München wird zur Weltstadt mit Herz für Wildbienen

Die Deutsche Wildtier Stiftung startet mit starken Partnern das Projekt „München floriert“ zum Wildbienenschutz

wildbiene-auf-blute-2

Den Wildbienen in München geht es wie vielen Großstädtern: Sie sind Individualisten, leben häufig als Single und sind stets auf der Suche nach geeignetem Wohnraum. Doch Wohnraum ist auch für Wildbienenarten knapp.

Hamburg, 15. August 2018

Die Folge: Viele stehen auf der Roten Liste. „Den Wildbienen in der Weltstadt mit Herz kann geholfen werden“, sagt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. „Unter dem Motto ,München floriert' startete die Deutsche Wildtier Stiftung mit Unterstützung des Bayerischen Naturschutzfonds und weiteren starken Partnern ein Wildbienenprojekt zur Schaffung strukturreicher Lebensräume.“ Ziel ist es, artenreiche Wildblumenwiesen zu schaffen und zu erhalten, um damit das Nist- und Nahrungsangebot für Wildbienen zu verbessern.
Zusammen mit Projektpartnern (siehe Info-Box) sollen Wildblumenflächen gesät und alte Baumstämme, Sand- und Steinhaufen sowie gestaltete Abbruchkanten und offene Bodenstellen als Nistmöglichkeit geschaffen werden.

Wir wollen mit dem Projekt zeigen, dass es gerade im reich-strukturierten städtischen Raum möglich ist, Wildbienen zu schützen und zu fördern

Natürlich werden die Maßnahmen wissenschaftlich begleitet und überprüft. „Mit Infoveranstaltungen weisen wir auf die Gefährdung der Wildbienen hin und schaffen ein Bewusstsein für die Probleme dieser einzigartigen Insekten“, erläutert der Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung.

Den Begriff „Biene“ verbinden die meisten Menschen nämlich mit der Honigbiene Apis mellifera. Sie ist beliebt und gehört zu den bekanntesten Insekten überhaupt. Dass es neben dem „Haustier“ der Imker in Deutschland 585 Wildbienen-Arten gibt, wissen die wenigsten. In Bayern kommen laut der Roten Liste gefährdeter Bienen Bayerns 506 Wildbienenarten vor. Münchhausen: „Davon gelten 40 leider als ausgestorben oder verschollen.“ Gerade München bietet aufgrund des für Wildbienen günstigen Mikroklimas sowie kleinräumiger Strukturierungen ein enormes Potenzial für die Erhaltung und Förderung einer Wildbienenfauna. „Urbane Flächen lassen sich für Wildbienen schon mit einfachen Mitteln optimieren“, so Münchhausen.

wildbiene-auf-blume

Vor drei Jahren startete die Deutsche Wildtier Stiftung das Projekt zum Schutz von Wildbienen im städtischen Raum in Hamburg. Über die Grenzen der Hansestadt hinaus bekannte Kooperationspartner wie der Airport Hamburg, der Friedhof Ohlsdorf und der Tierpark Hagenbeck engagieren sich im Projekt der Deutschen Wildtier Stiftung. Wissenschaftler führen ein Monitoring zur Erfassung des Wildbienenbestandes durch und die erste Rote Liste der Wildbienen in Hamburg ist in Arbeit. Im Juni dieses Jahres startete die Deutsche Wildtier Stiftung dann gemeinsam mit der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz ein Wildbienenprojekt unter dem Motto „Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf“ in der Hauptstadt.

Starke Partner im Wildbienen-Schutz

Ohne starke Partner wäre das Projekt „München floriert“ und die Schaffung strukturreicher Lebensräume kaum möglich. Gemeinsam mit der Deutschen Wildtier Stiftung „ackern“ folgende Kooperationspartner für die Wildbienen in München: Baureferat Gartenbau, Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, Tierpark Hellabrunn, Bayerische Golfverband e.V., Kleingartenverband e.V. und der Landesverband für Wald- und Naturkindergärten in Bayern e.V.

projekte_wildbiene_fullscreenheader

Wildbienen – hochbedroht und unverzichtbar

Der Lebensraum für Wildbienen und andere Insekten wird knapp. Es fehlt es an Nahrungsquellen und Nistmöglichkeiten. In Deutschland nisten viele W…

Zum Projekt
Nahaufname einer Wildbiene

Wildbienen

Wildbienen sind wichtige Bestäuber und leisten einen enormen ökologischen und ökonomischen Beitrag für Mensch und Natur.

Zum Steckbrief
fullscreen-blumen

Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf!

Berlin soll Hauptstadt der Wildbienen werden. Auf acht Flächen in der Metropole sollen jetzt Futterpflanzen für die Bestäuber gepflanzt und Ni…

Zum Artikel