Berlin: Wildbienenschutz auf Erfolgskurs

37 neue Blühwiesen in allen Berliner Bezirken

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Die Deutsche Wildtier Stiftung verzeichnet einen wichtigen Projekterfolg im Wildbienenschutz. In den letzten fünf Jahren konnten alle zwölf Berliner Stadtbezirke mit „Hotspots“ für Wildbienen versorgt werden.

Berlin blüht auf! Pünktlich zum Ende des Jahres hat die Deutsche Wildtier Stiftung 14 Blühflächen für Berliner Wildbienen fertiggestellt. So versorgen ab der nächsten Blühsaison im Frühjahr 2021 insgesamt 37 wildbienenfreundlich gestaltete Naturwiesen in allen zwölf Berliner Bezirken bedrohte Wildbienen mit Nahrung. Mit der Ausdehnung des Wildbienenprojekts der Deutschen Wildtier Stiftung auf ganz Berlin erreicht die Deutsche Wildtier Stiftung ein wichtiges Etappenziel in ihrem auf fünf Jahre angelegten Bestäuberprojekt für die Hauptstadt.

2015 startete die Deutsche Wildtier Stiftung im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz das Projekt „Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf“. Ziel des Projekts ist es, Grünflächen in der Hauptstadt für Wildbienen und für andere Bestäuberinsekten passend umzugestalten. Dabei wollen die Naturschützer vor allem mehr Nahrung in Form von Blütenpollen und Nektar für die hoch bedrohten Wildbienen anbieten. „Weitere Projektbausteine sind Vorträge für Bürger und verschiedene Institutionen, Schulungen für Mitarbeiter der Grünflächen- und Naturschutzämter sowie die Beratung von Wohnungsbaugesellschaften und anderen Flächenbesitzern. Damit verfolgen wir das Ziel, Grünflächen naturnäher zu bewirtschaften“, sagt Christian Schmid-Egger, Projektleiter der Deutschen Wildtier Stiftung in Berlin.

Wildbienen sind in Deutschland mit rund 600 Arten und in Berlin mit insgesamt 320 Arten vertreten. Sie sind wichtige Bestäuberinsekten, viele Arten sind massiv in ihrem Bestand bedroht. Hauptursache für den Artenrückgang der „pelzigen Schönheiten“ liegen vor allem im Verlust natürlicher Flächen sowie im Rückgang von Blütenpflanzen. „Die Berliner Bienenfauna ist noch vergleichsweise artenreich, allerdings sind auch in der Hauptstadt viele Arten durch Überbauung ihrer Lebensräume sowie durch falsche Pflege von Grünflächen gefährdet“, sagt Schmid-Egger. Insbesondere zu häufiges Mähen von Parkanlagen, Straßenrändern und anderen kommunalen oder privaten Flächen verhindere, dass die Pflanzen zu Blüte gelangen und den Bienen damit Nahrung bieten können, erläutert der Wildbienenexperte. Im Unterschied zum „Nutztier Honigbiene“ leben die meisten Wildbienenarten solitär und legen einzelne Nester im Boden, in Totholz oder in alten Pflanzenstängeln an.

Die Wildbienenprojekte der Deutschen Wildtier Stiftung

Die Deutsche Wildtier Stiftung ist seit acht Jahren im Wildbienenschutz aktiv, neben Berlin auch in Hamburg, München und Klepelshagen (Mecklenburg-Vorpommern). Weitere Infos zum Wildbienenprojekt der Deutschen Wildtier Stiftung unter www.wildbiene.org.

Foto oben (Teaser): © Deutsche Wildtier Stiftung / Christian Schmid-Egger – Blühstreifen in der Fahrbahnmitte der Otto-Suhr-Allee in Berlin

Nahaufname einer Wildbiene

Wildbienen

Wildbienen (Apidae) sind wichtige Bestäuber und leisten einen enormen ökologischen und ökonomischen Beitrag für Mensch und Natur. In unserem Wildbienen Steckbrief finden Sie alles Wissenswerte über diese wichtigen Insekten.

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Wildbiene auf einer Blume

Wildbienen – hochbedroht und unverzichtbar

Der Lebensraum für Wildbienen und andere Insekten wird knapp. Es fehlt an Nahrungsquellen und Nistmöglichkeiten. Deshalb engagiert sich die Deutsche Wildtier Stiftung im urbanen Wildbienenschutz.

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Wildbienen, Schmetterlingen und anderen Insekten – jetzt helfen

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