Beim Vögel füttern das Wasser nicht vergessen!

Nicht nur bei geschlossener Schneedecke ist Wasser eine willkommene Zugabe

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Ist die Schneedecke geschlossen und rutscht die Außentemperatur unter Null Grad, haben es die Vögel schwer: Sie kommen nicht an Futter - und auch das Wasser wird, wenn es kalt und frostig ist, knapp.

Hamburg, 27. Februar 2018

Mit einer Vogelfütterung lässt sich zwar kein Artenschutz betreiben. Aber die Vogelfütterung ermöglicht es uns, Vögel aus nächster Nähe zu beobachten. Für Kinder wie für Erwachsene ein schönes Naturschauspiel! Manche Vögel wie Blaumeise, Rotkehlchen oder Amsel, kommen das ganze Jahr über ans Futterhäuschen.

Gestalten Sie Ihren Garten naturnah mit heimischen Hecken und Wildblumen

Vor allem wenn jetzt im Februar der Winter noch einmal mit voller Wucht heranrauscht, haben es die Vögel schwer, an Nahrung zu gelangen. Für Vögel ist diese plötzliche Kältewelle lebensbedrohlich: In einer einzigen Frostnacht verbrennt ein kleiner Vogel von der Größe einer Meise bis zu 20 Prozent seines Körpergewichtes. Und da natürliche Wasserquellen wie Pfützen oder Wasser in Regenrinnen zugefroren sind, brauchen Vögel nicht nur Futter, sondern auch eine extra Schale mit Wasser. Dabei muss aber keine teure Vogeltränke am Futterhaus stehen; ein Blumentopfuntersetzer oder alter Suppenteller eignen sich perfekt als Wasserstelle. Wasser regelmäßig austauschen.

Wie hoch darf Wasser in der Tränke sein?

Achten Sie darauf, dass der Wasserstand in der Tränke circa zwei bis drei Zentimeter hoch ist. Legen Sie in die Mitte der Schale, des Tellers oder des Beckens einen flachen Stein. Er kann dem Vogel als "Lande-Insel" dienen .

Je mehr heimische Pflanzen Vögel in Gärten und Grünanlagen vorfinden, desto besser können sie sich "auf dem natürlichen Weg" ernähren. Es sind nicht nur die Beeren und Samen, die sie sich von Sträuchern, Stauden und Blumen holen - und das am besten zu jeder Jahreszeit. Die heimischen Gewächse locken Insekten an, die wiederum als Nahrung dienen - vor allem die Jungvögel sind auf Insekten angewiesen! Nicht zuletzt dienen gerade dichte Hecken im Frühjahr hervorragend zum Nestbau.

Wer keinen Garten hat, bestückt das Futterhäuschen

Das Gute ist: Vögel brauchen nicht unbedingt einen Garten, um satt zu werden. Ein klassisches Futterhäuschen auf der Terasse oder eine Futtersäule, im Zweifel auch einfach eine Untertasse - die aber an einen geschützten, sicheren Ort stellen - tun es auch. Wichtig ist nur, dass alle Futterquellen katzensicher aufgestellt werden. Achtung: Auch der Sperber ist ein Raubvogel, der während der kalten Monate gerne am Futterhäuschen auf Beutejagd geht und sich die kleineren Singvögel schnappt!

Wie wird die Futterquelle sicher aufgestellt?

Ob ein Futterhäuschen barocke Türmchen oder ein Flachdach hat, ist den Vögeln egal: Sie müssen sich während der Nahrungsaufnahme nur sicher fühlen (und sein!). Stellen Sie darum das Futterhäuschen oder die Futtersäule so auf, dass die Vögel einen Rundumblick genießen. So können sie Gefahren - etwa eine heranschleichende Katze - bemerken. Das Futter muss vor Nässe geschützt sein, damit sich keine Krankeitserreger bilden.

Amseln mögen Äpfel, Blaumeisen geschälte Sonnenblumenkerne

Welcher Vogel futtert am liebsten was? Auch Vögel haben ihre Vorlieben! Mit Haferflocken und schwarzen oder geschälten Sonneblumenkernen liegen Sie beim einem Großteil der Vögel aber schon einmal goldrichtig. Wer es ihnen noch schmackhafter machen möchte, legt noch kleingeschnittenes Obst oder Rosinen dazu. Die "Kür" dazu - zumindest im Winter, wenn kein Regenwurm mehr zu finden ist - wären getrocknete Mehlwürmer aus dem Zoofachhandelgeschäft. Mischen Sie doch ein perfektes Vogelmüsli selbst zusammen. Dazu nehmen Sie Nüsse (z. B. Erd-, Wal- und Haselnüsse), Sonnenblumenkerne, Vollkornhaferfocken, Rosinen, Mehlwürmern, Fett (z. B. festes Kokosfett) für die Bindung. Gewürzte Zutaten dürfen nicht ins Vogelfutter - die Zusatzstoffe können zu Entzündungen im Vogeldarm führen!

Welcher Vogel frisst was?

Beim Futter kommt es auf die Qualität an! Wer hochwertiges und abwechslungsreiches Futter bereit stellt, wird mit einer Vielzahl unterschiedlicher Gäste belohnt.

  • Amseln futtern gern Äpfel, Haferflocken, frische oder getrocknete Beeren, z. B. Rosinen.
  • Rotkehlchen kommen sofort, wenn Sie getrocknete Mehlwürmer, Fettfutter, Rosinen, kleine Samen und gehackte Nüsse anbieten.
  • Blaumeisen lieben Fettfutter (Meisenknödel), getrocknete Mehlwürmer, Nüsse und Samen, z. B. geschälte Sonnenblumenkerne.
  • Tannenmeisen (sehen den Kohlmeisen sehr ähnlich, sind aber kleiner und haben einen weißen "Nackenstreifen") knacken ölhaltige Sämereien wie Fichtensamen, Hanf und Sonnenblumenkerne.
  • Buchfinken bevorzugen Beeren, Nüsse, Bucheckern und ölhaltige Samen wie Hanf.
  • Eichelhäher schnappen sich gern Nüsse, Eicheln, Samen und Sonnenblumenkerne.
  • Spatzen sind ebenfalls Körnerfresser. Ihnen machen Sie mit Getreidekörnern, Nüssen, Samen und Sonnenblumenkernen eine Freude.
  • Der Dompfaff (auch Gimpel) pickt in der Natur Knospen, Beeren und Insekten. Er kann mit ölhaltigen Hanf- und Sonnenblumenkernen und Nüssen versorgt werden.
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