Eine gute Nachricht: Luna lebt!

Dem Patenluchs der Deutschen Wildtier Stiftung geht es gut

Luchs Luna, Luchs-Patenkind der Deutschen Wildtier Stiftung

Eine erlösende Nachricht für die Artenschützer der Stiftung Natur und Umwelt in Rheinland-Pfalz. Luchsin Luna ist wohlauf. Sie erobert weiterhin ihr Revier im Pfälzerwald. Offenbar hatte das GPS-Gerät im Sender des Luchs-Halsbandes versagt - Fährtenhunde hatten ein Tagversteck des gesuchten Luchsweibchens aufgespürt.

Hamburg, 28. April 2017

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Große Erleichterung auch bei der Deutschen Wildtier Stiftung: Luchs Luna, ihr "Patenkind" aus dem Pfälzerwald, ist wieder aufgetaucht. Fast ein halbes Jahr hatten die Wildbiologen der Stiftung für Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz nichts mehr von Luna vernommen. „Dass der Luchs nun doch beobachtet werden konnte, ist eine riesengroße und sehr erfreuliche Überraschung für uns alle“, sagt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung.

Rund sechs Monate hatten die Luchsforscher nichts mehr von Luna gehört

Es war ein rundum glücklicher Zufall, dass Luna wieder entdeckt wurde. Ein Spaziergänger aus Rheinland-Pfalz hatte Anfang April im Pfälzerwald nördlich der Stadt Lambrecht (Landkreis Bad Dürkheim) einen Luchs mit Sendehalsband beobachtet. Er meldete seine Beobachtung sofort den Luchsforschern. Die nahmen die Spur umgehend auf: Ein Hundeführer ging mit seinen perfekt geschulten Fährtenhunden „Bodo“ und „Emil“ auf die Suche nach Luna. „Beide Hunde sind ganz speziell auf das Aufspüren von Luchsen ausgebildet“, so der Projektmitarbeiter. „Ihre Nasen sind so fein, dass sie sogar individuell zwischen unterschiedlichen Luchsen unterscheiden können!“

"Bodo" und "Emil" spürten Lunas Tagverstecke auf - Luchs-Haare konnten gesichert werden

Zielstrebig und voller Tatendrang führten „Bodo“ und „Emil“ ihren Hundeführer genau zu den Stellen, an denen sich der gesichtete Luchs tagsüber aufgehalten und ausgeruht hatte. Dort sammelte der Forscher einzelne Haare des Luchses ein und schickte diese für eine genetische Analyse an das Forschungsinstitut Senckenberg bei Gelnhausen (Hessen). Schon Tage später kam die Gewissheit aus dem Experten-Labor: „Ja – es ist Luna!“

„Unserem Patenkind geht es also gut. Es ist gesund und weiterhin im Pfälzerwald unterwegs. Eine Erleichterung“, erklärt der Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. „Beim Aufbau einer neuen Luchspopulation ist jetzt jedes einzelne Tier wichtig“, sind sich die Wildbiologen einig. Das GPS-Halsband der Luchsin hat offensichtlich zu früh seinen Dienst aufgegeben. Wie bei den anderen 2016 freigelassenen Luchsen Kaja und Lucky sollte die eingebaute Sender-Batterie in Lunas Halsband die Übermittlung von Daten bis zum Sommer 2017 ermöglichen.

Fotofallen könnten weitere Hinweise auf Lunas Aufenthaltsorte bringen

Lunas Spur ohne GPS-Signal weiter zu verfolgen, ist nicht möglich. Fotofallen, die Luchsforscher an gerissenen Beutetieren aufstellen, können helfen, zumindest kleine Einblicke in Lunas Wege zu erhalten. Leider werden Risse, zu denen Luchse einige Nächte lang zurückkehren, um zu fressen, nur selten aufgefunden. Bevor Versuche gestartet werden können, Luna mit einem neuen Sender auszustatten, muss erst festgestellt werden, ob sie jetzt im Mai trächtig ist oder unselbstständige Junge führt.

Foto: Martin Greve

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