Wildtierland - Landschaften in guten Händen

Flächen aus dem Nationalen Naturerbe Deutschland

Alter Baumstamm.

Erhalten, Bewahren, Pflegen, Schützen - die wertvollen Naturschätze Deutschland! Mit dem Kauf von Flächen können Lebensräume für Wildtiere und Wildpflanzen dauerhaft gesichert werden. Die Deutsche Wildtier Stiftung verfolgt diese Strategie seit Beginn ihrer Gründung und kann heute auf über 4.200 ha entscheiden, wo Land unter Beachtung des Natur- und Artenschutzes genutzt und wo sich die Natur ungestört vom Menschen entwickeln kann.

Wildtierland - Landschaften in guten Händen

Wildtierfreundliche Landnutzung – so heißt das Leitbild auf rund 2.900 ha des Stiftungseigentums, verteilt auf drei Gebiete. Der Ökologische Landbau und eine nachhaltige Forstwirtschaft werden auf diesen Flächen entweder in Eigenregie praktiziert oder von lokalen Landwirten, an die Land mit entsprechenden Auflagen verpachtet wird. Eine wildtierfreundliche Land- und Forstwirtschaft verzahnt Schutz und Nutzung zum Wohl einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt.

Nationales Naturerbe Deutschland - Hier hat die Natur absoluten Vorrang!
Rund 155.000 ha Wald, Moor und Offenland wurden nach der Wiedervereinigung von der Privatisierung ausgenommen, da sie für den Naturschutz von besonderer Bedeutung sind. Ein Teil dieser Flächen wurde Stiftungen und Verbänden übertragen. Die Deutsche Wildtier Stiftung hat für rund 1.300 ha in Mecklenburg-Vorpommern Verantwortung übernommen. In acht Gebieten stellt sie sicher, dass die Ziele des Natur- und Artenschutzes erreicht werden. Auf über der Hälfte der Fläche gilt seit Übernahme das Motto „Natur Natur sein lassen“. Dies wird sich in den kommenden Jahren auf rund 80% erhöhen. Auf rund 300 ha Fläche wird kontinuierliche Pflege und Offenhaltung zugunsten besonderer Arten wie bspw. dem Schreiadler betrieben.

Unsere Wildtierland Projekte

Leopoldshagen

Birkholz

Birkholz

Die kleinste der Stiftungsflächen in Mecklenburg-Vorpommern mit nur 26 ha wird nicht, wie der Name vermuten lässt, durch die Birke dominiert, sondern durch den Berg-Ahorn. Die verstreute Lage des Eigentums erschwert es, die Lebensbedingungen für Kranich und Mittelspecht zu verbessern. Deshalb wird an einer weiteren Arrondierung gearbeitet und daran, die Entwässerung des Waldes zu reduzieren. Denn noch zeugen. Wasser-Schwertlilie, Weiches Lungenkraut und Wald-Engelwurz zeugen von einer hohen Bodenfeuchte, die es zu erhalten gilt.

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Bredenfelde

Bredenfelde - Schreiadlerland

Seit 2015 gehören der Stiftung knapp 60 ha Grünland und Ackerflächen in der Feldberger Seenlandschaft. An diesem Standort hat der Schreiadler eines seiner letzten Schwerpunktvorkommen und die Bewirtschaftung der Flächen steht vollständig in seinem Dienst: In Kooperation mit den Landwirten vor Ort soll die Zahl der Kleinsäuger wie z.B. der Mäuse als Beutetier durch eine extensive Nutzung für den Schreiadler erhöht werden. Die Flächen wurden auch mit Fördermitteln des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) sowie des Landes Mecklenburg-Vorpommern gekauft.

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Caselower Heide

Caselower

In diesem 96 ha großen Waldareal befinden sich diverse feuchte Senken, die der Rotbauchunke gute Lebensgrundlage bieten. Auch wenn das Waldbild sich überwiegend bereits als ein strukturierter und vielfältiger Laubwald aus Ahorn, Esche, Buche und Eiche präsentiert, gibt es verschiedene Parzellen mit Nadelhölzern, die in den kommenden Jahren noch umgebaut werden. Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Erhöhung des Totholzanteils für z.B. Schwarzstorch und Schwarzspecht.

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Eichhorst

Eichhorst

In diesem großartigen rund 290 ha Wald gehören der Stiftung 226 ha. Sölle, Erlenbrüche, Eschenwälder, Eichen, Buchen, Moorflächen, Feuchtsenken und noch mehr geben dem Gebiet einen sehr abwechslungsreichen Charakter. Über die Hälfte der Fläche ist bereits ein naturnaher Laubwald und 136 Pflanzenarten konnten 2014 kartiert werden. Auch die Artenliste an Vögel lässt erahnen, dass hier eine naturschutzfachlich wertvolle Fläche die Gebietskulisse bereichert: neben Schreiadler und Schwarzstorch sind Baumpieper, Waldlaubsänger, Rot- und Schwarzmilan, Seeadler zu nennen.

