Kälte-Strategien der Wildtiere: Magen verkleinert, kalte Füße und viel Luft

So überstehen Wildtiere Schnee, Eis und Frost

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Das Kältehoch hat Deutschland auch weiterhin Griff. Das Thermometer zeigt klirrende Minustemperaturen und wer jetzt das Haus verlässt, trägt oft atmungsaktive Funktionskleidung, die durch luftgefüllte Membranen besonders kälteabweisend ist. Wildtiere haben ihre eigenen und ähnliche Tricks, den Winter zu überstehen.

Hamburg, 25. Januar 2019

Enten haben immer kalte Füße!

Zum Glück für die Wasservögel - denn so können sie auf zugefrorenen Teichen stehen, ohne auf dem Eis festzufrieren. Hinter dem Trick mit den kalten Füßen steckt ein spezieller Kreislauf: Es strömt nur wenig Blut vom Körper in die Vogelfüße; dieses Blut kühlt auf dem Weg nach unten von etwa 40 Grad auf sechs Grad ab. Kalte Füße sind aber nur eine der vielen Überlebensstrategien der Wildtiere bei Eiseskälte.

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Beim Rothirsch verkleinert sich der Magen

Sein Pansen fasst jetzt 60 Prozent weniger Nahrung als im Herbst, wenn es reichlich Futter gibt. Die Verkleinerung des Verdauungstraktes und das Herunterfahren des Stoffwechsels machen den Rothirsch zum idealen Kaloriensparer im Winter. Das Kältehoch hat Deutschland auch weiterhin Griff. Das Thermometer zeigt klirrende Minustemperaturen und wer jetzt das Haus verlässt, trägt oft atmungsaktive Funktionskleidung, die durch luftgefüllte Membranen besonders kälteabweisend ist.

Feldhasen und Wildschweinen wächst Wollhaar

Den Feldhasen wachsen kälteabweisende Wollhaare, die mit Luftpolstern im Haarkleid gegen Kälte isolieren. Das Deckhaar der Wildschweine ist länger als im Sommer. Darunter schützt kurze dicke Unterwolle und Luftkammern im Wildschweinfell verhindern die Abgabe von Körperwärme.

Vögel plustern sich auf

Vögel sind Meister der Isolation durch Luft: Sie plustern sich einfach auf. Außerdem haben sich Wildschweine – wie andere Wildtiere auch – eine dicke Speckschicht angefressen. Wenn die Kälte an den Körperkräften zerrt, heißt das Motto: Die Dicken kommen durch!

Mücken schrumpfen

Eine ganz andere Strategie haben Stechmücken. Sie überleben, weil sie sich für den Winter fit-schrumpfen! Stechmücken scheiden überschüssige
Körperflüssigkeit aus und bauen in die verbleibende Zellflüssigkeit eine Art Frostschutzmittel ein. Dann verfallen sie in eine Art Kältestarre“, sagt die Expertin der Deutschen Wildtier Stiftung. So schaffen es befruchtete Weibchen auch eisige Winter zu überleben.

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Otter tragen üppigen Pelz

Mit einem besonders dichten Fell kann der Fischotter der Kälte trotzen: „50 000 Haare wachsen bei ihm etwa auf der Fläche eines Daumennagels“, sagt Goris. Mit einem so schönen Pelz lässt es sich auch in der kalten Jahreszeit aushalten!

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