Insektenfreundliche Pflanzen

Ein Blühkalender

Hummel an Blume (Foto: Calvi)

Pflanzen Sie doch nach dem Blühkalender der Blumen, Sträucher und Bäume. So können Sie nützlichen wie seltenen Insekten das ganze Jahr über Futter anbieten. Ein Beispiel: Die Weide ist bereits im März eine tolle Nahrungsquelle für Wildbienen. Der Natternkopf bietet im September noch Pollen und Nektar an.

Hamburg, 30. März 2020

Vom Küchenkraut bis zum Obstbaum: In unserer Liste finden Sie Pflanzen jeder Größe. Viele blühen zu unterschiedlichen Zeiten. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie ziehen Wildbienen und viele andere Insekten an. Wenn Sie auch die einzelnen Blühzeiten der Pflanzen beachten, können Sie das ganze Jahr über ein abwechslungsreiches Insektenbuffet anbieten. Beachten Sie dabei die Bodenvorlieben der Pflanzen. Alle Pflanzen lassen sich über den Onlinehandel bestellen - oder Sie fragen unter Gartenfreunden nach, ob der eine oder andere noch Samen übrig hat. Weitere Tipps zur wildbienenfreundlichen Gartengestaltung finden Sie auf https://www.wildbiene.org/. Dort können Sie auch Pflanzenlisten mit von uns empfohlenen wildbienenfreundlichen Gartenpflanzen herunterladen: https://www.wildbiene.org/downloads/.

Blütezeit Frühling

Bis März und Mai liefern diese Pflanzen Nektar und Pollen

Kornelkirsche

Die Kornelkirsche (Cornus mas) kann bis zu acht Meter hoch werden. Der wärmeliebende Strauch wächst wild auf buschbestandenen Hängen und in lichten Wäldern. Je sonniger die Heckenpflanze im Garten steht, desto größer werden die Früchte.

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Frühlingskrokus

Der Frühlingskrokus (Crocus vernus) mag feuchten, aber keinen staunassen Boden. Tipp: Nach der Blütezeit Blätter der Zwiebelblume noch stehen lassen. Rasen erst mähen, wenn die Blätter verblichen sind. So kann die Pflanze Kraft fürs nächste Jahr sammeln.

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Gewöhnliche Kuhschelle

Die Gewöhnliche Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris) ist eine typische Trockenpflanze. Ursprünglich in den Bergen beheimatet, wächst sie wild auch in lichten Kieferwäldern. Im Garten benötigt sie einen sehr sonnigen und trockenen Standort. Die Pflanze ist ausdauernd und krautig.

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Schneeglöckchen

Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) mögen lockere und humusreiche Erde. Im Sommer sollte der Boden nicht austrocknen. Ideal ist ein Standort zwischen Sträuchern. Unter Nadelgehölzen wachsen sie meist schlechter, dort ist der Boden zu sauer. Alle Pflanzenteile sind giftig.

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Weide

Manche Weiden (Salix spec.) werden 30 Meter hoch, andere erreichen gerade einmal Brusthöhe. Weiden benötigen einen feuchten Boden. Staunässe vertragen sie nicht, ansonsten wachsen sie schnell und unkompliziert an. Tipp: Wenn man ein frisch abgeschnittenes Stück Weidenholz in Wasser oder auf nassen Boden legt, treibt es wieder aus.

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Für die Blütezeit ab Mai

Johannisbeere

Johannisbeer-Sträucher (Ribes spec.) können bis zu 1,5 Meter hoch werden und blühen von April bis Mai. Die Pflanze möchte hell, aber nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein. Auf einem Boden, der reich an Nährstoffen und Humus ist, entwickeln sich Blüten und Früchte gut.

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Gewöhnlicher Löwenzahn

Der Löwenzahn (Taraxacum sectio ruderale) ist eines der bekanntesten Wildkräuter. Häufig wird er als Unkraut angesehen. Dabei bietet er Wildbienen reichlich Pollen und Nektar.

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Kulturapfel

Der Kulturapfel (Malus domestica) ist ein klassischer Obstbaum, der etwa acht bis 15 Meter hoch wird. Er bevorzugt einen sonnigen Standort, verträgt trotzdem leichten Schatten. Blüht meist im Mai. Optimal ist ein humusreicher, feuchter, aber durchlässiger Boden. Sehr empfindlich gegenüber Staunässe!

