Richtfest fürs „roots“

Die Eröffnung unserer Botschaft der Wildtiere rückt ein großes Stück näher

Richtfest roots Foto: Julia Klein Richtfest roots Foto: Julia Klein
Von der Wurzel bis zur Krone aufgerichtet: Die Garbe Immobilien-Projekte GmbH lud Ende August zum Richtfest des Holzhochhauses „roots“ in die Hamburger HafenCity. Die Deutsche Wildtier Stiftung war natürlich dabei. Mit der Fertigstellung des Rohbaus ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Eröffnung unserer Botschaft der Wildtiere in den unteren Stockwerken erreicht. Das vom Hamburger Architekturbüro Störmer Murphy and Partners entworfene roots wird mit seinen 65 Metern das höchste Holzhaus Deutschlands. Im ersten Quartal 2024 soll der Bau fertig sein.

Etappenziel erreicht! Am 23. August feierten rund 400 Gäste das Richtfest auf der Baustelle des roots, darunter Monika Thomas, Staatsrätin der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Dr. Andreas Kleinau, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH, Jan Störmer von Störmer Murphy and Partners und unser Stiftungsvorstand Prof. Dr. Klaus Hackländer.

Nachhaltiges Bauen in der Hamburger HafenCity

Für Projektentwickler Garbe ist das roots nicht nur ein neues Hamburger Wahrzeichen, sondern auch Teil der Vision, die Stadt klimaneutral nachzuverdichten. Tobias Hertwig, Geschäftsführer der Garbe Immobilien-Projekte GmbH, sagte im Rahmen des Richtfests: „Wir freuen uns, mit dem heutigen Tag unserer Vision einer nachhaltigen Projektentwicklung einen großen Schritt näher gekommen zu sein. Unser besonderer Dank gilt allen am Bau beteiligten Menschen, die mit ihrem Einsatz in den letzten zwei Jahren Großartiges geleistet haben und mit ihrem Mut sowie ihrer Handwerkskunst bewiesen haben, dass man mit Holz in die Höhe bauen kann und es sich lohnt, neue Wege zu gehen.“

Eine ständige Vertretung für Wildtiere in Deutschland

Das roots bietet eine facettenreiche und durchdachte Mischung aus Wohn-, Arbeits- und Freizeitflächen: Auf rund 36.200 Quadratmetern entstehen 128 Eigentumswohnungen und 53 öffentlich geförderte Wohnungen. Im Erd- und Warftgeschoss finden die 2.200 Quadratmeter große Dauerausstellung, die Lernwerkstatt und das Naturfilmkino der Deutschen Wildtier Stiftung Platz. Außerdem entsteht hier ein Restaurant mit Terrasse und Loggia für rund 200 Gäste. Im ersten und zweiten Stock des roots werden wir mit unseren Stiftungsbüros einziehen.

Mit unserer multimedialen Ausstellung zu Natur- und Artenschutz, der Botschaft der Wildtiere, holen wir die Natur in die Stadt. Wir wollen Besucherinnen und Besucher für die heimischen Wildtiere begeistern, ihre Faszination vermitteln und für ihren Schutz werben. Schon im Dezember 2023 soll die Fläche an die Stiftung übergeben werden. Prof. Dr. Klaus Hackländer freut sich: „Mit der Botschaft der Wildtiere im roots bekommt Hamburgs HafenCity eine ständige Vertretung für Wildtiere in Deutschland. Die Deutsche Wildtier Stiftung gibt hier den Wildtieren eine Stimme und spricht mit der Dauerausstellung, der Lernwerkstatt und dem Naturfilmkino Naturbegeisterte weit über die Grenzen Hamburgs hinaus an.“

Ein Hochhaus aus Holz will sorgfältig geplant sein

Das roots besteht aus einem 65 Meter hohen Holzturm mit 19 Geschossen und einem Riegelbau mit sieben Geschossen. Rund 5.500 Kubikmeter Nadelholz wurden dafür verbaut. Weil das Hochhaus in einem Hochwassergebiet liegt, wurden Warft- und Erdgeschoss in herkömmlicher Stahlbetonbauweise errichtet. Ab dem dritten Obergeschoss sind aber sogar die Decken und Wände komplett aus Holz. Die für den Bau benötigte Holzmenge wächst in Deutschland in circa 23 Minuten nach.

Die Planung des roots dauerte deutlich länger als bei einem konventionellen Bau. Anhand eines Eins-zu-eins-Modells wurden der Schall- und Brandschutz sowie der Umgang mit Witterungsbedingungen bis ins Detail durchdacht. Verschiedene Tests bestätigten schon in der Planungsphase, dass Holz ein zukunfts- und widerstandsfähiges Baumaterial ist.

Zukunftsvision für Hamburg

Neben den ästhetischen und funktionalen Vorzügen von Holz zeigt das Projekt auch die ökologische Bedeutung des Baustoffs auf. „Mit dem roots möchten wir nicht nur beeindruckende Architektur schaffen, sondern auch eine Mission verfolgen: Unsere Vision ist es, die Holzhausentwicklung voranzutreiben und in zehn Jahren diese Art des Bauens als Standard etabliert zu sehen. Das roots zeigt, dass klimaeffizientes und ressourcenschonendes Bauen als Baustein zur nachhaltigen Nachverdichtung der Stadt nicht mehr wegzudenken ist“, betonte Fabian von Köppen, Geschäftsführer der Garbe Immobilien-Projekte GmbH.

Monika Thomas ergänzte: „Dies ist ein ganz besonderes Projekt und ein Zeichen für unternehmerischen und planerischen Mut, den wir als Behörde konstruktiv und fantasievoll begleitet haben. Garbe Immobilien-Projekte nimmt die komplexen Herausforderungen nachhaltiger und sicherer Holzbauweise an und stellt damit zugleich einen Rekord auf: mit 65 Metern Höhe und 19 Geschossen das höchste im Bau befindliche Holzhochhaus Deutschlands an prominenter Stelle in Hamburg mit künftig 181 Wohnungen, davon 53 öffentlich geförderte Mietwohnungen. Ich würde mir wünschen, dass sich künftig noch viele weitere Bauherren zum Bauen mit Holz inspirieren lassen.“

Dr. Andreas Kleinau schloss mit den Worten: „Das roots mit seiner anspruchsvollen Holzbauweise passt hervorragend in das Quartier Elbbrücken und dessen nachhaltigen und experimentellen Charakter. Darüber hinaus wird die Deutsche Wildtier Stiftung mit ihrer Ausstellung zum Schutz der heimischen Wildtiere und Lebensräume die Kultur- und Bildungslandschaft der HafenCity und ganz Hamburgs bereichern.“

Mit dem Richtfest auf der Baustelle rückt die Eröffnung unserer Botschaft der Wildtiere ein großes Stück näher. Ende 2024 soll es soweit sein. Wir freuen uns sehr darauf.

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