels aktueller Studien auf Schätzungen aus der Vergangenheit. Bereits 1979 ging L. Kittler in einer jagdwissenschaftlichen Arbeit von 90.000 betroffenen Rehkitzen pro Jahr aus. Seitdem ist die Rehpopulation in Deutschland gestiegen, und durch die Wiedervereinigung wurde die Agrarfläche Deutschlands erheblich erweitert.

WARUM BERICHTIGT DIE DEUTSCHE WILDTIER STIFTUNG DIESE FALSCH-BEHAUPTUNGEN NICHT?

Wikipedia ist eine überaus wertvolle freie Enzyklopädie, die für viele Millionen Menschen eine Quelle des Wissens darstellt. Vieles wird in Wikipedia verlässlich und objektiv beschrieben. Doch bei manchen Themen kommt es zu Verzerrungen und Falschdarstellungen, weil einige Aktivisten in den Reihen der Wikipedia-Autoren sich berufen fühlen, bestimmte Personen oder Organisationen mit allen Mitteln des Rufmords zu denunzieren. Im konkreten Fall der Deutschen Wildtier Stiftung ist es offenbar hauptsächlich ein einziger anonymer Autor, der mit unendlicher Ausdauer und Hartnäckigkeit die oben genannten Falschbehauptungen immer wieder neu platziert. Jede Richtigstellung unsererseits wird sofort umgeschrieben; und auf der Diskussionsseite von Wikipedia beteiligen sich kaum andere Autoren, sodass keine Debatte zustande kommt. Presserechtlich lässt sich gegen anonyme Autoren ebenfalls nicht vorgehen. So bleibt uns nur, hier auf unserer eigenen Website seine Falschbehauptungen richtigzustellen.

VERTRITT DIE DEUTSCHE WILDTIER STIFTUNG DIE ANSICHTEN DER SOGENANNTEN KLIMALEUGNER?

Nein, die Deutsche Wildtier Stiftung beteiligt sich nicht an der Debatte um Ursachen und Folgen des Klimawandels. Wir nehmen Stellung zu konkreten Naturschutzfragen (siehe auch Absatz: Zuweilen wird kritisiert, dass sich die Deutsche Wildtier Stiftung nicht in den Themenfeldern wie Kernenergie, Dieselskandal oder anderen politischen Streitfragen engagiert. Warum ist das so?). Wenn fehlgeleitete Klimapolitik und Naturschutz sich zuweilen widersprechen – etwa beim Ausbau der Windkraft in sensiblen Naturgebieten oder der Förderung von Energiemais – darf eine seriöse Naturschutzorganisation dazu nicht schweigen. Wir dürfen nicht zulassen, dass Natur- und Klimaschutz gegeneinander ausgespielt werden und der Naturschutz dabei unter die Räder kommt. Unsere Positionen zur Windkraft finden Sie hier, zu Bioenergie: hier.

Auch unser Vorstand Prof. Dr. Vahrenholt leugnet weder den Klimawandel noch dessen anthropogene Ursachen, wie ihm polemische Publikationen zuweilen unterstellen. Er weist wissenschaftlich abgesichert darauf hin, dass auch natürliche Einflüsse zum Klimawandel beitragen. Wenn Sie wissen wollen, wie Prof. Dr. Vahrenholt außerhalb der Deutschen Wildtier Stiftung an der Debatte um den Klimawandel teilnimmt, können Sie sich auf seiner Website darüber informieren: vahrenholt.net.

HAT DIE DEUTSCHE WILDTIER STIFTUNG SPENDEN DER KOHLEINDUSTRIE ERHALTEN?

Die Deutsche Wildtier Stiftung erhielt 2017 eine einmalige Spende von RWE über 1.000 Euro. Der Konzern spendete diese Summe nach einem Austausch über Naturschutzfragen in Anerkennung unserer Arbeit. Zum Vergleich: Das jährliche Spendenaufkommen der Stiftung liegt bei über 700.000 Euro, das Stiftungskapital beträgt über 111 Millionen Euro. Eine Spende von 1.000 Euro zeugt also keinesfalls von einer Abhängigkeit oder „Verflechtung“ (siehe auch Link: presseportal.de/pm/37587/4103673).

WIE VERWENDET DIE DEUTSCHE WILDTIER STIFTUNG MEINE SPENDE?

