Wanderausstellungen

Um auf die akute Gefährdungssituation heimischer Wildtiere und ihrer Lebensräume aufmerksam zu machen, gehen wir mit verschiedenen Wanderausstellungen auf Tournee.

Rotwild

Wildtiere in Deutschland schützen und Menschen für die Schönheit und Einzigartigkeit der heimischen Wildtiere zu begeistern - das ist unser Anliegen. Wir haben zu den Themen Rotmilan, Schreiadler, Rotwild und Windkraft im Lebensraum Wald jeweils Ausstellungen entwickelt, die gegen die Übernahme der Speditionskosten durch Museen, Naturbildungseinrichtungen und andere Interessierte von uns ausgeliehen werden können. Von 10. April bis 23. Juni 2017 werden alle unsere Ausstellungen gemeinsam im Naturerbe Zentrum Rügen zu sehen sein. Wenn Sie sich für eine unserer Ausstellungen interessieren, wenden Sie sich gern an unsere Ansprechpartnerin Julia Wedekind. Ihre Kontaktdaten finden sie am Ende dieser Seite.

FOTOAUSSTELLUNG: SCHREIADLER IM FOKUS

HINTERGRUND

Deutschlands kleinster Adler, der Schreiadler, ist vom Aussterben bedroht. Nur noch etwa 100 Paare brüten noch in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. In allen anderen Bundesländern ist er bereits ausgestorben.

Die Hauptgründe für seine Gefährdung liegen in der immer intensiveren Nutzung seiner Lebensräume durch die Land- und Forstwirtschaft. Denn der Schreiadler ist auf eine extensiv bewirtschaftete Kulturlandschaft mit strukturreichen Wäldern für seinen Brutplatz und offenen Grünlandflächen für die Jagd angewiesen. Doch diese Lebensräume sind bedroht und werden immer seltener.

Um den verbliebenen Brutbestand des Schreiadlers in Deutschland vor dem Aussterben zu bewahren, erprobt die Deutsche Wildtier Stiftung seit 2010 in fünf ausgewählten Brutgebieten in Mecklenburg-Vorpommern, wie eine Schreiadler-gerechte Landnutzung in die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe integriert werden kann. Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesumweltministeriums, des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der Klara Samariter-Stiftung finanziert. Es wird in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Feldberger Seenlandschaft (Dr. Peter Wernicke) und dem Büro Salix (Dr. W. Scheller) durchgeführt.

Um dem faszinierenden Schreiadler mehr Aufmerksamkeit zu schenken, hat die Deutsche Wildtier Stiftung im Rahmen des Projektes eine Fotoausstellung entwickelt.

schreiadler-ausstellung

Beschreibung

Schreiadler im Fokus ist eine Fotoausstellung bestehend aus hochwertigen Foto-Leinwänden. Jedes Bild ist mit einer kurzen Info versehen, die dem Besucher hilft, den Inhalt des Bildes zu erfassen. Sie ist gegliedert in zwei Teile. Der erste Teil umfasst ein Einführungschart und zwanzig Bilder, der zweite Teil besteht aus einem Einführungschart und neun Bildern.

Zielgruppe

Die Ausstellung richtet sich an Familien mit Kindern, Naturliebhaber oder Fachleuten aus den Bereichen Naturschutz, Forst- und Landwirtschaft.

Anforderungen an den Ausstellungsraum

  • Empfehlenswerte Raumgröße: ab 20 m²
  • Aufhängesystem (z.B. Galerie-Schienen)
  • Ausstellung ist nur für den Innenbereich geeignet

Termine

10.04.2017 - 23.06.2017: Naturerbe Zentrum Rügen
30.06.2017 - 13.08.2017: Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin
16.08.2017 - 16.10.2017: Landratsamt Stralsund
18.10.2017 - offen: Bundesamt für Naturschutz, Bibliothek

ROTMILAN - LAND ZUM LEBEN

Hintergrund

Der elegante Rotmilan hat ein sehr kleines Verbreitungsgebiet. Er kommt fast ausschließlich auf dem Europäischen Kontinent vor. Mehr als die Hälfte aller Rotmilan-Paare brüten in Deutschland, daher trägt Deutschland eine besonders hohe Verantwortung für seinen heimlichen Wappenvogel.

