Artenreiche Blühwiese im SOS-Kinderdorf Worpswede eröffnet

Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen des SOS-Kinderdorfes Worpswede wurde eine neuangelegte Blühwiese am 4. Juli 2019 der Öffentlichkeit vorgestellt. Auf 2.000 Quadratmetern ist ein wertvoller Lebensraum für Wildbienen und andere Insekten entstanden, der zugleich Kinder und Jugendliche Natur hautnah erleben lässt. Möglich wurde die Umgestaltung von zwei Fußballfeldern, die an anderer Stelle des Geländes neu und moderner gestaltet wurden, durch die Kooperation mit der Deutschen Wildtier Stiftung sowie mit der Unterstützung der Dr. Marion Meyenburg-Stiftung.

Hamburg, 08. Juli 2019

Blühwiese mit Wildbienenhotels.

Blühwiese mit Wildbienenhotels.

Der Hintergrund ist ernster Natur

Wildbienen sind in Deutschland gefährdet. Etwa die Hälfte aller Arten steht auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten, einige Arten sind bereits ausgestorben oder sind vom Aussterben bedroht. Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden um diesen Trend zu stoppen. Zugleich wachsen junge Menschen immer naturferner auf, obwohl die Natur für eine gesunde Entwicklung nachweislich wichtig ist. Die Naturbildung spielt eine zentrale Rolle für die Motivation unsere Umwelt zu erhalten. Beide Aspekte, der Wildbienenschutz und die Naturbildung, liegen allen Projektbeteiligten des neu geschaffenen Biotops am Herzen.

Und die Vorzeichen, dass die Projektidee auf fruchtbarem Boden angelegt ist, stehen im besten Sinne auf Grün

...wie sich gleich bei der Eröffnung zeigte. Die kleinen und großen Gäste der offiziellen Eröffnung erkundeten die gerade aufblühende Wildblumenwiese, die Hosenbiene wurde entdeckt und die beiden neuen Wildbienennisthilfen bewundert. Besonders in Augenschein genommen wurden die Informationstafeln, die eigens für die Blühwiese des SOS-Kinderdorfes entwickelt wurden. Den Kindern und Jugendlichen wird auf anschauliche Weise dargestellt wie Wildbienen leben.

Die strahlenden Kinderaugen heute bei der Entdeckungsreise der neu entstandenen Wiese zu sehen war eine große Freude

Gaby Schürmann, Leiterin Strategisches Marketing der Deutschen Wildtier Stiftung

Für das Kinderdorf ist die Wiese bereits jetzt ein voller Erfolg

Die Anlage der Blühwiese im SOS-Kinderdorf ist eine ideale Kombination aus Artenschutz und Naturbildung. Die Arbeiten starteten Anfang des Jahres und vor den Augen der Kinder und Jugendlichen entstand nach und nach der neue Lebensraum für Wildbienen. „Es ist uns wichtig, ein Bewusstsein bei uns im Team und bei unseren Kindern und Jugendlichen für den Natur- und Artenschutz zu schaffen und sich nachhaltig zu engagieren“, erklärt Joachim Schuch, Gesamtleiter vom SOS-Kinderdorf Worpswede.

Kindergruppe auf der Wildblumenwiese, rechts ist eine der beiden neuen Wildbienennisthilfen zu sehen.

Kindergruppe auf der Wildblumenwiese, rechts ist eine der beiden neuen Wildbienennisthilfen zu sehen.

Hauptverantwortlich dafür, dass das Projekt sich gut weiterentwickelt, ist der Projektinitiator Bernd Fust. Der Landschaftsgärtner ist begeistert wie interessiert die Kinder sind und hat bereits viele Pläne mit ihnen geschmiedet, wie die Blühwiese sich weiterentwickeln kann. Zusätzliche Entdeckerpfade sollen angelegt werden, um Honigbienen, Wildbienen, Schmetterlinge und weiteren Tieren noch besser erforschen zu können.

Gaby Schürmann und Anna Binczik von der Deutschen Wildtier Stiftung, Petra Pissulla von der Dr. Marion Meyenburg Stiftung, Projektinitiator Bernd Fust sowie Joachim Schuch von SOS Kinderdorf

v.l.n.r.: Bernd Fust, Anna Binczik, Gaby Schürmann, Petra Pissulla, Joachim Schuch

Alle Gäste der Eröffnung sind sich einig: Worpswede hat einen wertvollen, neuen Lebensraum dazu gewonnen und zugleich hat hier ein spannender Dialog zwischen Mensch, Insekten, Tier und Natur begonnen.

Kind hält Eicheln und Eichenblatt in den Händen

Lernwerkstatt Natur

Die Lernwerkstatt Natur soll in Berlin Kindern zeigen, wie sie in der Stadt Natur erfahren können und welche wichtige Rolle die Natur in ihrem Leben spielt.

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