StadtNatur

Gegensatz Stadt und Natur

Kind schaut hinter Baum hervor

Natur und Stadt scheinen ein Gegensatz zu sein. In Städten ist jedoch mehr Natur als man gemeinhin denkt. Parks, Stadtwälder, Gehölze, Wiesen, Gärten und Brachen – aber auch entlang von Bordsteinen oder auf Baumscheiben bahnt sich Natur ihren Weg. Die Bundeshauptstadt Berlin gilt mit ihren mehr als 20.000 Tier– und Pflanzenarten sogar als artenreichster Raum in Deutschland.

Patenförsterprojekt Schule im Wald

Im Rahmen des Projektes „StadtNatur“ unterstützt die Deutsche Wildtier Stiftung das Patenförsterprogramm „Schule im Wald“, um einmal mehr Kindern in der (Groß-)Stadt die Möglichkeit zur Naturerfahrung zu eröffnen.
Gemeinsam mit der Deutschen Schreberjugend e.V. und den Berliner Forsten haben wir das Programm in den letzten Jahren weiter ausgebaut und erreichen nun neben vielen Berliner Schulen auch den Kindergartenbereich. Dabei profitieren in erster Linie Kinder aus Berliner Innenstadt-Bezirken, wie Neukölln, Wedding und Kreuzberg, die meist einen hohen Migrationsanteil aufweisen. Aber auch Kinder aus besser situierten Stadtteilen sollen die Möglichkeit erhalten, Natur selbst erfahren zu können. Viele Berliner Kinder sind ausschließlich in ihrem Kiez unterwegs und haben noch nie oder nur sehr selten einen Fuß in den Wald gesetzt. Hier wollen wir Abhilfe schaffen.

Projektaufbau

Das Patenförsterprogramm „Schule im Wald“ existiert bereits seit mehreren Jahren. 2012 übernahm die Deutsche Schreberjugend e.V. die Trägerschaft.
Ziel des Programms ist:

  • die Vermittlung von Naturthemen mit Hilfe der Naturerlebnispädagogik
  • Erlernen und Festigen von Wissen über die Natur
  • Entwicklung von sozialen Kompetenzen
  • bei regelmäßigen Waldbesuchen lernen Kinder die Natur im Jahresverlauf kennen

Einmal im Monat findet ein Waldtag unter Leitung eines Natur- und Umweltpädagogen statt. Dabei werden verschiedene Naturthemen erarbeitet. Die Natur wird durch kreative Aktionen mit allen Sinnen erlebt. Die Unterschiede von Baumarten beobachtet, Regenwürmer auf der nackten Hand gefühlt und Waldboden nach einem herbstlichen Regenschauer mit der Nase wahrgenommen.

Am 1. von mind. 8 Waldtagen erhalten die Kinder ein Waldbuch um ihre persönlichen Entdeckungen festzuhalten und immer wieder nachschlagen zu können. Die Lehrkraft hat die Möglichkeit im Unterricht die Waldtage nachzubearbeiten und zu vertiefen. Das Knistern des Lagerfeuers mit Stockbrot in einer Försterei ist oft der Abschluss des Projektes für die Schul- oder Kitagruppe. Hier erhalten die Kinder einen Forscherbeutel u.a. mit Becherlupe und Bestimmungskarten, um auch gut ausgerüstet am Wochenende mit ihren Eltern auf Entdeckungstour gehen zu können. Zentral ausleihbare Forscherkoffer mit einer Materialsammlung und Anregungen für Waldtage sollen dieses Jahr allen interessierten Pädagogen zur Verfügung gestellt werden. Das Projekt „Schule im Wald“ und das Angebot der angeleiteten Waldtage erfreut sich hoher Beliebtheit an Berliner Schulen.

Spatz sitzt auf Holzbalken

Die Janosch-Spatzenkiste

Mit der Janosch-Spatzenkiste können Kinder im Kita- und Grundschulalter die Welt des Spatzen und anderer heimischer Vögel spielend begreifen.

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Kinder lassen Beine baumeln

Naturbildung im Gespräch

In Gesprächen mit Menschen aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen beleuchten wir das Thema aus wechselnden Perspektiven.

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