Seit Beginn der 1990er Jahre nehmen die Bestände in Deutschland kontinuierlich ab. Gründe dafür: Störungen während der Brut, Schlagopfer und zu wenig Nahrung durch intensive Landwirtschaft.

Durch individuelle Beratung von Landnutzern zu Schutzmaßnahmen auf Äckern, Wiesen, Weiden und Wäldern kann wieder mehr Lebensraum für den wunderschönen Vogel geschaffen werden! Das Projekt wird durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Im Rahmen der Kommunikationsarbeit zu dem Projekt wurde die Wanderausstellung „Rotmilan - Land zum Leben“ entwickelt.

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Beschreibung

Die Ausstellung beinhaltet vier Module: Vorstellung des Rotmilans, Konflikt Rotmilan vs. Agrarlandschaft - Lösung durch das Projekt Land zum Leben, Entwicklung der Landwirtschaft und Verbindung zum Rotmilan, Rotmilan auf Reisen. Jedes Modul besteht aus einem 1,90 Meter hohen Großraumkoffer, der geöffnet aufgestellt etwa zwei Meter breit ist. Die Inhalte der einzelnen Module sind anschaulich aufbereitet. Die handgefertigten 3D-Objekte bieten dabei einen besonderen Hingucker.

Zielgruppe

Die Ausstellung richtet sich an die naturinteressierte Bevölkerung und ist auch für Familien mit Kindern geeignet.

Anforderungen an den Ausstellungsraum

  • Empfehlenswerte Raumgröße: ab 20 m²
  • Aufhängesystem (z.B. Galerie-Schienen)
  • Ausstellung ist nur für den Innenbereich geeignet
  • Raumhöhe mindestens 2,20 Meter
  • Stromanschluss für jedes Modul

Termine

10.04.2017 - 23.06.2017: Naturerbe Zentrum Rügen
28.06.2017 - 18.08.2017: Forstamt Schuenhagen (Landkreis Vorpommern-Rügen)
31.08.2017 - 28.10.2017: Zentrum für Bildung, Erholung u. Freizeit im Landkreis Ludwigslust / Parchim
01.11.2017 - 31.01.2018: Biosphärenreservat Rhön, Infozentrum „Haus der Schwarzen Berge“
01.02.2018 - 30.04.2018: VERFÜGBAR

ROTWILD IN DEUTSCHLAND UND MECKLENBURG VORPOMMERN

Hintergrund

Der Rothirsch ist das größte heimische Wildtier in Deutschland. Er fasziniert und polarisiert die Menschen gleichermaßen: Auf der einen Seite steht die Begeisterung für sein imposantes Erscheinungsbild und beeindruckende Brunftrituale, auf der anderen Seite stehen Konflikte mit der Land- und Forstwirtschaft.

Mecklenburg-Vorpommern hat dabei im Sinne eines artgerechteren Umgangs mit Rotwild die Vorreiterrolle in Deutschland übernommen. In keinem anderen Bundesland ist Rotwild so weit verbreitet wie in Mecklenburg-Vorpommern und in keinem anderen Bundesland bemüht man sich so wie in Mecklenburg-Vorpommern, einen Ausgleich zwischen den berechtigten Interessen von Land- und Forstwirtschaft auf der einen und Rotwild auf der anderen Seite herzustellen.

Im Jahr 2012 hat die Deutsche Wildtier Stiftung daher beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern die Förderung einer Rotwild-Wanderausstellung aus Mitteln der Jagdabgabe beantragt.

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Beschreibung

Die Ausstellung informiert in sechs Modulen über die Biologie und Lebensweise des Rotwilds und macht auf die aktuelle Situation des Rotwilds in Deutschland aufmerksam. Weiterhin werden die Historie der Jagd und Ergebnisse aus der aktuellen Rotwildforschung vorgestellt.

Zielgruppe

Die Ausstellung richtet sich an ein breites Publikum aus Familien und Kindern, Naturliebhabern sowie Fachleuten aus z.B. Forst- und Jägerschaft ansprechen.

