Igel – Bahn frei für Stachelträger

Aktion Igelgarten – Deutschland hilft dem Braunbrustigel

Zwei Igel Foto: imageBroker.com/Kevin Sawford Zwei Igel Foto: imageBroker.com/Kevin Sawford

Der Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) ist in ganz Deutschland verbreitet. Früher lebten Igel vor allem auf dem Land. Heute finden sie in unserer eintönigen Agrarlandschaft immer weniger Lebensraum – und sind häufiger in Siedlungsgebieten anzutreffen. Allerdings haben sie es auch dort immer schwerer: In aufgeräumten und intensiv gepflegten Gärten und Parks fehlen ihnen Rückzugsorte und Futter. Zäune, hohe Bordsteine und Treppen schneiden ihnen den Weg ab. Doch mit den richtigen Schutzmaßnahmen können wir das Überleben der Stachelträger sichern.

Es gibt weniger Igel

Noch vor 100 Jahren war die Landschaft in Deutschland offen und vielfältig, es gab viele Wiesen und Hecken. Doch durch die Intensivierung der Landwirtschaft hat sich der Lebensraum des Braunbrustigels gewandelt, und die Bestände sind in vielen Regionen stark zurückgegangen. Mittlerweile sind Igel häufiger in Siedlungsgebieten zu finden: in naturnahen Gärten und Parks mit dichten Hecken und Wiesen.
Doch auch hier verändern sich die Lebensbedingungen für den Igel, und verschiedene Studien haben gezeigt, dass er in Siedlungsbereichen immer seltener wird. Die Gründe sind vielfältig. Der Igellebensraum wird durch Zerschneidung, Versiegelung und Barrieren kleiner. Hecken, die Igel brauchen, um ihren Nachwuchs aufzuziehen und sich auszubreiten, gehen verloren. Und in Schottergärten und intensiv gepflegten Grünanlagen finden sie nicht genug Nahrung und Versteckmöglichkeiten.

Deutschland sucht Igel und Maulwurf

Igelmonitoring

In Deutschland gibt es kaum verlässliche Daten zur Bestandsentwicklung des Igels. Vereinzelte Langzeitstudien legen aber nahe, dass die Igelbestände in den letzten Jahren in Deutschland stark zurückgegangen sind. Deshalb haben wir gemeinsam mit der Plattform NABU|naturgucker, dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung, der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e. V., dem NABU-Bundesverband und dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) das erste deutschlandweite Igelmonitoring etabliert. Seit September 2023 haben wir mit unseren Partnern zur Aktion „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“ aufgerufen. Im Rahmen des Citizen-Science-Projekts wurden mehr als 10.000 Igel gemeldet.

Das Monitoring findet seit 2024 zweimal jährlich im Mai und September statt. Ziel ist es, mit der Hilfe von Bürgerinnen und Bürgern Langzeitdaten zu erheben und so wichtige Erkenntnisse zu gewinnen. Unterstützt wird die Aktion von der Janosch film & medien AG.

Poster Download

  • igel-und-maulwurf_mai-2026
    Poster für die nächste Melderunde „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“

    Vom 15. bis 25. Mai 2026 findet das nächste deutschlandweite Monitoring für Igel und Maulwürfe statt. Wer in diesen elf Tagen einen oder mehrere der beiden Insektenfresser entdeckt, kann das im Rahmen der bundesweiten Aktion „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“ melden. Beobachtungen von Igeln und Maulwürfen beziehungsweise Maulwurfshügeln können Sie über die Web-App NABU|naturgucker auch ganzjährig melden.

    Autor: Deutsche Wildtier Stiftung / Janosch Film & Medien AG

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Aktuelles

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Deutschland sucht Igel und Maulwurf im September 2025

Im Rahmen der bundesweiten Aktion „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“ ruft die Deutsche Wildtier Stiftung gezielt dazu auf, auch Sichtungen von überfahrenen Tieren zu melden. Der Aktionszeitraum ist vom 19. bis zum 29. September 2025.

Zum Artikel vom 04.09.2025
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Für den Artenschutz: Igel und Maulwürfe zählen

Die einen verraten sich durch lautes Schnaufen, die anderen durch die frische Erde, die sie vor sich herschieben: Jetzt im Mai ist eine gute Zeit, …

Zum Artikel vom 08.05.2025

Aktion Igelgarten

Barrierefreiheit für den Igel

Der Weg durch den urbanen Lebensraum wird für den Igel zum Hindernislauf, wenn Zäune bis zum Boden reichen und Mauern keine Lücken zum Durchschlüpfen haben. Doch mit einfachen Mitteln kann jeder seinen Garten barrierefrei gestalten und so Verbindungen zwischen potenziellen Lebensräumen schaffen.
Viele Einzelgärten vernetzen und so die Zersplitterung des Igellebensraums aufhalten – unser Projekt greift die Idee der britischen „Hedgehog Highways“ auf. Seit 2011 wurden in Großbritannien schon mehr als 20.000 Igelpassagen geschaffen. Das Prinzip ist einfach: Gärten werden durch Öffnungen in Zäunen und Mauern oder kleine Rampen miteinander verbunden. Ein Durchgang sollte einen Durchmesser von ungefähr 13 mal 13 Zentimetern haben und nicht in Richtung einer Straße liegen. Dank solcher Verbindungen können Igel ihren Lebensraum auf direktem Weg durchqueren. So sparen sie Energie und werden nicht auf lebensgefährliche Umwege über Straßen geleitet.

