Schluss mit Windkraft im Wald!

Die Deutsche Wildtier Stiftung unterstützt das Anliegen der Initiative „Rettet Brandenburg“

Hamburg, 11. Mai 2016

Bereits vor gut einem Jahr warnte die Deutsche Wildtier Stiftung eindringlich vor Windkraftanlagen im Wald aus Sicht des Artenschutzes – und brachte damit einen Stein ins Rollen. Jetzt hat die Initiative „Rettet Brandenburg“ ihr Volksbegehren zur Einschränkung von Windkraftanlagen gestartet. 96 Bürgerinitiativen fordern - neben einem größeren Mindestabstand von Windrädern zu ihren Wohnhäusern - ein striktes Verbot der stählernen Todesfallen für Vögel und Fledermäuse im Wald. Noch bis zum 6. Juli 2016 läuft die Unterschriftensammlung.

Kein Bau von Windkraftanlagen im Wald

Die Initiative stellt zwei Forderungen: Zum einen soll es einen Mindestabstand von Windenergieanlagen zu Siedlungen von mindestens 10facher Anlagenhöhe geben. Zum anderen soll auf den Bau von Windkraftanlagen im Wald vollständig verzichtet werden. Nach Angaben der Landesregierung in Potsdam sind in Brandenburg bisher 21 Anlagen im Wald in Betrieb, weitere 60 sind bereits genehmigt. Bei der Neuaufstellung von Regionalplänen werden immer mehr Eignungsgebiete in Wäldern ausgewiesen.

„Die Windenergie eilt in Deutschland von Rekord zu Rekord und dringt dabei immer weiter in naturnahe Gebiete vor, in denen gefährdete Wildtiere zu Hause sind", erklärt der Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung, Prof. Dr. Fritz Vahrenholt.

Jedes Jahr sterben in Deutschland 240 000 Fledermäuse, weil ihnen der Unterdruck der Windräder die Lungen zerreißt

Prof. Dr. Fritz Vahrenholt

Dass Windenergieanlagen seltene Tierarten gefährden, die nie wiederkommen, wenn sie einmal ausgestorben sind, wissen die Verantwortlichen in den jeweiligen Landesregierungen. Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg haben insbesondere für Greifvögel eine hohe Verantwortung und sollten schnell entsprechend handeln!

Wie wichtig nicht nur den Brandenburgern, sondern den Bürgern aller deutschen Bundesländern der Artenschutz ist, zeigt auch die repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes TNS/Emnid: Der Aussage „Für den Ausbau der Windenergie sollten generell keine Waldgebiete verschwinden oder zerschnitten werden“, stimmten 79 Prozent der Befragten zu. 65 Prozent der Befragten gaben auch an, dass „im Zweifelsfall der Schutz von Vögeln und anderen Tieren Vorrang vor dem Bau von Windkraftanlagen haben soll“. Lediglich elf Prozent akzeptierten, dass für „zusätzliche Windkraftanlagen auch Waldgebiete verschwinden oder zerschnitten werden“. Zehn Prozent der Befragten sagten: „Das Thema interessiert mich nicht“.

Windenergieanlagen im Lebensraum Wald

Windenergie und Artenschutz

Der Ausbau der Windenergie ist zur Gefahr für Wildtiere geworden. Jährlich sterben bis zu 250.000 Fledermäuse und 12.000 Greifvögel an Windrädern!

Zum Projekt
Studie zum Thema keine Windkraft im Wald

Studie: Windenergie im Lebensraum Wald

Dr. Klaus Richarz untersuchte im Auftrag der Deutschen Wildtier Stiftung die Auswikungen von Windkraftanlagen in Waldgebieten.

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