Die Deutsche Wildtier Stiftung investiert Spendengelder zu 100 Prozent in ihre Projekte. Dies können Artenschutzmaßnahmen sein, Ankauf ökologisch wertvoller Naturgebiete oder Naturbildungsprojekte. Alle anderen Kosten, wie etwa Verwaltung, werden aus den Erträgen des Stiftungskapitals finanziert.
Die Deutsche Wildtier Stiftung ist eine gemeinnützige Organisation. Unsere Spender und Förderer haben Vertrauen in unsere Arbeit. Dieses Vertrauen möchten wir bewahren und weiter ausbauen. Deshalb hat sich die Deutsche Wildtier Stiftung der Initiative Transparente Zivilgesellschaft angeschlossen und legt in ihren Jahresberichten ihre finanzielle Situation offen.

Der Jahresabschluss der Stiftung wird von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer geprüft. Bestandteil der Prüfung ist regelmäßig auch die Spendenverwendung.

KANN ICH MITGLIED DER DEUTSCHEN WILDTIER STIFTUNG WERDEN? WIE KANN ICH HELFEN, WENN ICH KEIN GELD ZUM SPENDEN HABE?

Als Stiftung sind wir keine Mitgliederorganisation, Sie können also nicht in einen Ortsverband eintreten. Wer in welcher Funktion für die Deutsche Wildtier Stiftung arbeitet, sehen Sie auf unserer Website unter Über uns/Menschen. Dennoch gibt es vielfältige Möglichkeiten, unsere Naturschutzarbeit aktiv zu unterstützen.

Sie können zum Beispiel unsere Broschüren und Ratgeber online unter Publikationen bestellen (viele davon sind gratis) und an andere Interessierte weitergeben. Sie können die Nachrichten der Deutschen Wildtier Stiftung in den sozialen Medien (Facebook, YouTube, Twitter) weiterverbreiten. Als Pädagoge können Sie unsere Website Wildtierfreund.de nutzen. Besuchen Sie öffentliche Vorträge der Deutschen Wildtier Stiftung und machen Sie in Ihrer Gemeinde auf Naturschutzanliegen aufmerksam.

Auch im eigenen Garten und sogar auf einem Balkon können Sie seltenen Wildbienen und Schmetterlingen helfen. Anleitungen dazu finden Sie in unserem Wildbienen-Ratgeber. Das Aufstellen von Nistkästen und Futterhäuschen ist ein wertvoller Beitrag zum Schutz der heimischen Vögel. Auch dafür bieten wir Ratgeber und Material.

Besonders viel für den Naturschutz können Sie als Jäger, Land- oder Forstwirt tun. Schreiben Sie uns, wir können Sie fachlich beraten: info@DeutscheWildtierStiftung.de

IST DIE DEUTSCHE WILDTIER STIFTUNG EINE TIERSCHUTZORGANISATION?

Der Schutz von Wildtieren ist unser großes Anliegen, dennoch sind wir keine Tierschutz-, sondern eine Natur- und Artenschutzorganisation. Das bedeutet, dass wir uns für den Erhalt von Tierpopulationen einsetzen und nicht für das Leben und Wohlergehen einzelner Tiere. Wir kämpfen gegen Naturzerstörung und für die Belange wild lebender Tierarten. Dies können große und prominente Säugetiere sein, aber auch Insekten, die nur Fachleuten bekannt sind.
Anders als bei Tierschutzorganisationen stehen nicht die Nutz- und Haustiere im Mittelpunkt unserer Arbeit. Um Haustiere in Not kümmern sich die örtlichen Tierheime. Auch betreiben wir keine Auffangstationen für verletzte Wildtiere. Wenn Sie ein krankes Wildtier sehen, sollten Sie es der Forstverwaltung melden. Die Deutsche Wildtier Stiftung engagiert sich dafür, dass unsere Natur sich so entwickeln kann, dass sie möglichst vielen Tieren Lebensraum bietet. Dabei liegt unser Hauptaugenmerk auf den besonders bedrohten Arten. Wildtierschutz bedeutet für uns, dafür zu sorgen, dass Wildtiere ihren Platz haben und die wunderbare Vielfalt unserer heimischen Natur nicht verloren geht.

WOLF, BIBER, KORMORAN: ES KOMMT IMMER WIEDER ZU KONFLIKTEN ZWISCHEN WILDTIEREN UND MENSCHEN. WIE KONFRONTATIV IST DIE DEUTSCHE WILDTIER STIFTUNG IN SOLCHEN FÄLLEN?