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Himbeere

Für Himbeeren (Rubus idaeus) wählen Sie am besten einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Zuviel Wind vertragen sie nicht. Außerdem benötigen die Beerensträucher tiefgründige, humose, lockere und feuchte Böden, in denen die Wurzeln einen festen Halt finden. Staunässe mögen Himbeeren gar nicht.

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Kriechende Günsel

Der Kriechende Günsel (Ajuga reptans) ist eine blau-violett blühende, ausdauernde und krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von 10 bis 30 Zentimeter. Er steht auf nährstoffreichen, neutralen bis mäßig sauren Lehmböden am besten, liebt die Sonne, kommt aber auch mit Halbschatten gut zurecht.

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Blütezeit Sommer

Katzenminze

Wer Katzenminze (Nepeta spec.) pflanzen möchte, kann zwischen graulaubigen und grünlaubigen Sorten entscheiden. Beachten Sie bei beiden die Standortwahl: Graulaubige Arten brauchen einen warmen, sonnigen Standort auf trockenem Boden, grünlaubige Arten stehen gern feucht.

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Kräuter und Stauden, die noch im Herbst blühen

Ehrenpreis

Blau blühender Ehrenpreis (Veronica spec.) ist eine sehr vielseitige Staudengattung, deren Arten und Sorten fast das ganze Gartenjahr hindurch in unterschiedlichen Gartenbereichen blühen. Ehrenpreis-Blüten leuchten im Steingarten, im Kübel oder gut in der Nähe eines Teiches.

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Gemswurz

Die Gemswurz (Doronicum spec.) bevorzugt halbschattige bis sonnige Plätze auf nicht zu nährstoffreichem Boden, damit sie kräftig blühen kann. Staunässe meiden. Gepflanzt werden sollte sie in Abständen von 30 bis 40 Zentimetern. Im Herbst die buschige Pflanze zurückschneiden.

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Gänseblümchen

Das zierliche Gänseblümchen (Bellis perennis) oder auch Tausendschön gedeiht sowohl im Kübel als auch im Beet. Ihm genügt normale Blumenerde, düngen ist in der Regel nicht nötig. Reichlich Sonne verspricht kräftige Blüten zwischen April und Oktober.

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Schmalblättriges Weidenröschen

Das Schmalblättrige Weidenröschen (Epilobium angustifolium) bevorzugt einen frischen, nährstoffhaltigen, lehmigen Boden und Sonne. Vor der Pflanzung kann gut etwas Kompost in die Muttererde eingearbeitet werden. Die mehrjährige Pflanze ist robust und winterhart.

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Mauerpfeffer

Der genügsame Mauerpfeffer (Sedum spec.) wird zur Dekoration von Steingärten verwendet. Um zu voller Blüte zu gelangen, braucht er einen voll sonnigen Platz. Da er sehr langsam wächst, mag er Standorte, an denen er nicht mit anderen Pflanzen konkurrieren muss.

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Blütezeit Herbst

Borretsch

Einjähriger Borretsch (Borago officinalis) ist ein vergleichsweise anspruchsloses Kraut. Die Pflanze liebt sonnige und windgeschützte Standorte mit feuchten, lockeren und kalkhaltigen Böden. Die jungen Borretschblätter schmecken nach frischen grünen Gurken.

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Echter Salbei

Der Echte Salbei (Salvia officinalis) liebt vollsonnige und windgeschützte Plätze. In einem mageren und steinigen Erdreich fühlt er sich besonders wohl. Je mehr Sonne er bekommt, desto besser können sich die gesunden ätherischen Öle in den Blättern entfalten.

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Gelber Steinklee

Passend zu seinem Namen bevorzugt der echte Gelbe Steinklee (Melitotus officinalis) steinige, kalkreiche Böden. Blütezeit ist von Juni bis September. Typisch für seinen Duft sind aromatische Pflanzenstoffe, die Cumarine, die sich beim Trocknen des Klees intensiv entfalten.

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Gewöhnlicher Natternkopf

Der trichterförmige Natternkopf (Echium vulgare) ist ein Spezialist für trockene und sonnige Standorte. Er bevorzugt durchlässige Böden. Achtung: Die Pflanze wurzelt relativ tief ins Erdreich, was bei der Standortwahl (Balkon, Freiland) berücksichtigt werden muss.

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