Entenbrot ist Ententod!

Wildtiere sind "Selbstversorger". Im Winter kommen sie in aller Regel gut allein zurecht.

Hamburg, 14. November 2016

Auch wenn Deutschlands Meteorologen für die kommenden Monaten Schneeregen und Minusgrade voraussagen - die große Futtertüte für Wildtiere können sie unbesorgt im Schrank stehen lassen. Wildtiere kommen wunderbar allein zurecht und benötigen erst bei lang andauernden Frostperioden und einer länger geschlossenen Schneedecke Unterstützung. Bei welchen Tieren macht das Füttern Sinn, welche dürfen gar nicht gefüttert werden? Hier ein kleiner Knigge für den richtigen Umgang mit Eichhörnchen, Singvogel und Co.

Eichhörnchen_im-Vogelhaus

Eichhörnchen kommen allein zurecht

Sie sind das ganze Jahr über auf Nahrungssuche und futtern sich bereits ab Sommer Winterspeck an. Im Herbst beginnen die Nager strategisch mit dem Anlegen ihrer Wintervorräte. Sie vergraben Nüsse, Kastanien oder Bucheckern an geheimen Orten, etwa unter Baumwurzeln und in Baumhöhlen. So haben die Kletterkünstler, die keinen Winterschlaf sondern nur Winterruhe halten, in den Kältemonaten genug zu knabbern. Unter Vögeln sind Eichhörnchen im Winter gefürchtete Konkurrenz. Die frechen Nager stibitzen mit Vorliebe fetthaltige Meisenknödel – eine feine Delikatesse für sie!

Meise-pickt-am-Meisenknödel

Singvögel besuchen das Vogelhaus

Wer Amsel und Rotkehlchen den Tisch deckt, kann mit vielen Gästen rechnen. In einer einzigen Frostnacht verliert ein kleiner Vogel bis zu 20 Prozent seines Körpergewichtes. Damit die verlorene Energie am Tage sofort wieder aufgenommen werden kann, hilft das Füttern von Vögeln im Winter. Körnerfresser wie Buch- und Bergfink, Grünling, Kernbeißer, Haus- und Feldsperling oder Zeisig sind mit Sonnenblumenkernen und Hanf, kleingehackten Hasel- und Walnüssen, Bucheckern und den Fruchtständen von Hirse und Mohn bestens versorgt. Wer das Knabber-Sortiment zusätzlich mit aufgeschlossenen Weizen- und Haferflocken in Lebensmittelqualität mischt, lockt Vögel wie Ammern und Kleiber zum Lunch. Amseln, Singdrosseln und Rotkehlchen picken gern aufgeschnittene Früchte und Beeren.

Rehe und Hirsche haben eigene Ernährungsberater

Rehe und Hirsche reduzieren im Winter ihre Körpertemperatur, um Energie zu sparen. Sie stehen häufig bewegungslos in der Landschaft. Ihr Herzschlag hat sich verringert – statt 60 bis 70 Mal in der Minute, schlägt das Herz jetzt nur 30 bis 40 Mal. Gleichzeitig hat sich der Verdauungstrakt verkleinert, denn die Tiere finden im Winter oft nur faserreiche Nahrung wie dürre Gräser und Brombeerblätter. Ist die Schneedecke über einen längeren Zeitraum geschlossen und vereist, braucht das Wild extra Futter. Das Füttern in Notzeiten übernimmt allerdings ausschließlich der Förster – der Laie kann da nicht helfen!

Igel-auf-Nahrungssuche

Igel haben sich Speck für den Winterschlaf angefuttert

Gesunde Igel brauchen kein Extrafutter. Die Futterstellen im Garten locken zudem Ratten, Füchse und Mäuse an. Es ist viel effektiver, den Garten so naturnah wie möglich zu gestalten. Denn dann kann das Stacheltier im Frühjahr selbst Schnecken, Würmer und Asseln suchen, um satt zu werden und ist langfristig immer gut versorgt.

Ente-auf -Teich

Enten, Gänse und Schwäne füttern verboten!

Brot in allen Variationen und alle anderen Essensreste sind für Enten, Gänse und Schwäne ungesund. Das Füttern von Wasservögeln ist deshalb oft verboten! Die Wildvögel bekommen Bauchweh und Magenbeschwerden. Auch die Natur leidet: Das Brot sinkt auf den Grund des Teiches und verfault; das Gewässer kann „umkippen“.

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5-Punkte-Check zum Vögel füttern

Vogelfütterung ist kein Artenschutz. Trotzdem freuen sich unsere Gartenvögel über eine freundliche Einladung ans Futterhäuschen. Und gerade in her…

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Kind schaut hinter Baum hervor

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