Anforderungen an den Ausstellungsraum

  • Empfehlenswerte Raumgröße: ab 20 m2
  • Erforderliche Raumhöhe: mindestens 2,50 m
  • Stromanschluss (220 V / 150 W) erforderlich für das Beleuchtungssystem; es wird empfohlen, Mehrfachstecker zu verwenden
  • Ausstellung ist nur für den Innenbereich geeignet

Termine

10.04.2017 - 26.06.2017: Naturerbe Zentrum Rügen
26.06.2017 - 24.11.2017: Müritzeum, Waren (Müritz)
27.11.2017 - 31.03.2018: Erlebniswald Trappenkamp, Daldorf
ab 31.03.2017: VERFÜGBAR

Windenergie im Lebensraum Wald

Hintergrund

Seit 2010 hat sich der Bau von Windenergieanlagen im Wald innerhalb Deutschlands versiebenfacht. Der rasante Aus der WEA ist zur Gefahr für zahlreiche Wildtiere geworden. In den für Windparks geeigneten Hochlagen vor allem in den Mittelgebirgen finden sich vielfach wertvolle, alte und naturnahe Waldbestände, die ein Garant der biologischen Vielfalt sind. Für viele Vogelarten, wie z.B. Schwarzstorch, Uhu und Auerhuhn, sind Wälder ein unverzichtbarer Lebensraum und stellen wichtige Rückzugsräume dar.
Der Ausbau erneuerbarer Energien ist nur dort zu vertreten, wo wertvolle Naturräume und deren Arten nicht gefährdet werden. Deshalb thematisiert die Deutsche Wildtier Stiftung zusätzlich das Thema Windkraft und Greifvögel im Offenland am Beispiel des Rotmilans. Damit erhebt die Deutsche Wildtier Stiftung ihre Stimme gegen die Errichtung von Windkraftanlagen im Wald sowie an anderen konfliktträchtigen Standorten, die zur Gefahr für unsere Wildtiere werden.

Beschreibung

Diese Ausstellung besteht aus drei Modulen in Form von Großraumkoffern und gibt einen Überblick über den derzeitigen Ausbauzustand von WEA im Wald in den einzelnen Bundesländern, klärt über betroffene Arten auf und zeigt, warum es so wichtig ist unseren Wald zu schützen. Zusätzlich wird in einem eigenständigen Koffer über das Konfliktfeld Rotmilan und Windkraft im Offenland aufgeklärt. Für den Rotmilan trägt Deutschland eine ganz besondere Verantwortung, da mehr als 60 % aller Brutpaare des Rotmilan-Weltbestandes in Deutschland liegen. Jeder Koffer ist 1,90 Meter hoch und im aufgeklappten Zustand etwa 2,5 Meter breit.

Anforderungen an den Ausstellungsraum

  • Empfehlenswerte Raumgröße: ab 20 Quadratmeter
  • Erforderliche Raumhöhe: mindestens 2,50 Meter
  • Stromanschluss (220 V / 150 W) erforderlich für das Beleuchtungssystem; es wird empfohlen, Mehrfachstecker zu verwenden
  • Ausstellung ist nur für den Innenbereich geeignet

Termine

10.04.2017 - 23.06.2017: Naturerbe Zentrum Rügen
28.06.2017 - 17.07.2017: Strelapark Stralsund
19.07.2017 - 10.10.2017: Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Mecklenburg-Vorpommern
12.10.2017 - 18.10.2017: Veranstaltung nicht öffentlich

Kontakt

Wenn Sie Interesse an unseren Ausstellungen haben, wenden Sie sich gern an unsere Veranstaltungsmanagerin Julia Wedekind. Sie beantwortet Ihre Fragen per E-Mail unter j.wedekind@dewist.de oder telefonisch: 040 - 970 786 927

Rotmilan

Rotmilan - Land zum Leben

Der Rotmilan kommt nirgendwo auf der Welt häufiger vor als in Deutschland. Ein Projekt für die Verbesserung seiner Lebensbedingungen.

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Windrad

Windenergie und Artenschutz

Der Ausbau der Windenergie ist zur Gefahr für Wildtiere geworden. Jährlich sterben bis zu 250.000 Fledermäuse und 12.000 Greifvögel an Windrädern!

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Schreiadlerjunges mit offenem Schnabel.

Schreiadler - Lebensräume sichern

Die Zahl brütender Schreiadler ist in Deutschland seit 1990 um ca. 25 % zurückgegangen. Mit unserem Engagement wollen wir ihren Bestand sichern!

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