Gehen wir mal zu Hagenbeck – Wildbienen gucken!

Was fehlt bei Hagenbecks Tierpark noch? Na klar: Das sommerliche Summen und Brummen dicker Hummeln und anderer fleißigen Wildbienen.

Hamburg, 25. Mai 2016

Zusammen erreicht man (noch) mehr: Die Deutsche Wildtier Stiftung und Hamburgs berühmter Zoo, der Tierpark Hagenbeck, helfen gemeinsam der Wildbiene. „Noch in diesem Jahr möchten wir auf dem Zoogelände eine schöne Wildbienen-Weide mit Nistmöglichkeiten anlegen, dazu einen Lehrpfad gestalten, der Spannendes über die Wildbiene erzählt und ein Dach begrünen, um attraktive Nahrungsquellen für die Bestäuber zu schaffen“, erklärt Manuel Pützstück, Wildbienenexperte von der Deutschen Wildtier Stiftung. So erfahren die Zoobesucher Wichtiges über die ökologischen Zusammenhänge zwischen Wildbienen und Pflanzen und vor allem auch, wie der Mensch davon profitiert!

Jeder kann schon im Kleinen etwas für Wildbienen tun

Manuel Puetzstueck

Im Wildbienenschutz etwa lohnt es sich, im Garten oder auf dem Balkon heimische Sträucher und Blumen anzupflanzen, die den ganzen Sommer über mit ihren süßen Düften die scheuen Fluggäste anlocken. Übrigens: Im Gegensatz zur Honigbiene sticht die Wildbiene nur sehr selten. „Sie ist in der Regel nicht aggressiv. Wird sie bedroht, flüchtet die Wildbiene eher, als dass sie sich mit ihrem Stachel verteidigt“, schildert der Experte. Nur bei Hummeln, die auch zu den Wildbienen gehören, ist das etwas anders: Fühlt sich die Hummel beispielsweise in der Nähe eines Hummelnests angegriffen, krümmt sie deutlich ihren Hinterleib, bevor sie ihren Stachel ausfährt“, sagt Manuel Pützstück.

Wie sinnvoll es ist, dass Arten- und Tierschutzorganisationen Hand in Hand arbeiten, fasst Dr. Stephan Hering-Hagenbeck, Zoologischer Direktor des Tierparks Hagenbeck, zusammen: „Der gesellschaftliche Auftrag moderner, wissenschaftlich geführter Zoologischer Gärten liegt im Erhalt der Biologischen Vielfalt. Diesen Auftrag erfüllt der Tierpark Hagenbeck durch die Haltung und Zucht vom Aussterben bedrohter Tierarten, aber auch durch ein starkes Engagement im Umwelt-, Natur- und Artenschutz.“ Theo Pagel, Präsident des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ) und Direktor des Kölner Zoos ergänzt: „Die dem VdZ angehörenden Zoos setzen sich weltweit für den Erhalt der Biodiversität ein. Durch zahlreiche Artenschutzprojekte und intensive Umweltbildung – vom Kindergarten bis ins Rentenalter – versuchen wir Menschen für den Erhalt der Natur zu begeistern. Zu so einem Projekt gehört auch die Wildbiene“.

Dass die Wildbiene Schutz bitter nötig hat, zeigen diese Zahlen: Von den in Deutschland vorkommenden 561 Wildbienenarten sind 52,2% in der Roten Liste aufgeführt. Mehr als 40 % der Arten zeigen einen negativen langfristigen Trend in der Bestandsentwicklung, ca. 37 % der Arten sind momentan stabil und nur knapp 1 % der in Deutschland vorkommenden Arten zeigt eine positive Bestandsentwicklung.

Nahaufname einer Wildbiene

Wildbienen

Wildbienen sind wichtige Bestäuber und leisten einen enormen ökologischen und ökonomischen Beitrag für Mensch und Natur. In unserem Wildbienen Steckbrief finden Sie alles über diese wichtigen Insekten.

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