Die Lebensräume der allermeisten Wildtiere Deutschlands werden von Menschen bewirtschaftet oder bewohnt. Landwirtschaft, Forstwirtschaft und menschliche Siedlungen prägen das Gesicht des Landes. Dass das Zusammenleben mit den wild lebenden Tieren nicht immer harmonisch verläuft, liegt auf der Hand. Die Deutsche Wildtier Stiftung setzt sich für die Lebensbedürfnisse der Wildtiere ein, blendet dabei berechtigte Anliegen der Menschen jedoch nicht aus. Aus Sicht mancher Städter scheinen die Schäden gering, die Wildtiere zuweilen anrichten. Für die Betroffenen können sie jedoch erheblich sein. Wir sehen in Jägern, Förstern, Landwirten, Schäfern und Fischern deshalb keine Gegner, sondern Partner, mit denen es um die besten Lösungen für unsere Tierwelt konstruktiv zu streiten gilt. Dauerhaft wird Naturschutz von den Bürgern nur dann akzeptiert, wenn ihre Interessen berücksichtigt und machbare Kompromisse gefunden werden.

WIE STEHT DIE DEUTSCHE WILDTIER STIFTUNG ZUR JAGD?

Nur in relativ kleinen Gebieten Deutschlands könnte gänzlich auf Jagd verzichtet werden. Über die Hälfte Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt, circa ein Drittel sind Wirtschaftswälder. Um die Schäden auf Feldern und Wiesen wie auch im Forst auf einem erträglichen Maß zu halten, müssen bestimmte Tierarten, wie etwa Wildschweine und Rehe, reduziert werden. Die Deutsche Wildtier Stiftung befürwortet daher eine nachhaltige Jagd, die sich nach den Erkenntnissen der Wildbiologie richtet. Auch aus ökologischen Gründen ist die Jagd auf manche Arten notwendig. So verschwinden seltene am Boden brütende Vogelarten, wenn es in ihren Brutgebieten zu viele Füchse, Waschbären oder Marderhunde gibt. Und nicht zuletzt liefert die Jagd Wildfleisch, ein besonders wertvolles Nahrungsmittel. Kein Stalltier kann so artgerecht gehalten werden wie ein Tier in freier Natur. Auf den Ländereien unseres Gutsbetriebs Klepelshagen wird die Jagd nach wildbiologischen Erkenntnissen und mit Respekt vor der Kreatur durchgeführt. Dazu gehören möglichst lange Ruhezeiten und geschützte Rückzugsräume für die Wildtiere. Aber auch dort müssen bestimmte Arten reduziert werden, um gravierende wirtschaftliche Schäden zu vermeiden, auch um anderen Tierarten (z. B. den seltenen Trauerseeschwalben) das Überleben zu sichern. Grundsätzlich erkennen wir die Notwendigkeit der Jagd an und handeln danach. Das hindert uns jedoch nicht, zu lange Jagdzeiten, übertriebene Abschusszahlen (deutschewildtierstiftung.de/naturschutz/gaemse-der-konflikt-in-bayern) und andere Fehlentwicklungen (deutschewildtierstiftung.de/naturschutz/rothirsch-und-mensch) der Jagdpolitik in aller Klarheit zu kritisieren.

ZUWEILEN WIRD KRITISIERT, DASS SICH DIE DEUTSCHE WILDTIER STIFTUNG NICHT IN THEMENFELDERN WIE KERNENERGIE, DIESELSKANDAL ODER ANDEREN POLITISCHEN STREITFRAGEN ENGAGIERT. WARUM IST DAS SO?

Wir verstehen uns nicht als politische Aktivisten, sondern als eine Naturschutzorganisation, die auf konstruktive Weise Ziele ganz praktisch umsetzt. Zum Beispiel indem wir bedrohten Tierarten wissenschaftlich fundierte Hilfestellung geben. Dies kann die Sicherung spezieller Lebensräume sein, die Stabilisierung einer Population durch gezielte Eingriffe oder auch Landwirtschaft mit Rücksicht auf Wildtiere, wie es auf unserem Gut Klepelshagen geschieht. Praktischer Naturschutz steht bei uns an erster Stelle. Wir sich nicht der Meinung, dass er anderen, vermeintlich größeren Zielen untergeordnet sein sollte. Neben dem Naturschutz betrachten wird die Naturbildung als unseren gesellschaftlichen Auftrag. Hier geht es uns in erster Linie darum, Kindern und Erwachsenen die Schönheit, Vielfalt und Komplexität der heimischen Natur nahezubringen, sei es durch Vorschulpädagogik, Publikationen, Filme, Vorträge oder Veranstaltungen.