StadtNatur

Gegensatz Stadt und Natur

Kind schaut hinter Baum hervor

Natur und Stadt scheinen ein Gegensatz zu sein. In Städten ist jedoch mehr Natur als man gemeinhin denkt. Parks, Stadtwälder, Gehölze, Wiesen, Gärten und Brachen – aber auch entlang von Bordsteinen oder auf Baumscheiben bahnt sich Natur ihren Weg. Die Bundeshauptstadt Berlin gilt mit ihren mehr als 20.000 Tier- und Pflanzenarten sogar als artenreichster Raum in Deutschland.

Patenförsterprojekt Schule im Wald

Die Deutsche Wildtier Stiftung unterstützt seit 2015 das Berliner Patenförsterprojekt „Schule im Wald®“, um Kindern in der Großstadt die Möglichkeit zur Naturerfahrung zu eröffnen. Viele Berliner Kinder sind ausschließlich in ihrem Kiez unterwegs und haben nur selten einen Fuß in den Wald gesetzt. Hier schaffen wir Abhilfe.

Gemeinsam mit dem Projektträger Deutsche Schreberjugend, Landesverband Berlin e.V., dem Berliner Senat und weiteren Institutionen wurde das Projekt in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut. Dabei profitieren Kinder aus unterschiedlichen Berliner Bezirken, darunter viele Kinder mit Migrationshintergrund, von regelmäßigen Aufenthalten in der Natur. Für Grundschulklassen, die sich die Teilnahme am Projekt „Schule im Wald®“ nicht leisten können, übernehmen wir die Kosten.
2019 ermöglichten wir 52 ereignisreiche Waldtage für zehn Grundschulklassen.

Projektaufbau

Das Patenförsterprojekt „Schule im Wald®“ existiert bereits seit vielen Jahren. 2012 übernahm die Deutsche Schreberjugend, Landesverband Berlin e.V. die Trägerschaft.

In regelmäßigen Abständen, möglichst aber mindestens sechs Mal pro Schuljahr, findet ein Waldtag unter der Leitung von zwei Natur-, Erlebnis- oder Umweltpädagogen statt. Dabei werden mit den Kindern verschiedene Naturthemen erarbeitet. Die Natur wird durch kreative, spielerische und praktische Aktionen tatsächlich mit allen Sinnen erlebt und erfahren. Es werden verschiedene Baumarten untersucht, deren Blätter und Früchte zugeordnet, Regenwürmer auf der nackten Hand gefühlt oder der Waldboden nach einem Regenschauer mit der Nase wahrgenommen. Insekten unter der Rinde von Totholz werden genauestens beobachtet, Flechten und Pilze mit der Lupe betrachtet oder der Gang eines Fuchses nachgeahmt. Kein Waldtag gleicht dem anderen – die Natur inspiriert. Im Jahresverlauf lernen die Kinder „ihren“ Wald immer besser kennen, lieben und schließlich nachhaltig schätzen.

An ihrem allerersten Waldtag erhalten die Kinder ein Waldtagebuch, um ihre persönlichen Entdeckungen und Erlebnisse festzuhalten. Die Lehrkraft hat so auch die Möglichkeit, die Waldtage im Unterricht zu vertiefen.

Nach acht Waldtagen im Schuljahr läutet das Knistern des Lagerfeuers in der Försterei Grünau meist den Abschluss des Projektes für die Klasse ein. Hier erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Forscherbeutel u.a. mit Becherlupe, Bleistift und Bestimmungskarten. Von nun an können sie auch eigenständig gut ausgerüstet mit ihren Eltern auf Entdeckungstour in die Natur gehen.

So wurden bereits über 1.500 Kinder von uns mit diesen Hilfsmitteln für ihre Naturerlebnisse ausgestattet. Seit 2018 stehen zudem drei Forscherkoffer mit Materialien und Anleitungen für Waldtage zur Verfügung. Interessierte Pädagogen können diesen Koffer kostenlos ausleihen und eigenständig mit ihrer Kindergruppe in den Wald gehen. Die Ausleihe koordiniert unser Kooperationspartner Deutsche Schreiberjugend, Landesverband Berlin e.V. (Kontakt: info@schreberjugend.berlin).

Spatz sitzt auf Holzbalken

Die Janosch-Spatzenkiste

Mit der Janosch-Spatzenkiste können Kinder im Kita- und Grundschulalter die Welt des Spatzen und anderer heimischer Vögel spielend begreifen.

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Vogel

Naturbildung im Gespräch

In Gesprächen mit Menschen aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen beleuchten wir das Thema aus wechselnden Perspektiven.

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