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Fintel

Fintel

Fintel ist der Ursprung der Deutschen Wildtier Stiftung. Knapp 280 ha erwarb der Stifter Haymo G. Rethwisch bereits seit den 1960 iger Jahren in der niedersächsischen Nordheide. Rund 110 ha Acker- und Grünlandfläche werden heute ökologisch bewirtschaftet. Der Rest sind Waldflächen, Moore und Heiden. Insgesamt handelt es sich um eine reich strukturierte Landschaft entlang der Fintau. Der einst angepflanzte Nadelwald wird sukzessive mit Laubwald unterbaut. Neben dem Wacholder als charakteristische Pflanze für die Heide wächst als Besonderheit aus der Pflanzenwelt in Fintel der Gagelstrauch mit seinem würzigen Geruch. In Fintel finden besonders die Vogelarten, die typisch für eine kleinteilige Agrarlandschaft sind noch ihren Lebensraum.

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Hornshagen

Hornshagen

Dieser 46 ha große Buchenwald mit Moorwaldparzellen liegt mitten in einer intensiv genutzten Agrarlandschaft mit grundfeuchten Böden. Neben der Tatsache, dass die Fläche bereits seit langem nicht mehr bewirtschaftet wird, dadurch störungsarm ist und einen grundfeuchten Boden aufweist, lässt die Liste der 42 kartierten Vogelarten erkennen, welch ein Kleinod hier vorliegt: Schwarzstorch, Schreiadler, Zwergschnäpper, Baumpieper und Waldlaubsänger.

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Klepelshagen

Klepelshagen

Die hügelige Endmoränenlandschaft um das Gut Klepelshagen im Südosten von Mecklenburg-Vorpommern besticht mit seinen vielfältigen Waldbildern sowie dem ökologisch bewirtschafteten Grünland und Feldfluren. Rund 2.580 ha sind heute im Eigentum der Stiftung. Über verschiedene 110 Brutvogelarten oder 120 Tag-und Nachtfalterarten konnten bereits nachgewiesen werden. Bei den Säugetieren sticht der Rothirsch heraus – es ist gelungen, ihn in die Landnutzung zu integrieren und den Wald-Wild Konflikt zu überwinden, Klepelshagen zeigt, dass ein Wirtschaften mit der Natur möglich ist.

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Leopoldshagen

Leopoldshagen

Als diese Fläche in der Nähe des Stettiner Haffs übertragen wurde, bestand sie aus unzähligen kleinsten Parzellen, die weit verstreut voneinander lagen. Mit einem umfangreichen Flächentausch wurden die Flurstücke zusammengeführt und bilden jetzt eine fast geschlossene Einheit mit 234 ha. Jetzt beginnt der zweite Schritt der Naturschutzarbeit: Der Umbau eines von der Kiefer dominierten Waldbildes zu einem strukturreichen Mischwald. Kleine Laubwaldinseln mit Eichen und Buchen sowie Feuchtsenken lassen das Potenzial der Fläche vereinzelt schon heute aufleuchten.

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Schwichtenberg

Schwichtenberg

Mit 406 ha ist diese in Vorpommern liegende Fläche das größte Naturerbegebiet der Stiftung. 2/3 der Fläche ist Acker- und Grünland und der Rest ein abwechslungsreicher Wald mit urwüchsigem Eichen-Ahorn-Eschenbestand, Hallenbuchenwald und vereinzelte Ulmen kann man dort bestaunen. Hier hat die Natur Vorrang und ist sich selbst überlassen. Die Feuchtgebiete und angrenzenden Wasserflächen fördern das Vorkommen von Fischotter und Biber. Der überwiegende Teil der Agrarflächen wurde bereits auf eine ökologische Bewirtschaftung umgestellt. Die initiierten Pflanzungen von Weichhölzern und Etablierung von Altgrasstreifen kommen im Offenland auch dem Feldhasen zu Gute.

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Steinhagen

Steinhagen

Unweit von Wismar liegt diese rund 50 ha große Niedermoorfläche mit einem Erlenbruch. Die Naturnähe dieser Fläche mit einem hohen Totholzanteil macht Steinhagen so wertvoll. Auch das Artenspektrum mit den besonderen Pflanzenarten Wasserfeder und Gelb-Segge oder den beiden Lurcharten Kammmolch und Rotbauchunke spiegelt dies wieder. Stellvertretend für die kartierten Vögel seien hier Kranich und Schwarzspecht neben dem Seeadler zu nennen.

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Woldeforst

Woldeforst

Die 120 ha große Waldfläche bei Demmin hat trotz ihrer zersplitterten Lage ein enormes naturschutzfachliches Potenzial vorzuhalten. Der rund 200 Jahre alte Laubbaumbestand aus Eichen, Buchen, Eschen und Ulmen bildet die Grundlage für das ausgewiesene Waldschutzareal zugunsten des Schreiadlers. Und auch der seltene und eher heimliche Zwergschnäpper ist Bewohner dieses hochstämmigen Baumbestandes. Ebenso wie die Mopsfeldermaus, die in Wäldern sowohl ihre Nahrung sucht als auch ihre Ruheplätze hat. Aus floristischer Sicht runden Sumpf-Pippau und schmalblättrigem Wollgras das Bild ab.

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