Igelfreundlicher Garten

Über unsere Karte können Bürgerinnen und Bürger ihre igelfreundlichen Gärten mit Igeltoren melden. Wer uns ein Foto von seinem Igeltor schickt bekommt im Gegenzug unsere Igeltor-Plakette, die auf die Durchgänge hinweist. Dadurch werden noch mehr Menschen auf die Situation des Igels aufmerksam.

Kontakt zum Projekt: TierdesJahres@DeutscheWildtierStiftung.de

Haben Sie bereits einen igelfreundlichen Garten? Wenn Sie einen Durchgang geschaffen haben und /oder Totholz, wilde Ecken oder eine Wasserstelle anbieten, dann tragen Sie auf der Karte Ihren Standort mit Text und Foto ein. Jeder Igel auf der Karte markiert den Standort eines Unterstützers. Liegen mehrere Standorte nah bei einander, werden sie zusammen als Gruppe dargestellt. Eine Zahl gibt dann an, wie viele Flächen in der Gruppe liegen. Durch die Zoomfunktion mit dem Plus löst sich die Gruppe in Einzelflächen auf. Mit Minus zoomen Sie wieder heraus.

Eingetragene Igelmassnahmen: 420
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Hummeln und Wildbienen starten durch.

Seit 3 Jahren dabei meinen Kleingarten Hummel, Bienen und Schmetterlingsfreundlich anzulegen. Dieses Jahr hatte ich viele verschiedene Hummelarten im Garten sowie Wildbienen. 2017 wird ein großer Teil des Rasens abgetragen und zur Wildblumenwiese. Und es wird ein neues großes Bienenhaus gebaut.

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Igeltunnel
Totholz
Wasserstelle
Wilde Hecke
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Danke für Ihren Eintrag! Wir freuen uns über jeden Unterstützer. Ihren Eintrag prüfen wir und schalten ihn schnellstmöglich frei.

So markieren Sie Ihren igelfreundlichen Garten auf der Karte:

Klicken Sie in der Igelkarte auf den Button: Standort auf Karte setzen.

Bewegen Sie die Karte im Hintergrund und markieren Sie mit Hilfe des Igel-Symbols Ihren Standort. Mit dem Plus-Zeichen können Sie in die Karte reinzoomen.

Drücken Sie auf „Standort speichern" und geben Sie Ihre Daten ein (Foto, Text, E-Mail, Postanschrift). Damit wir Ihnen die Igeltor-Plakette zuschicken können, vergessen Sie bitte nicht, Ihre Straße mit Hausnummer einzutragen.

Wir schalten Ihren Beitrag so schnell wie möglich frei. Nach Freischaltung erhalten Sie eine Bestätigungsemail von uns.

PDFs zum kostenlosen Downloaden

  • 2024_flyer_igel_v10-ansicht-1
    Flyer „Bahn frei für den Igel“

    Tipps für den igel- und wildtierfreundlichen Garten

    Autor: Deutsche Wildtier Stiftung

    Jahr:

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  • 2024-igeltor-v7-druck-web-bild
    Bauanleitung Igeltor

    Bauanleitung für ein Igeltor

    Autor: Deutsche Wildtier Stiftung

    Jahr:

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So geht es: Igeltor aussägen

In diesem Video kann man sich anschauen, wie ein Igeltor ausgesägt wird. Es gibt auch ein paar Tipps und Tricks, falls man mit der Dekupiersäge noch nicht so fit sein sollte und welches Holz man am besten verwenden kann. Außerdem wird gezeigt, wie man das ausgesägte Igeltor in einen Zaun einbauen kann.

Zum YouTube Video

Ansprechperson

Tier des Jahres, Stadtnatur und Vögel

Lea-Carina Hinrichs

Lea-Carina Hinrichs

Igel groß im schwarzen Hintergrund

Igel

Der Igel (Erinaceus europaeus) ist ein Städter geworden, der in Gärten überwintert.

Zum Steckbrief
tier-des-jahres-2024-igel-teaser

Tier des Jahres

2024 war der Igel das Tier des Jahres. Mit der Wahl zum Tier des Jahres setzt die Deutsche Wildtier Stiftung die langjährige Arbeit der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild fort. Seit 1992 wird jedes Jahr ein Tier des Jahres gewählt, um es in den öffentlichen Fokus zu rücken.

Zum Projekt
Igel - Foto: Wolfgang Hock

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